Bodensee-Klassik 2017: Viel Prominenz hinter dem Steuer - Magazin von auto.de
Drei Opel GT machen sich jetzt auf den Weg zur Bodensee-Klassik. Auch Rennfahrer-Idol "Jockel" Winkelhock ist dabei.
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Bodensee-Klassik

Bodensee-Klassik 2017: Viel Prominenz hinter dem Steuer

600 Kilometer auf den schönsten Nebenstraßen durch das Allgäu, Oberschwaben, Vorarlberg und das Appenzellerland führte in die 6. Bodensee-Klassik 2017 (4.–6.5.2017).

180 Klassiker aus acht Jahrzehnten Automobilgeschichte

mid Groß-Gerau – Der Skoda Spartak leistet 40 PS und schafft 110 km/h Spitze. Das reicht locker zur Teilnahme an der Bodensee-Klassik.
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Der jüngste stammt aus den 1990er-Jahren, werden im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu bewundern sein. In diesem Jahr starten so viele Vorkriegsklassiker wie nie zuvor. Unter den elf Oldtimern mit Baujahr vor 1939 sind ein Marmon Roosevelt Racer von 1929, ein Talbot London 90 AV von 1933, ein BMW 328 Autenrieth Cabriolet von 1937 sowie ein Opel Super 6 Cabrio von 1938. Aus den Wirtschaftswunderjahren ist ein besonderes Schmuckstück im Starterfeld: ein Opel Kapitän, Baujahr 1956, der als zweimillionster Opel vom Band ging. Bei dem Einzelstück sind die sonst verchromten Teile 24 Karat vergoldet – auch Lackierung und Polsterung des Jubiläums-Opels sind einzigartig.

Die Klassikabteilung aus Rüsselsheim schickt außerdem unter anderem noch einen Diplomat B V8 lang von 1976, einen Kapitän A V8 von 1966 und einen seltenen Lotus Omega von 1991 mit 377 PS ins Rennen. Der Diplomat mit verlängertem Radstand wurde 1976 als Präsidenten-Limousine anlässlich des Deutschland-Besuchs von US-Präsident Gerald Ford eingesetzt wurde. Der Kapitän V8 mit der Startnummer 12 wiederum ist das gesuchteste KAD-Modell der A-Baureihe. Von diesem Kapitän mit Opel-Markenbotschafter Jockel Winkelhock und TV-Star Tim Wilde auf der „Brücke“ wurden lediglich 130 Fahrzeuge mit Achtzylinder produziert. Diese Motorisierung war eigentlich dem Admiral und Diplomat vorbehalten.

Auch andere prominente Fahrer werden sich bei der Ausfahrt hinters Lenkrad oder als Co-Pilot auf den Beifahrersitz setzen. Das Schauspieler-Paar Fritz Karl („Männerherzen“, „Wer früher stirbt ist länger tot“) und Elena Uhlig („Mit Herz und Handschellen“) rollen in einem Volkswagen T2 von 1979 durchs Dreiländereck. Siegfried Rauch (85 Jahre alt) startet in einem Porsche 928 GTS von 1991. Der Schauspieler ist nicht nur langjähriger „Traumschiff“-Kapitän, sondern kennt sich auch bestens mit Autos aus: 1971 spielte er an der Seite von Steve McQueen im Kultfilm „Le Mans“ den deutschen Rennfahrer Erich Stahler.

60er und 70er hoch im Kurs

Bodensee-Klassik.
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Julius Brink, 34, hat schon oft bewiesen, dass er auch abseits des Beachvolleyballfeldes sportlichen Ehrgeiz hat. Bei der Fernsehshow „Let’s Dance“ tanzte er sich 2016 in die Herzen der Zuschauer. Dieses Jahr trat er in der TV-Show „Ewige Helden“ in verschiedenen Disziplinen gegen andere ehemalige Profiathleten an. Vom 4. bis 6. Mai wird er bei der 6. Bodensee-Klassik 2017 einen Porsche 911 Carrera 2 lenken.

Rallye-Fahrerin Isolde Holderied ist im Team Toyota Classic mit von der Partie, und Moderatorin Lina van de Mars fährt die rund 600 Kilometer der Rallye in einem Porsche 928 S von 1983.

Autos aus den 60er- und 70er-Jahren sind bei der Bodensee-Klassik besonders stark vertreten, darunter ein Porsche 356 B Cabriolet von 1963 und das kleinste Auto im Feld, ein Steyr-Puch 500 D (Baujahr 1963) mit nur 500 Kubikzentimeter Hubraum. Auch Fans der 80er-Jahre kommen auf ihre Kosten: Im Starterfeld ist ein Ferrari 308 GTB von 1981, wie Tom Selleck alias Magnum ihn in der gleichnamigen Kultserie fuhr. Der Honda Civic Coupé CRX del Sol und der Ford Bronco von 1995 starten als jüngste Autos.

Für Zuschauer bieten sich viele Gelegenheiten, die 180 Oldtimer und Youngtimer während der Drei-Länder-Rallye aus der Nähe zu bewundern.
Vor dem Startschuss am 4. Mai um 14 Uhr versammeln sich die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen vor dem Bregenzer Festspielhaus. Zu den Höhepunkten entlang der Strecke gehören unter anderem das Erwin-Hymer-Museum in Bad Waldsee, das Bauernhofmuseum Illerbeuren, die Fahrt über den Riedbergpass und der Abstecher in die Schweiz am dritten Tag.

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