Hyundai-Geschäftsführer Markus Schrick konnte auf der Jahrespressekonferenz 2016 deutliche Zuwächse für die koreanische Marke vermelden. Das Erfolgsrezept kurz und knapp: die Mischung macht's.
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25 Jahre Hyundai in Deutschland: Das Konzept geht auf

Yin und Yang in der Autoindustrie: Hyundai hat sich in Deutschland vom Underdog zum respektierten Hersteller gemausert. Geschäftsführer Markus Schrick verrät auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main das Erfolgskonzept: „Es besteht aus sechs Komponenten: Innovation, Fortschritt und Wachstum sowie Vertrauen, Loyalität und Zusammenhalt.“ Und natürlich haben von diesem ganzheitlichen Ansatz auch die Autos der Marke profitiert: „Vor 25 Jahren waren unsere Modelle noch quadratisch, praktisch und gut. Seitdem hat sich einiges bewegt.“

Für Hyundai arbeiten in Deutschland 1.000 Menschen.

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Die Neuzulassungen von Hyundai sind 2015 um 8,6 Prozent auf insgesamt 108.434 Einheiten gestiegen. Der angestrebte Marktanteil ließ sich mit 3,4 Prozent exakt nach Plan realisieren. Schrick freut sich über wachsenden Umsatz, Absatz und Marktanteil. Die Position als erfolgreichste asiatische Automobilmarke in Deutschland ist dem Unternehmen sicher. Unter den Importmarken belegt Hyundai Platz drei. Allein auf dem heiß umkämpften Privatmarkt gab es ein Plus von elf Prozent auf 49.130 Fahrzeuge. Das entspricht rund 45 Prozent aller in 2015 veräußerten Hyundai in Deutschland. Im Bereich der Gewerbekunden mit dem Flottengeschäft konnten die Koreaner eine Steigerung um 26 Prozent auf 13.601 Fahrzeuge verbuchen. Bisher wurden 70 Vertragspartner gezielt auf die Anforderungen der Gewerbekunden spezialisiert in einem sogenannten „Fleet Business Center“. In 2016 sollen noch 15 Händler dazukommen, also insgesamt 85 Standorte deutschlandweit. „Wir beweisen Kampfgeist. Unser Erfolg resultiert daher, dass wir nicht ein herausgehobenes Starprodukt anbieten, sondern einen gesunden Modellmix haben. Unsere Kunden entscheiden sich verstärkt für höhere Motorisierungen und eine höhere Ausstattung“, so Schrick.

Den Hyundai-Händlern wird vom Hersteller einiges geboten. Vom Produkterlebnistag über Servicekonferenzen und Stammtischen bis zum Primus-Club findet ein reger Austausch mit dem Händlerverband statt. Schrick sagt: „Wir wollen für die Deutschen eine Alternative zu Volkswagen sein. Bei den Überlegungen zu einem Neuwagenkauf möchten wir auf der Liste der Interessenten stehen. Das Design unserer Modelle ist frisch und modern, unser Designer Peter Schreyer kommt aus Deutschland und bringt der Modellpalette den europäischen Touch.“

Als attraktiver Arbeitgeber beschäftigen die Koreaner rund 1.000 Menschen in Deutschland. Auf eine neue „Corporate Identity“, also einen einheitlichen Firmenauftritt, wurden 2015 bereits 90 Betriebe umgerüstet, 2016 folgen 100 weitere Vertriebspartner. Ziel für 2016 ist es, den Marktanteil von 3,4 Prozent zu halten. Dies entspricht etwa 110.000 Fahrzeugen bei einem Flottenanteil von 14 Prozent und 45 Prozent Privatkundenanteil. Dabei könnte ein Neuzugang in der Modellpalette helfen: Auf dem 86. Genfer Automobilsalon präsentiert Hyundai als Weltpremiere den Ioniq, eine kompakte Stufenheck-Limousine und weltweit das erste Fahrzeug, das für den Einsatz von drei alternativen Antriebssystemen entwickelt wurde. Ein Hybridmodell, ein reines Elektrofahrzeug und ein an der Steckdose aufladbares Plug-in-Hybridmodell. Die Markteinführung für das Hybridmodell ist im Herbst anberaumt, die beiden weiteren Ioniq folgen 2017. Preise gibt der Hersteller noch nicht bekannt. An 365 Tagen in diesem Jahr wird das Jubiläum der Marke mit dem Handel und den Kunden gefeiert. Das Engagement bei der Europameisterschaft wird seinen Teil dazu beitragen.

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