Auto-Landkarte Maut im Ausland

Maut in Europa: Alles zu Autobahngebühren in den Top 5 Urlaubsländern der Deutschen

Sommerzeit ist Urlaubszeit und viele Deutsche reisen gerne mit dem Pkw ins Ausland. Anders als hierzulande werden in vielen Ländern Autobahngebühren erhoben. Die Mautgebühren in Europa unterscheiden sich dabei in der Höhe und auch im Abrechnungsverfahren. Urlauber sollten sich vor Reiseantritt daher gut über die Gegebenheiten im Urlaubsland informieren. Eine Checkliste mit allen wichtigen Reisevorbereitungen stellt der ADAC bereit.

Fast jedes Nachbarland erhebt Autobahngebühren. Grundsätzlich haben sich hierbei zwei verschiedene Varianten etabliert. Beim ersten Mautsystem wird eine Vignette erworben, mit welcher dann eine uneingeschränkte Nutzung der gebührenpflichtigen Straßen im jeweiligen Land für einen definierten Zeitraum möglich ist. Andere Länder wiederum rechnen nach gefahrener Strecke ab und erheben die Maut beim Auffahren oder Verlassen der Autobahn. Hinzu kommen möglicherweise Gebühren für spezielle Streckenabschnitte wie Tunnel oder Brücken. Im folgenden Text finden Autourlauber alles zu den Mautgebühren in den Top 5 Ferienländern der Deutschen

  1. Maut in Italien

Italien ist nach wie vor das beliebteste Urlaubsland der Deutschen. Auf dem Weg zu den frequentierten Stränden und sehenswerten Städten sind die meisten Autobahnen gebührenpflichtig. In der Regel wird beim Einfahren ein Ticket gezogen, welches dann beim Verlassen der Autobahn bezahlt wird (geschlossenes System).

Vor allem in der Gegend rund um Mailand wird hingegen das offene System angewandt. Hierbei wird ein Pauschalbetrag an einer Mautstation entrichtet. Auf einzelnen, neuen Autobahnen existiert zudem ein rein elektronisches Mautsystem, bei dem die Autokennzeichen während der Durchfahrt gescannt werden. Die Autobahngebühren in Italien betragen im Schnitt etwa sieben Euro pro hundert Kilometer für Pkw. Teurer wird es mit größeren Fahrzeugen oder einem Gespann, da sich die Maut nach der Anzahl der Achsen und der Fahrzeughöhe berechnet. Zu berücksichtigen: Es müssen die ebenfalls mautpflichtigen Länder Österreich oder Schweiz durchquert werden.

  1. Maut in Frankreich

Frankreich verfügt über ein gut ausgebautes Fernstraßennetz mit wenigen Staus, lässt sich dies aber bezahlen. Außer in der Bretagne und in Gegenden um Großstädte sind die Autobahnen gebührenpflichtig. Die Autobahngebühr in Frankreich liegt für Pkw bis 3,5 t bei durchschnittlich sieben Euro pro hundert Kilometer. Größere Fahrzeuge sind preislich höher eingestuft. An Schildern mit der Aufschrift „Section à péage“ erkennt der Autofahrer den Beginn einer gebührenpflichtigen Straße. Die Zahlung erfolgt an Mautstellen, wobei es sowohl Pauschalen für Kurzstrecken als auch eine streckenabhängige Maut gibt.

Achtung: An den Mautstationen müssen Autofahrer auf die Wahl der richtigen Fahrspur achten. An den „cb-Schaltern“ kann ausschließlich mit Kreditkarte (nicht EC-Karte) gezahlt werden. Die Spur mit der Kennzeichnung „t“ („Télépéage-System“) ist Kunden mit speziellem Ticket an der Windschutzscheibe vorbehalten. Nur an der mit entsprechendem Piktogramm gekennzeichneten Fahrspur ist Personal für eine Barzahlung anwesend.

