Klein war gestern - Mega Pickups sind der Trend in den USA Neuwagenverkäufe

Pkw-Markt legt in Westeuropa am deutlichsten zu

Während der Automobilmarkt im Februar in Westeuropa deutlich zweistellig wuchs (+14 %) und in den USA um knapp sieben Prozent zulegte, verlangsamte sich das Wachstum in China auf zwei Prozent. Das Marktvolumen in Russland und Brasilien ging weiter zurück, auch der japanische Markt schwächelte.

Westeuropa verbuchte mit gut einer Million Neuzulassungen nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) den besten Februar seit 2008. In Italien (+27 %), Frankreich (+13 %), Spanien und Deutschland (+12 %) erhöhten sich die Neuzulassungen zweistellig. Im Vereinigten Königreich wuchs der Pkw-Markt um mehr als acht Prozent.

Auch auf den kleineren Pkw-Märkten setzte sich der Erholungsprozess weiter fort. In Irland, Portugal, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Belgien erhöhte sich der Absatz zwischen zwölf und 37 Prozent ebenfalls zweistellig. Griechenland (-32 %) und die Niederlande (-15 %) büßten im Februar hingegen gegenüber dem Vorjahresmonat ein. In den ersten beiden Monaten wuchs der westeuropäische Markt insgesamt um knapp zehn Prozent auf etwa zwei Millionen. Einheiten.

In den neuen EU-Ländern erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen im Februar um 19 Prozent auf 85.700 Einheiten. Seit Januar legten die Pkw-Märkte der neuen EU-Staaten um fast 15 Prozent zu.

Der US-amerikanische Markt für Light Vehicles erreichte im Februar mit 1,3 Millionen Einheiten und einem Plus von sieben Prozent den höchsten Februar-Wert seit dem Jahr 2001. Dabei nahm das Light-Truck-Segment (SUV, Vans, Pick-ups) weiter an Gewicht zu: Während die Pkw-Verkäufe im Februar mit 556.200 Einheiten stagnierten, legte der Light-Truck-Absatz um zwölf Prozent auf 779.500 Fahrzeuge zu. In den ersten zwei Monaten erhöhten sich die gesamten Light- Vehicle-Verkäufe in den Vereinigten Staaten um gut drei Prozent auf circa 2,5 Millionen Einheiten.

Der chinesische Pkw-Markt lag im Februar mit 1,3 Millionen verkauften Neufahrzeugen knapp zwei Prozent über dem Vorjahreslevel. In den ersten beiden Monaten 2016 stiegen die dortigen Pkw-Verkäufe um fast acht Prozent auf 3,5 Millionen Neuwagen.

Starke Einbrüche bei Neuwagenverkäufen auf einigen Märkten

In Japan ging die Pkw-Nachfrage im Februar um rund acht Prozent auf 382 100 Einheiten zurück. Im bisherigen Jahresverlauf reduzierte sich das Marktvolumen um sechs Prozent auf 711.100 Neuwagen. Dabei wirkte sich auch die seit April 2015 geltende Steuererhöhung auf „Kei-Cars“ (Kleinstwagen mit maximal 660 Kubikmeter Hubraum) aus. Die Neuzulassungen in dieser Fahrzeugkategorie gaben in den ersten zwei Monaten um 13 Prozent auf 261.300 Einheiten nach.

Mit einem Volumen von 234.200 Einheiten legte der Pkw-Absatz in Indien im Februar um knapp zwei Prozent zu. Seit Januar erhöhten sich die Neuwagenverkäufe um gut ein Prozent auf 466.200 Einheiten.

In Russland ging der Light-Vehicle-Markt weiter zurück: Der Fahrzeugabsatz erreichte im abgelaufenen Monat ein Volumen von 111.100 Einheiten (-13 %). Seit Januar verringerten sich die Verkäufe um fast 21 Prozent auf 193.100 Einheiten.

In Brasilien wurden im Februar mit 142.300 Fahrzeugen erneut deutlich weniger neue Light Vehicles (-21 %) angemeldet als im Vorjahresmonat. In den ersten beiden Monaten 2016 ist ein Rückgang um 31 Prozent zu verzeichnen.

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