Talbot

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Der französische Autohersteller Talbot hatte seinen Ursprung in Großbritannien. Hier importierte die Firma Clement Talbot Ltd. Neuwagen der Marke Clement aus Frankreich nach England und begann später selbst Fahrzeuge zu bauen. Im Jahr 1919 wurde der britische Autohersteller vom französischen Unternehmen Darracq übernommen. Im Jahr 1920 kam die Automarke Sunbeam zum Unternehmen und die Gruppe STD wurde gegründet. STD stand für Sunbeam, Talbot und Darracq. Talbot war von da an der Markenname für französische Neuwagen, während die nach England exportierten Fahrzeuge den Namen Darracq hatten. Im Jahr 1935 wurde das STD-Werk in Suresnes von Antonio Lago übernommen. Er führte den Unternehmensnamen Talbot Lago ein und war maßgeblich an der Entwicklung unterschiedlicher Neuwagen-Modelle beteiligt, die heute als Gebrauchtwagen einem enormen Wert haben. So wechselte im Jahr 2006 ein Teardrop Coupés von der Marke den Besitzer für über 3,9 Millionen US-Dollar. ... mehr

Das Aus von Talbot Lago

Neuwagen und Gebrauchtwagen des Autoherstellers Talbot Lago erfreuten sich gerade vor dem zweiten Weltkrieg großer Beliebtheit. Die Sportwagen waren legendär. Doch nach dem zweiten Weltkrieg konnte das Unternehmen nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. Als letztes Modell wurde der Lago im Jahr 1955 vorgestellt. Von diesem wurden insgesamt 54 Fahrzeuge gefertigt und in den USA und Europa verkauft. Als im Jahr 1959 die Verkaufszahlen von Neuwagen und Gebrauchtwagen des Herstellers Talbot Lago keine weitere Produktion mehr rechtfertigten, wurde das Unternehmen an Simca verkauft, die allerdings den Namen der Marke nicht verwendeten.

Die Marke kehrt zurück

Chrysler war bereits schon bei der Übernahme von Talbot Lago Aktionär bei Simca. Im Laufe der Jahre baute Chrysler seine Anteile weiter aus, bis es im Jahr 1971 100 Prozent der Aktien innehatte. Das Unternehmen Chrysler Europe entstand. Im Jahr 1979 wurde dieses von Peugeot, also dem PSA-Konzern übernommen und damit fiel der Startschuss für ein Wiederaufleben der Marke Talbot. So wurden die Filialen von Chrysler in Talbot umbenannt und Neuwagen, die vorher unter Chrysler verkauft wurden, waren ab 1979 als Talbot erhältlich. Doch die Übernahme schwächte den PSA-Konzern. Da der Konkurs von der Marke bevorstand, gliederte PSA sie 1984 aus, was auch das Ende ihrer Produktion bedeutete.

Gebrauchtwagen von der französischen Automarke in Deutschland und Europa

Im Jahr 1986 wurde offiziell der Verkauf von Neuwagen der Automarke beendet. Somit sind seit diesem Jahr offiziell nur noch Gebrauchtwagen der Marke auf dem Markt in Deutschland erhältlich. In England hingegen wurde bis 1993 der Talbot Express als Neuwagen verkauft. Dieser leichte Nutzkraftwagen war in Europa und Deutschland als Peugeot J5 sowie Citroën C25 und Fiat Ducato erhältlich. Das letzte Modell, das unter dem Label entwickelt wurde, war der Horizon. Er wurde auf dem Markt als Peugeot 309 vorgestellt.

Gebrauchtwagen der Marke aus den 1980er Jahren

Nach ihrer Wiederbelebung wurden Neuwagen-Modelle in der Kleinwagen- Mittel- und Kompaktklasse verkauft. Diese sind heute noch als Gebrauchtwagen erhältlich, wie beispielsweise der Samba ein Kleinwagen, der in der Jahren 1981 und 1986 gebaut wurde und auch als Cabrio erhältlich war. Seiner Zeit war dies übrigens das kleinste Cabrio der Welt. Weiterhin erschien der Simca 1307 als Talbot Solara. Dieses Fahrzeug wurde unter unterschiedlichen Marken angeboten und wurde zwischen 1975 und 1984 verkauft. Weitere heute erhältliche Gebrauchte wie der Tagora, der Murena oder der Rancho kamen ebenfalls unter der Marke heraus.

Gebrauchtwagen – Sicherheit und Design

Die Neuwagen der Marke zeichneten sich nicht durch ein einheitliches, sofort erkennbares Designkonzept aus. Vielmehr entsprachen die Autos dem Zeitgeschmack. Sie sind heute eindeutig als Gebrauchtwagen der 1980er Jahre zu erkennen, von zeitlosen Klassikern kann eher weniger die Rede sein. In puncto Sicherheit, Komfort und Motorisierung entsprachen die Fahrzeuge den damals üblichen Standards. Natürlich sind die Wagen mit Sonderausstattungen auf dem Markt erhältlich, die über die damals üblichen Ausstattungsmerkmale hinausgehen.