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Die Marke Piaggio - Geschichte und Entwicklung

Ein erst 20 Jahre alter Italiener legt den Grundstein für die Marke Piaggio. Cavalier Enrico Piaggio, der Vater des späteren Gründers Rinaldo Piaggio, kauft in Sestri Ponente, Genua, ein Grundstück, das ursprünglich für ein Holzlager gedacht ist. Nur kurze Zeit später nutzt Rinaldo Piaggio den Grund und Boden für den Schiffsbau und im Laufe der Zeit sogar für die Konstruktion von Eisenbahnwagen. Die Kapazitäten sind bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgeschöpft und die Reeder-Familie entschließt sich, ein zweites Werk in Finale Ligure zu eröffnen. Bereits während des Ersten Weltkrieges widmet sich Rinaldo Piaggio zunehmend der Luftfahrt. Unmittelbar nach Kriegsende konzentriert sich das italienische Unternehmen dann vollends auf den Flugzeugbau. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten - die Firma vergrößert sich und investiert in neue Produktionsanlagen. Im Zweiten Weltkrieg produziert Piaggio Maschinen für das italienische Militär. Doch das ist dem Unternehmen um Rinaldo Piaggio nicht genug: Die Firma steigt zusätzlich in die Panzerproduktion ein. Allerdings geht der Zweite Weltkrieg nicht spurlos an Piaggio vorüber. Die Erfolgsgeschichte nimmt ein jähes Ende, nachdem die Produktionsstätten zerbombt werden. Nach Kriegsende wird die Flugzeugproduktion eingestellt. Der Sohn Rinaldos, der augenblickliche Leiter des Unternehmens, konzentriert sich von nun an auf die Konstruktion von Fahrzeugen. Mit Hilfe des Ingenieurs Corradino D`Ascano konzipiert der Italiener ein praktisches und zugleich sparsames Fahrzeug - die Vespa. Im Jahr 1947 widmet sich Piaggio verstärkt der Luftfahrttechnik und konstruiert ein zweimotoriges Amphibienflugzeug. Zwei Jahre nach Erscheinen des ersten Vespa-Motorrollers erblickt der dreirädrige Lieferwagen Ape (ital.: Biene) das Licht der Öffentlichkeit. Doch die Vespa ist das Modell, welches dem Unternehmen auch international zu Ruhm verhilft: In der Mitte der 1950er Jahre unterhält der Italiener bereits Niederlassungen in der Sowjetunion, Indien, Brasilien und Spanien. Wiederum widmet sich das Unternehmen mehreren Branchen. Piaggio entwickelt ein Geschäftsflugzeug und baut parallel einen Kleinwagen, die Vespa 400. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Zeitgleich geht der Fiat 500 an den Start und Piaggio erkennt, dass er in Italien nicht mit dem Fiat 500 konkurrieren kann. Daraufhin wird die Vespa 400 in Frankreich zum Leben erweckt und 1957 erstmals auf dem Pariser Auto-Salon präsentiert. Vor allem bei Frauen avanciert das Modell zum Publikumsliebling - ist das als Zweisitzer konzipierte Coupé mit einem großen Platzangebot hinter den Vordersitzen doch besonders für gemütliche Einkaufsbummel geeignet. Zusätzlich lässt sich der Beifahrersitz so zusammenklappen, dass sich auch Sperriges problemlos transportieren lässt. Im Jahr 1961 läuft die letzte Vespa 400 vom Band. Schließlich ist der Motorroller Vespa mit bis dahin über zwei Millionen verkauften Exemplaren das Highlight der Piaggio-Palette und gleichzeitig Motivation für eine weitere Produktion von Motorrädern. So erlebt das Mofa Ciao 1967 seine Weltpremiere und läutet eine neue Ära von Mofas ein, die vor allem bei der jüngeren Generation zum Verkaufsschlager avancieren. Im Jahr 1985 übernimmt das italienische Unternehmen die spanische Firma Motovespa, ab 1987 untersteht ebenfalls der österreichische Mofahersteller Puch der Leitung von Piaggio. Doch die Krise auf dem Fahrzeugmarkt geht auch an Piaggio nicht spurlos vorüber - die Absatzzahlen sinken und der japanische Hersteller entwickelt sich zu einer starken Konkurrenz. Trotz allem verdoppelt die italienische Firma ihr Investitionsvolumen und eine Vielzahl verkaufter innovativer Vespa-Modelle verhilft Piaggio zu einem finanziellen Aufschwung. Bis Mitte der 90er Jahre unterhält Piaggio sieben Tochtergesellschaften, 15 Lizenznehmerfirmen in 14 Ländern und 50 Vertriebsgesellschaften. Neue Motorroller wie der Sfera, Hexagon, Zip und Skipper verlassen die Produktionsstätten und erobern die Straßen der Welt. Ein Konsortium der Deutschen Bank und die Texas Pacific Group kaufen den Konzern 1999 auf. Allerdings bleibt Piaggio weiterhin eine eigenständige Gesellschaft und etabliert sich in den Folgejahren durch Übernahme des spanischen Motorradherstellers Derbi sowie seiner italienischen Konkurrenten Aprilia und Moto Guzzi als einer der europäischen Marktführer im Segment der Motorroller. Bis heute konzentriert sich das italienische Unternehmen zusätzlich auf die Produktion des dreirädrigen Kleintransporters Ape und den Kleinlastwagen Porter, der als Kastenwagen, Kipper sowie in einer Elektroversion lieferbar ist. Auto.de ist eines der größten deutschen Onlineportale zum Thema Auto. 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Piaggio andere Gebrauchtwagenangebote

  • Piaggio andere Vespa LX 50 2T

    Gebrauchtwagen 10/2006 5.230 km 3 kw (4 PS) 1990,- EUR
    88212 Ravensburg
    Benzin, Automatik
    0/0/0 l/100km Kraftstoffverbrauch (komb. / innerorts / außerorts)
    keine Angabe CO2-Emission kombiniert