Entscheidung im April: Was wird aus E10

Durch das Chaos bei der Einführung von E10, sagt der ADAC nun abermals steigende Benzinpreise voraus. Nur jeder dritte Autofahrer tanke den Biokraftstoff. Der Rest greift zu den wesentlich teureren Schutzsorten Super E5 und Super Plus. Dadurch werden die Mineralölkonzerne angeblich die gesetzlich vorgeschriebene Biokraftstoff-Quote nicht erfüllen können, wodurch ihnen Strafzahlungen von mehreren Millionen Euro drohen. Eine Lösung könnten massive Rabatte auf die E10-Wintersorte sein, welche die Konzerne ohnehin bis spätestens Ende April los werden müssen. Ab Mai darf nur noch Sommerbenzin verkauft werden.

Problem Bioquote

Erneute Hiobsbotschaft für Autofahrer. ADAC-Präsident Peter Meyer rechnet laut einem Interview in der Finanzzeitschrift “Euro am Sonntag” mit einem weiteren Anstieg des Benzinpreises durch das E10 Chaos. Nachdem mehrere Mineralölkonzerne erklärt haben, man könne die gesetzliche Quote von 6,25 Prozent Biosprit am verkauften Kraftstoff nicht mehr erreichen,

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Copyright: auto.de

erwartet Meyer nun eine direkte Umlage der drohenden Strafen auf die Bürger. “Die Verbraucher müssen nun über einen weiteren Anstieg der Benzinpreise die Zeche für die dilettantische Einführung von E10 zahlen”, so Meyer. Bereits beim sogenannten Benzingipfel war durchgesickert, dass Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands Klaus Picard, Preisaufschläge auf den Benzinpreis nicht dementieren wollte, würde die Bio-Quote nicht erfüllt werden. Unerklärlich bleibt dagegen, warum die Konzerne erst in diesem Jahr Probleme mit der Quote bekommen, gilt diese doch bereits seit Anfang 2010. Nutznießer wären dabei der Staat und die Mineralölkonzerne. Die Strafzahlungen würden mehrere Millionen Euro mehr ins Staatssäckel spülen, welches sich die Mineralölkonzerne durch Preiserhöhungen direkt vom Endverbraucher holen dürften.

Entscheidung
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Ein möglicher Ausweg aus der Misere wäre ein drastischer Preisnachlass auf E10. Dadurch könnte der Absatz angekurbelt, und die Konventionalstrafen doch noch abgewendet werden. Zudem müssen die Mineralölkonzerne ohnehin ihre verbleibenden Reserven Winter-E10 bis Ende April an den Verbraucher bringen. Aufgrund der niedrigen Temperaturen im Winter weist dieses einen höheren Anteil leicht siedender Bestandteile auf, und darf wegen der Gefahr von Dampfblasenbildung im Sommer nicht mehr verkauft werden. Es wird sich also noch im April zeigen, ob die Ölmultis lieber Strafen in kauf nehmen und die Restbestände Winter-E10 beseitigen, oder es stattdessen zu verbilligten Preisen an den Verbraucher abgeben.

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7 Kommentare
  • Gast auto.de

    Mir unverständlich die Haltung der Autofahrer, da wird der teurere Sprit getankt, damit man das Fahrzeug auf biegen und brechen zum Großteil für unnütze Fahrten am laufen hält, anstatt das man den Multis und dem Staat die Zähne zeigt in dem man das Fahrzeug schlicht und einfach mal stehen lässt. Leute, wir habe es in der Hand! Aber so lange die Unvernunft des deutschen Bürgers größer ist, solange können sich die Multis und der Staat bedienen. Merke, die Nachfrager regelt den Preis!!!

  • Gast auto.de

    Wenn einer E 10 tanken will, soll er doch. Es ist doch die größte Sauerei die hier passiert und es geht noch immer weiter, dass Super 95 zum Preis von Super Plus 98 verkauft wird aber der Staat kassiert. Die Grünen sind glücklich.(fahren die dicksten Autos, kostet ja nichts) Mir kommt kein Grüner ins Auto, egal ob es regnet, schneit oder sonst was.
    Normal müße man für einen Tag das Kfz stehen lassen. Aber komplett. außer Notarzt und Polizei. mal sehen was dann herauskommt.

