Die Rallye Dakar wird mehr und mehr zur Schlammschlacht: Die schwierigen Verhältnisse meistert der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb auf der zweiten Etappe am besten und setzt die Bestmarke.
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Rallye Dakar

Rallye Dakar: „Super Seb“ macht Peugeot glücklich

Peugeot gibt mit seinem Wüsten-Buggy 2008 DKR bei der Rallye Dakar das Tempo vor. Dabei kann sich der französische Autobauer auf Rallye-Legende Sebastien Loeb verlassen. Denn der neunmalige Rallye-Weltmeister setzte sich gleich bei seiner ersten Dakar-Teilnahme an die Spitze des Klassements in der Automobil-Wertung. Der Franzose holte sich auf der auf 387 Kilometer verkürzten zweiten Etappe von Villa Carlos Paz nach Termas de Rio Hondo in Argentinien den Tagessieg.

Das deutsche Team PS Laser hat die widrigen Bedingungen gemeistert und landet auf Platz 26.

Das deutsche Team PS Laser hat die widrigen Bedingungen gemeistert und landet auf Platz 26.
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Mit einem Rückstand von 2:23 Minuten belegte Sebastien Loebs Teamkollege und Dakar-Rekordgewinner Stephane Peterhansel den zweiten Platz und sorgte damit sogar für eine Peugeot-Doppelführung. „Das sind gute Nachrichten, denn ich konnte es kaum glauben“, sagte Sebastien Loeb nach seinem Erfolg. In der Tat: Etwa zur Hälfte der gefahrenen Strecke steckte er mit seinem Fahrzeug plötzlich im Schlamm fest und hatte Glück, dass er schließlich weiterfahren konnte. „Ich habe etwa zwei Minuten gestanden. Dann konnte ich wieder zum Feld aufschließen, aber ich war am Limit.“ Abgesehen davon habe es aber keine Probleme gegeben und er sei einen guten Rhythmus gefahren, berichtete der Peugeot-Pilot bei der Zielankunft.

Auf Rang drei landete der Russe Wladimir Wasiljew im Toyota Hilux vor dem Markenkollegen Giniel de Villiers aus Südafrika mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz. „Wir sind recht gut durchgekommen durch diese erste sehr heftige Etappe“, sagte von Zitzewitz. Bei Kilometer 185 habe man jedoch einige Mühe gehabt, ein extrem langes Schlammloch zu überwinden: „Einige andere sind dort steckengeblieben, wir sind aber durchgekommen.“

Das favorisierte X-raid-Team fährt der Spitze momentan noch hinterher, ist aber immerhin mit zwei Fahrzeugen in der Top 10 vertreten.

Das favorisierte X-raid-Team fährt der Spitze momentan noch hinterher, ist aber immerhin mit zwei Fahrzeugen in der Top 10 vertreten.
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Mini mit Problemen

Wie ergeht es den favorisierten Mini-Prototypen des deutschen X-raid-Teams? Der Finne Mikko Hirvonen war als Fünfter an diesem Tag der bestplatzierte Fahrer. Der Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah aus Katar kam in seinem Mini mit vier Minuten Rückstand auf Sebastien Loeb ins Ziel und belegt damit Position acht. „Es war nicht einfach. Wir hatten einen platten Reifen und sind einmal im Matsch steckengeblieben“, sagte Al-Attiyah. Dennoch staunte er über den starken Auftritt der Peugeot-Piloten. Im Gegensatz zum X-raid-Mini und dem Toyota Hilux, die beide über Allradantrieb verfügen, setzt Peugeot bei seinem Buggy-Prototypen auf Hinterradantrieb. Und das zahlt sich bis jetzt aus.

Jürgen und Daniel Schröder vom deutschen PS Laser-Team aus Thedinghausen meisterten alle Hindernisse der Etappe und wurden dafür mit Platz 26 der Tageswertung belohnt. „Das war ein richtig schwerer Einstieg in die Dakar 2016. Doch dank der Motorrad-Erfahrung von Daniel konnten wir die kilometerlangen Schlammpassagen überwinden.“ Nach dem Ausfall der ersten Etappe wegen starker Regenfälle musste das Vater-Sohn-Team sofort von 0 auf 100 durchstarten: „Das haben wir ganz gut gelöst.“

Auf der dritten Etappe steht eine Mischung aus schnellen, flüssig zu fahrenden Abschnitten sowie kurvenreichen und engen Passagen auf dem Programm. Die Route führt von Termas de Rio Hondo nach Jujuy und geht über 663 Kilometer.

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