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Audis Zukunft

Audi will zentrale Plattform für Mobilität werden

Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, nutzte gestern die Jahres-Pressekonferenz des Unternehmens gestern in Ingolstadt nicht nur für die Zahlen des vergangenen Jahres. Er gab ein umfassenden Ausblick: „Allein 2016 investieren wir mehr als drei Milliarden Euro für die Mobilität von morgen und treiben dabei die Elektrifizierung und die Digitalisierung unserer Produkte voran“, so Stadler.

Mit mehr als 20 neuen oder überarbeiteten Modellen will Audi im laufenden Jahr weitere Kunden gewinnen.
Ein wichtiger Baustein des Erfolg in der näheren Zukunft soll dabei der soeben auf dem Genfer Auto-Salon präsentierte Audi Q2 werden. Mit diesem kompakten City-SUV wollen die Ingolstädter insbesondere junge Kunden erreichen. 2016 wird Audi ebenfalls den neuen Q5 vorstellen, der vom zweiten Halbjahr an auch im neuen Werk San Jose Chiapa in Mexiko vom Band rollen soll. 2000 von insgesamt rund 7500 neuen Mitarbeitern entfielen 2015 auf diesen kommenden Audi-Standort.

Audi-Werk Ingolstadt.

Audi-Werk Ingolstadt.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Audi

2016 sollen allein in Deutschland 1200 weitere Experten und 800 Auszubildende die Arbeit an der langfristigen Strategie unterstützen. Stadler bezeichnet sie als „Audi 2025“ mit den Schwerpunkten „Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Urbanisierung“. Audi spricht dabei von „einer zentralen digitalen Plattform für Mobilität“. Mit der Übernahme des digitalen Kartengeschäfts Here von Nokia gemeinsam mit BMW und Daimler sei der Zugriff auf zentimetergenaue und sich in Echtzeit aktualisierende Karten gelunden. Das System kann vorausschauend agieren, weil es nicht nur die Sensoren des eigenen Fahrzeuges, sondern auch die aller anderen Autos nutzt. Der Audi A8 soll 2017 das pilotierte Parken und das pilotierte Fahren bis 65 km/h beherrschen.

2018 soll im Rahmen der Nachhaltigkeits-Aktivitäten das erste voll-batterieelektrische Großserien-Fahrzeug in Produktion gehen. Es wird sich dabei um ein SUV-Modell mit einer Reichweite von ungefähr 500 Kilometern handeln. Stefan Knirsch, Vorstandsmitglied für Technische Entwicklung, kündigte darüber hinaus für die nächsten Jahre und mit Hinblick auf die laufenden oder anstehenden Modellwechsel beim Audi A4, A5 und A8 jeweils ein neues Plug-In-Hybrid-Modell an. Auch bei dem Brennstoffzellen-Antrieb sieht Audi nach wie vor Potential. 2016 läuft bei Audi bereits die fünfte Generation der Brennstoffzelle. Die Ingolstädter haben inzwischen in diesem Feld die Führung im Volkswagen Konzern übernommen.

Der dritte Schwerpunkt der Strategie „Audi 2025“ lautet „Urbanisierung“. Individuelle Mobilität vernetzt sich mit der Stadt der Zukunft. Audi arbeitet also an den Transformationsprozess vom reinen Automobilhersteller zu einem Mobilitätsanbieter. Für die nächsten Jahre werden zur Zeit international skalierbarer Geschäftsmodelle berechnet: „Audi select“ für Kunden, die gerne mehr als ein Modell fahren wollen. „Audi shared fleet“ als Firmenfuhrpark mit dem Extranutzen für Mitarbeiter und „Audi on demand“ für Nutzer, die einen Audi buchen wollen, wo und wann sie wollen. Das Ganze natürlich, wie sollte es anders sein, App-gesteuert.

2015 war für Audi trotz vieler Rekordzahlen ein Jahr der Konsolidierung. Der Rekordabsatz von 1,8 Millionen Audi-Modellen und der Beschäftigungsrekord von rund 85 000 Mitarbeitern weltweit wird ein wenig getrübt durch ein operatives Ergebnis, das um sechs Prozent als 2014 bei 4,8 Milliarden Euro landete. Rund 300 Millionen mussten als ergebniswirksame Rückstellungen verbucht werden. Audi rechnet mit rund 230 Millionen Euro Belastung durch der bekannten Dieselproblematik. Weitere 70 Millionen Euro mussten als Rückstellungen für das Takata-Airbag-Problems in Nordamerika verbucht werden. Um diese Sondereinflüsse bereinigt lege das Operative Ergebnis mit 5,1 Milliarden annähernd auf Vorjahresniveau, unterstrich Finanzvorstand Axel Strotbek bei der Pressekonferenz.

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