  • Gast auto.de

    Mir platzt doch gleich der Kragen! Staat und Ölkonzerne arbeiten Hand in Hand, offensichtlicher gehts doch gar nicht mehr. Und Merkel bekommts nicht gebacken. Die Wahlen stehen an, jetzt nutzen alle Parteien diese Sauerei für den Wahlkampf. Was dabei rauskommt ist mir jetzt schon klar! Weitere Abzocke der Melkkuh. Straßenschäden werden weiterhin nicht beseitigt, aber Steuern dafür dürfen wir abdrücken bei jedem mal tanken. Auto stehen lassen 2 Tage, nicht tanken, WIR ALLE ZUSAMMEN: NUR SO KÖNNEN WIR ETWAS ERREICHEN !!!!!

  • Gast auto.de

    ich fahre gerne Auto, ich fahre gerne schnell. damit wurde ich infiziert vor 28 Jahren, Berufsbedingt fahre ich viele versch. Pkw, aber es macht jetzt keinen Spaß mehr. Die Regierung schert sich einen Dreck um die Bürger und labert nur rum, anstatt zu handeln. Wir, die Autofahrer (u. Lkw) bezahlen soviel Steuern! und Spritpreise die zum Himmel schreien! Frau Merkel! Wachen Sie endlich mal auf und unternehmen Sie etwas FÜR die Melkkühe der Nation und nutzen uns nicht ständig weiter aus, um ihren desolaten Finanzhaushalt auf irgend eine Art und Weise auszugleichen!. Spielen Sie doch mal ein paar Wirtschaftspiele am PC um zu lernen, dass man SO nicht mit den Bürgern umgehen kann!

  • Gast auto.de

    @Auto-Fan am 7.4.2011, 12:10 Uhr
    Die Ölmultis regeln den Preis. Wenn man auf dem Land wohnt ist man auf das Auto angewiesen. Auf Bus und Bahn umzusteigen ist nicht so einfach, da sie sehr selten fahren, und man dann noch weite Fußwege in kauf nehmen muß.
    Daher weiterhin e10 Beukottieren und hoffen das sich hier bald was ändert!!!

    Was ich noch lächerlich finde, das die Raffinerien ihre strafen einfach auf uns abwälzen können, und wer ist der Gelackmeierte? Wir Autofahrer
    Wer Profitiert davon???? Natürlich Vater staat, das ist einfach nur Lächerlich

  • Gast auto.de

    Größtes Problem nach wie vor das zu viele auf das Auto angewiesen sind. Ich trage meinen Teil bei und tanke KEIN E10, obwohl ich es könnte und geh auf nicht an den tankfreien Tagen an die Tanke! Weiterhin nutze ich weitgehend freie Tankstellen oder unsere gute alte Esso, die selbst den E10 boykottiert und nur noch Diesel und Super+ anbietet. Letztendlich ist das alles nur Abzocke, bringen tuts der Umwelt nix! Dazu gibts ja hier schon genug Themen dazu. Letztendlich kann man nur enttäuscht von den A********** sein, denen das alles voll am Ar*** vorbeigeht und den schei* tanken!

  • Gast auto.de

    Ich sage nur, tankt kein E10 und fahrt so wenig wie möglich, nur so können wir langfristig durchhalten und zeichen setzen. Ich glaube aber, das der Preis für E10 nicht sinkt sondern für E5 Sorten steigen wird. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht an dem sich die ersten bisher hartnäckigen sagen, dass es finanziell nicht mehr zu tragen ist und werden E10 tanken. Ich glaube die Deutschen haben zu wenig Rückrad um langfristig mal zu zeigen, dass man mit ihnen nicht alles machen kann.
    Ich hoffe ich täusche mich!
    Trotzdem sollten wir, genauso wie die Griechen, auf die Straße gehen und ,al richtig Druck machen.