Der Pkw-Weltmarkt hat sich 2015 regional sehr unterschiedlich entwickelt.
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Pkw-Weltmarkt

Pkw-Weltmarkt 2015: Von Rekorden und Einbrüchen

Krasse Gegensätze kennzeichnen die Entwicklung der internationalen Pkw-Verkaufszahlen 2015. Die beiden größten Automärkte USA und China verzeichnen mit 17,4 Millionen (plus 6 Prozent) bzw. rund 20 Millionen Neufahrzeugen (plus neun Prozent) neue Rekordstände.

Die Befürchtungen, dass der chinesische Markt deutlich an Schwung verliert, hat sich auch zum Jahresende nicht bestätigt. Der Trend in den Vereinigten Staaten geht dabei klar weiter Richtung der leichten Trucks, die um 13 Prozent zugelegt haben, wohingegen der Absatz von kleineren Pkw sogar um 2 Prozent zurückgegangen ist.

In Westeuropa läuft das Geschäft mit einem Zuwachs von 9 Prozent auf 13,2 Millionen Neuwagen sehr gut. Einen Boom verzeichnet der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit einem Plus von 91 Prozent in den Niederlanden, was die Experten mit einem Wegfall steuerlicher Anreize für Firmenwagen 2016 reduzieren.

Doch auch in Spanien, Italien, Schweden, Belgien, Dänemark, Portugal und Frankreich stiegen die Verkaufszahlen im zweistelligen Prozentbereich. Die Großmärkte England und Deutschland legten jeweils um 8 Prozent zu.

Einbruch in Russland und Brasilien

Regelrecht eingebrochen sind die Pkw-Verkäufe dagegen in Russland und Brasilien mit Verlusten von 36 Prozent auf 1,6 Millionen Autos bzw. um 26 Prozent auf 2,5 Millionen Neuwagen. Und auch in Japan lief das Autojahr mit 15 Prozent weniger Verkäufen im Jahresvergleich (4,2 Millionen Pkw) mehr als bescheiden.

Grund ist laut den VDA-Experten die vor mehr als einem Jahr erhöhte Mehrwertsteuer. Das Volumen des indischen Pkw-Marktes stieg um 8 Prozent auf rund 2,8 Millionen Fahrzeuge.

Die Zahlen für den Weltmarkt insgesamt liegen derzeit noch nicht vor, da laut dem VDA viele kleinere Märkte noch nicht ausgewertet sind. Die bereits im Dezember 2015 gestellte Prognose von einem leichten Zuwachs um etwa 1 Prozent auf 76,9 Millionen Neufahrzeuge werde voraussichtlich leicht nach oben korrigiert, teilt der Pressesprecher auf Anfrage mit.

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