Mit EMBATT zum Meilenstein - Magazin von auto.de
mid Groß-Gerau - Forscher arbeiten an der platzsparenden EMBATT-Batterie für E-Mobile. Die Hauptrolle spielt dabei eine beschichtete Folie.
Copyright: Fraunhofer IKTS
Elektromobilität

Mit EMBATT zum Meilenstein

Einer der kritischsten Faktoren zum Durchbruch der Elektromobilität ist die Reichweite. Die Angst der Verbraucher, dass ihnen bei einer längeren Fahrt plötzlich der Saft ausgeht, wollen Forscher nun mit einem neuen Batteriekonzept zerstreuen.

Das Batteriesystem „EMBATT“ vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden und seinen Partnern verspricht eine kompaktere Bauweise und eine zuverlässige Reichweite. Einzelne Batteriezellen sind bei diesem Ansatz nicht kleinteilig getrennt nebeneinander aufgereiht, sondern großflächig direkt übereinander gestapelt. Das genutzte „Bipolar-Prinzip“ haben die Forscher von der Brennstoffzelle auf die Lithium-Batterie übertragen.

„Durch unser neues Packaging-Konzept hoffen wir mittelfristig die Reichweite von Elektroautos auf bis zu 1.000 Kilometer zu steigern“, sagt Dr. Mareike Wolter, Projektleiterin am Fraunhofer IKTS.Wichtigster Bestandteil der Batterie ist die Bipolar-Elektrode. Eine metallische Folie wird beidseitig mit keramischen Speichermaterialien beschichtet, wodurch eine Seite zur Anode wird, die andere zur Kathode. Als Herz der Batterie speichert sie die Energie.Gemeinsam mit den Partnern ThyssenKrupp System Engineering und IAV Automotive Engineering sollen bislang erfolgversprechende Labortests auf die Teststrecke verlagert werden. Bis 2020 sollen dann EMBATT-Batterien für die Erprobung in Elektrofahrzeugen bereitstehen.

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