TVR

TVR

Für Sportwagen der besonderen Art stehen die drei Großbuchstaben aus der Produktion des ehemaligen britischen Autoherstellers TVR. Diese Buchstabenkombination resultierte aus dem Vornamen des Gründers der Firma Trevor Wilkinson. Bis zum Jahr 2012 baute der Autohersteller Leichtbau-Sportwagen, die als Basis einen Stahlrohrrahmen besaßen und mit einer GFK-Karosserie versehen wurden. Die Motorisierung der Neuwagen und Gebrauchtwagen von TVR wurde anfangs durch Motoren von Ford später auch von Rover und ab den 1990er Jahren durch Eigenkonstruktionen realisiert. Das Ende der Automarke kam nach der Übernahme durch einen russischen Investor, der im Jahr 2012 verkündete, dass es keine weiteren Neuwagen aus dem in Blackpool beheimateten Werk geben werden. ... mehr

Die Anfänge von TVR

Den ersten Neuwagen baute Trevor Wilkinson noch, bevor er seine Firma TVR im Jahr 1947 gründete. Es handelte sich hierbei um ein sehr leichtes Fahrzeug, welches als Basis einen Alvis Firebird besaß. 1949 kam der erste Neuwagen der Marke TVR heraus. Dieses Fahrzeug wurde von einem Ford-Motor angetrieben. In den USA erschienen die TVR-Neuwagen bereits im Jahr 1956, sie waren mit einer Glasfaserkarosserie ausgestattet. Der in der Folgezeit entwickelte Grantura wartete mit einem simplen aber effektiven Schema der Konstruktion auf. Basis des Neuwagens war ein Gitterrohrrahmen, der mit einer Karosserie aus Glasfaser und einem starken Motor versehen wurde. Der Nachfolger des Grantura der Griffith konnte mit seiner Leistung sogar mit den damals aktuellen Jaguar- und Ferrari-Modellen mithalten.

Neue Wege ab 1970

In den 1970er Jahren wurden mehr und mehr TVRs gekauft. Dies hatte mit neuen Modellen aus dem Hause zu tun, die in den 1970er Jahren immer wieder für Aufsehen sorgten und heute begehrte Gebrauchtwagen sind. Unter der Leitung von Peter Wheeler entwickelte der Autohersteller weitere Fahrzeuge, wie etwa der S. Dieser Neuwagen zeichnete sich durch einen günstigen Preis aus und eine satte Leistung, sodass er zu einem Verkaufsschlager wurde. Weitere Neuwagen und Gebrauchtwagen-Modelle der Automarke TVR folgten. Besonderen Erfolg erlangte der britische Sportwagenbauer mit dem Griffith in einer neuen Version, die ab 1992 produziert wurde und bei seiner ersten Motorshow im Durchschnitt alle acht Minuten bestellt wurde. Bereits ein Jahr später kam wohl der bekannteste Neuwagen der Marke auf den Markt: der Chimera. Inzwischen existieren von diesem mehr als 10.000 Gebrauchtwagen. Der am besten verkaufte TVR-Neuwagen aller Zeit wurde allerdings der im Jahr 2000 erschienene Tuscan. Dieses Fahrzeug ist nicht nur bei Sammlern sehr begehrt.

Das Ende von TVR

Im Jahr 2004 verkaufte Peter Wheeler seine Anteile an Nikolai Smolenski. Dieser verkündete 2006, die Werkstätten von TVR nach Osteuropa zu verlegen. Später nahm er diese Aussage zurück, was natürlich für Irritationen sorgte. Als kurz darauf Smolenski wieder aussagte, die Produktion der Neuwagen definitiv nach Osteuropa zu verlegen, kam es zu Protesten von TVR-Besitzern in London. Schon im Dezember 2006 wurde die Firma unter Zwangsverwaltung gestellt und schließlich, nach diversen gescheiterten Übernahmeverhandlungen wurde im Jahr 2012 bekannt gegeben, dass die Neuwagen-Produktion bei TVR eingestellt wird.

Design, Motorleistung und Sicherheit

Im Bereich Sicherheit entsprechen die Gebrauchtwagen des britischen Autoherstellers den Normen, wie sie zur Veröffentlichung vorlagen. Natürlich variieren die Sicherheitsvorkehrungen deshalb von Fahrzeug zu Fahrzeug. Die Leistung des Motors ist bei allen Wagen beachtlich und erfüllt die hohen Erwartungen, die man an einen echten Sportwagen stellt, über die Maße. Das Design der Automarke orientierte sich fast immer an den Sportwagen, wie man sie aus dem 1960er Jahren kannte. Dabei schaffen es selbst Gebrauchtwagen älterer Jahrgänge, mit ihrem zeitlosen Auftreten zu überraschen.

TVR in Deutschland

In Deutschland sind die Gebrauchtwagen der Marke TVR bei unterschiedlichen Händlern erhältlich. Einige dieser Händler haben sich allerdings so sehr auf die britische Automarke spezialisiert, dass sie hier in Deutschland umfangreichen Service zusätzlich anbieten können. Weiterhin ist der private Gebraucht-Markt ebenfalls gut aufgestellt und Interessenten haben die Möglichkeit vielleicht ihr Lieblingsmodell dort zu finden.