60 Jahre Land Rover: Ein Ritt durchs Gelände
60 Jahre Land Rover: Ein Ritt durchs Gelände Bilder

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Als Urtyp der Geländewagen gilt der Land Rover. Mit ihm hat
die mittlerweile 60-jährige Geschichte des britischen Herstellers begonnen.

Range Rover (ab 1990 Defender)

Noch ohne den Namen Defender feierte
er als „Land Rover“ 1948 sein Debüt auf der Amsterdam Motorshow. Von
da an entdeckten vor allem das Militär, das Rote Kreuz und
Tierschutzorganisationen das robuste Geländefahrzeug für ihre Zwecke. Im Laufe
der Jahre wurden nur wenige Veränderungen an dem Offroader vorgenommen, bis er
1990 aufgrund der Einführung des Discovery den Zusatz „Defender“
erhielt. Insgesamt gingen bis heute rund 50 Prozent der produzierten Defender
an Militär und Behörden.

Range Rover

Grund für den Erfolg war vor allem seine robuste Bauart; noch heute ist
ein Großteil aller jemals gebauten Fahrzeuge auf den Straßen der Welt
unterwegs.
[foto id=“14994″ size=“small“ position=“left“]Dabei hilft neben dem stabilen Leiterrahmen, der Starrachse und der
allgemein sehr reparaturfreundlichen Technik auch die wegen des Eisenmangels
nach dem Krieg teilweise aus Aluminiumblechen gefertigte Karosserie. Rost kann
ihr nur wenig anhaben. Bis 1970 war der kernige Geländewagen das einzige Modell
des Herstellers. Dann wurde mit dem Range Rover ein geländetaugliches Fahrzeug
mit sehr komfortabler Ausstattung und einem sehr großzügigen Platzangebot
vorgestellt. So hat ein geländegängiger Allrader erstmals sowohl im Schlamm als
auch vor der Oper eine gute Figur gemacht. Heute ist das ganz normal: Luxus-SUV
orientieren sich immer noch an ihrem britischen Vorläufer und verbinden
Lifestyle- und Offroad-Gene.

[foto id=“14995″ size=“small“ position=“left“]Range Rover Discovery

Ein kleineres Schwestermodell ist dem Range Rover erst 1989 mit dem
Discovery zur Seite gestellt worden. Als Familien-Offroader ist er zum
Verkaufsschlager geworden. Bis heute, und damit innerhalb von 19 Jahren, sind
weltweit mehr als 800 000 Einheiten des Discovery verkauft worden.
Zum Vergleich: Erst 1976, 28 Jahre nach
dem Debüt des ersten Land Rover, konnte der Hersteller mit zwei Modellen die
Marke des einmillionsten Fahrzeugs knacken.

Land Rover Freelander & Range Rover Sport[foto id=“14996″ size=“small“ position=“left“]

1997 ist schließlich der Freelander als Premium-Kompakt-SUV auf den
Markt
gekommen, der als erster Land Rover nicht der strengen Geländewagenlehre
entsprach. Er konnte keine Geländeuntersetzung vorweisen und statt Starrachsen
verfügte er über Einzelradaufhängung. Die Karosserie war selbsttragend. Den
vorläufigen Schlusspunkt in der Modellpalette setzte 2005 der Range Rover
Sport, der eine dynamischere Spielart zu seinem Basismodell Range Rover bietet.
Parallel dazu wurden die anderen Modelle kontinuierlich aufgefrischt und
technisch verbessert. Der Hersteller schreibt sich unter anderem Innovationen
wie Aluminiumkarosserie, Luftfederung und Kreuzventile für maximale
Verschränkung, die Bergabfahrthilfe und einen Tankschutz zur Vermeidung einer
Fehlbetankung auf die Fahne.

Studie LRX

Einen Ausblick auf die Zukunft gibt die im Januar 2008 in Detroit präsentierte
Studie LRX mit Turbodiesel-Hybrid-Antrieb. Unter dem hochliegenden,
coupéartigen Blechkleid verbirgt sich ein echter Offroader. [foto id=“14997″ size=“small“ position=“left“]Der Dreitürer mit den schmalen
Scheinwerfern verfügt über einen permanenten Allradantrieb sowie über eine
Bergabfahrkontrolle. Mit seinen kompakten Ausmaßen ist der LRX nahe dem
Freelander anzusiedeln, weshalb seine Serienfertigung noch offen ist. Eine
Entscheidung wird Ende des Jahres erwartet. Um Kannibalisierungseffekte unter
den eigenen Modellen zu vermeiden, ist zudem zu klären, ob er wie die Studie
ein Dreitürer wird oder wie der Freelander ausschließlich als Fünftürer auf den
Markt kommen soll.

Unternehmensgeschichte

Die wirtschaftliche Historie der Marke Land Rover ist immer recht
abwechslungsreich gewesen. [foto id=“14998″ size=“small“ position=“left“]Nach Rover, British Leyland, BMW und Ford gehören
die Geländewagenexperten gemeinsam mit der Schwestermarke Jaguar mittlerweile
zum indischen Mischkonzern Tata. Der ist mit den beiden britischen Neuzugängen
in die Top-20 der größten Automobilhersteller der Welt aufgestiegen und will
sich dem westlichen Wettbewerb auf Augenhöhe präsentieren. Für Land Rover
können neuer Schwung und frisches Geld nur gut sein.

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