Ebenso sollten Sie darauf achten, für jeden Mitfahrer eine Warnweste bereitzuhalten. Das ist in Frankreich nämlich vorgeschrieben. Auf Kennzeichenbox.de können Sie ausgewähltes Autozubehör erwerben und sich im Kfz-Ratgeber informieren.

  1. Maut in Österreich

Österreich wird häufig bei Reisen nach Italien oder Kroatien durchquert, erfreut sich aber auch als Zielland zunehmender Beliebtheit. Fast alle Autobahnen und Schnellstraßen sind gebührenpflichtig. Hinzu kommen Sondermautabschnitte für Passstraßen und Tunnel. Die Entrichtung von Autobahngebühren in Österreich erfolgt durch den Kauf einer Vignette, welche vor der Straßenbenutzung an der Windschutzscheibe angebracht werden muss. Es sind drei Varianten mit unterschiedlichen Gültigkeitszeiträumen erhältlich. Für Pkw bis 3,5 t kostet die Jahres-Vignette 85,70 Euro, die 2-Monats-Vignette 25,70 Euro und die 10-Tages-Vignette 8,80 Euro.

  1. Maut in Spanien

Spanien wird zwar häufig mit dem Flugzeug bereist, dennoch gibt es Urlauber, die nicht vor der langen (gebührenpflichtigen) Fahrstrecke durch Frankreich zurückschrecken. Für bestimmte spanische Autobahnen wird Maut erhoben, Schnellstraßen sind hingegen kostenfrei. Stadtautobahnen in allen Großstädten sind ebenfalls kostenlos.

Eine Besonderheit ist, dass die Autobahngebühren von Tageszeiten, Wochen und auch Feiertagen abhängen. Gezahlt wird an Mautstationen nach Verlassen der Autobahn. Schalter mit grünem Pfeil sind normalerweise mit Personal besetzt. Einige Teilstrecken werden mittels Pauschale abgerechnet, das Ziehen eines Tickets entfällt in diesem Fall. Für Pkw (und im Übrigen auch für übliche Gespanne) werden im Schnitt acht Euro pro hundert Kilometer fällig. Spanien zählt im Hinblick auf die Maut demnach zu einem der teuersten Länder Europas.

  1. Maut in Kroatien

Kroatien begeistert durch herrliche Strände, herzhafte kulinarische Genüsse und allgemein günstige Preise. Sämtliche Autobahnen sind gebührenpflichtig. Beim Auffahren wird ein Ticket gezogen, beim Verlassen wird abhängig von der zurückgelegten Strecke gezahlt. Die Autobahngebühren in Kroatien betragen für einen Pkw durchschnittlich sechs Euro pro hundert Kilometer, was im europäischen Vergleich günstig ist. Hinzu kommen Kosten für das Durchqueren des Ucka Tunnels (Autobahn A8, (Rovinj – Rijeka) von ca. vier Euro. Das Überqueren der Festlandbrücke Krk schlägt mit ca. fünf Euro zu Buche.

Achtung: Um Kroatien zu erreichen, müssen in aller Regel österreichische Autobahnen und Tunnel sowie slowenische Fernstraßen (ebenfalls vignettenpflichtig) genutzt werden.

Fazit: Geringe Unterschiede bei den Mautgebühren in Europa

Wer in Europa mit dem Auto Urlaub machen möchte, kommt um Mautgebühren kaum herum. Die Beträge sind in den beliebten Urlaubsländern jedoch annähernd gleich. Das Meiden von Autobahnen ist in der Regel nicht zu empfehlen, da damit eine deutlich längere Anfahrt einhergeht. Natürlich kann auch das langsame Reisen seine Reize haben, um das Urlaubsland kennenzulernen. Wer Mautgebühren komplett umgehen möchte, macht in Dänemark, Luxemburg oder den Niederlanden Urlaub, dort werden keine Autobahngebühren erhoben.

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