EU: Infrastruktur für alternative Kraftstoffe ausbauen

EU: Infrastruktur für alternative Kraftstoffe ausbauen

Um die Abhängigkeit der EU von Öl-Importen zu reduzieren, sind in den kommenden Jahren hunderttausende Ladestationen für Elektroautos geplant. Auch das Tankstellen-Netz für Erdgas und Wasserstoff wird laut der Medienberichten erweitert. Eine aktuelle Initiative der EU-Kommission enthält dabei konkrete Vorgaben für jedes EU-Land. In Deutschland sind nach den Plänen der Brüsseler Behörde 150.000 öffentlich zugängliche Elektro-Ladestationen bis 2020 geplant. Bisher gibt es knapp 2.000 Ladesäulen.

Der Anteil der Erdgasfahrzeuge wird europaweit von derzeit 0,5 Prozent auf voraussichtlich fünf Prozent bis 2020 ansteigen. Hierzu fordert die EU-Kommission, dass Erdgas-Fahrer maximal 150 Kilometer bis zur nächsten Zapfsäule fahren müssen. Momentan stehen in Deutschland knapp 840 Stationen zur Verfügung. Auch die Flüssiggas-Tankstellen stehen im Fokus. Hier ist der Abstand zwischen den Stationen entlang wichtiger Routen auf höchstens 400 Kilometer zu begrenzen. Dabei werden nicht nur Landfahrzeuge, sondern auch Schiffe berücksichtigt. Diese können dann bis 2020 in allen wichtigen europäischen Häfen Flüssiggas tanken.

Bisher bietet diese Möglichkeit nur ein einziger schwedischer Seehafen. Schließlich ist bei der Infrastruktur für Wasserstoff-Fahrzeuge angedacht, gemeinsame Standards zu entwickeln.Die geschätzten Kosten der Initiative betragen etwa 10,5 Milliarden Euro, wobei hier weitgehend an private Investoren gedacht wird. So könnte die EU zum Beispiel bei der Vergabe von Bauaufträgen verlangen, dass Parkhäuser oder Raststätten Elektrotankstellen enthalten. Dem Kostenaufwand stehen zudem Einsparungen von jährlich 2,3 Milliarden Euro bis 2030 allein durch geringere Ölimporte gegenüber.

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