
Von auto.de-Redakteur Ingo Koecher
Auch an der Tokyo Motor Show geht die weltweite Wirtschaftskrise nicht spurlos vorüber. Und obgleich die Automobilmesse im Land der aufgehenden Sonne von Anbeginn visionär und konzeptionell ausgerichtet war, ist auch hier der Teilnehmerschwund spürbar.
Zehn Aussteller präsentieren in drei Hallen ihre Interpretationen einer automobilen Zukunft unter dem Motto „Fun Driving for Us, Eco Driving for Earth“ - „Fahrspaß für uns, Schutz für die Natur“.
Honda zeigt unter dem Motto: „Creating the never before!" - „Erschaffe, was es nie zuvor gab" eine Mischung aus Automobilen, Motorrädern, Motorgeräten, nicht so recht einzuordnende Mobilitätslösungen wie ein elektrisches Einrad, dass sich vom Fahrer frei in alle Richtungen bewegen lässt. Gelenkt, beschleunigt und gestoppt wird das U3-X durch Verlagerung des Oberkörpers. Zu sehen sind weiterhin Hybridfahrzeuge, ein Elektrofahrzeug mit
Brennstoffzelle und eines mit Batterie. Raumausnutzung und optimiertes Fahrverhalten sind weitere Schwerpunkte.
Mazda stellt das Konzeptfahrzeug Kiyora sowie neue Motoren und ein neues effizientes Automatikgetriebe vor. Die alle unter dem Begriff „Sky-Konzept“ zusammengefassten Konzepte sollen die Bemühungen des japanischen Herstellers um die Reduzierung des CO2-Ausstoßes sowie die Reinhaltung der Luft (engl. Sky = Himmel) verdeutlichen.
Mitsubishi zeigt unter anderem die Konzeptfahrzeuge Concept PX-MiEV und i-MiEV Cargo. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um eine Hybrid- und eine Elektroauto-Studie. Der i-MieEV Cargo misst 3,40 Meter Länge und
verfügt über einen ebenen Ladeboden. Er leistet wie der bereits in Japan eingeführte viertürige i-MiEV 47 kW / 64 PS und hat eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern.
Suzuki gibt unter dem Motto „Small Cars for a Big Future“ einen Ausblick auf die Mobilität der Zukunft. So präsentiert der Kleinwagenhersteller den Swift mit Plug-in-Hybridantrieb, zu sehen ist weiterhin der SX4-FCV mit Hochleistungs-Brennstoffzelle. Mit dem Burgman Fuel-Cell Scooter zeigt Suzuki ein Zweirad mit luftgekühlter Brennstoffzelle und den Rollstuhl Mio, der von einer Direktmethanol-Brennstoffzelle angetrieben wird.
Subaru stellt die Studie einer Hybrid-Limousine mit Flügeltüren vor. Ausgestellt werden ferner das vom
Spezialausrüster Beams gestaltete Plug-in-Modell Stella sowie der Siebensitzer Exiga 2.0 GT in Sportausführung STI (Subaru Tecnica International), dessen Marktstart für Japan geplant ist.
Lexus feiert die Weltpremiere eines neuen zweisitzigen Supersport-Modells, dass zudem der erste reinrassige Sportwagen der Marke überhaupt ist. Zu sehen ist weiterhin das auf der IAA in Frankfurt präsentiere Konzept LF-Ch, das den Einstieg der Toyota-Edeltochter in das Kompaktsegment ermöglichen soll.
Toyota stellt unter dem Arbeitstitel FT-86 die Studie eines kompakten Sportwagens vor. Erstmal zu sehen ist das Elektrofahrzeug FT-EV II sowie der Prius Plug-in Hybrid Concept.
Nissan zeigt die zweisitzige Studie Land Glider sowie das Elektroauto Leaf. Die Besonderheit des als Stadtauto konzipierten Land Glider: Der Wagen neigt sich in Kurven um bis zu 17 Prozent zur Seite – ähnlich einem Motorrad. Die Passagiere sitzen hintereinander. Den Antrieb übernehmen zwei im Heck untergebrachte Elektromotoren. Das ebenfalls vorgestellte Elektrofahrzeug Leaf wird 2010 seinen Marktstart erleben. Die Lithiumionen-Batterien sollen eine Reichweite von mehr als 160 Kilometern ermöglichen.
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1. Auto-Fan schrieb am 12.10.2009, 11:27 Uhr