Lügen beim Autokauf

Beim Autoverkauf wird viel gelogen
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Und der Volksmund hat doch recht. Schweigen ist Gold, das ist die Devise für den Verkäufer auf dem Privat-Markt für gebrauchte Autos. Nur naive Käufer mit dem Glauben an das Gute im Menschen verlassen sich auf die Ehrlichkeit des Verkäufers. Das galt schon für die sprichwörtlichen Rosstäuscher und ihre modernen Nachfahren, die schweigen sich aus oder lügen sogar. Bei einer Umfrage der Gutschein-Plattform www.vouchercloud.de unter deutschen Autofahrern räumen 57 Prozent ein, beim Verkauf ihres fahrbaren Untersatzes zu einer Lüge bereit zu sein. Da kann es nicht schaden, als Käufer vorsichtig zu sein und einem gebrauchten Auto unter die Haube und unter den Boden zu schauen.

Knapp die Hälfte der Befragten ist im Verkaufsgespräch von gesundem Argwohn geplagt und geht davon aus, dass Verkäufer nicht hundertprozentig ehrlich sind. Die Gelackmeierten sind wie immer die Blauäugigen: denn kein Käufer darf darauf setzen, vom Verkäufer aus freien Stücken über alle Mängel informiert zu werden. Das wäre aber vielleicht auch zu viel verlangt. Beim Eingeständnis des peinlichen Ölverlusts, des mitunter wimmernden Keilriemens oder der leckenden Wasserpumpe und der hin und wieder auftretenden Klacker- und Schleifgeräusche aus dem Antrieb würden wohl die meisten Käufer sofort empört das Weite suchen. Nur 26 Prozent der Umfrage-Teilnehmer würden vollkommen ehrlich Mängel und Probleme offenlegen. Abgesehen von rechtlichen Erwägungen sollten deshalb Käufer immer den zweiten Teil der Volksmundweisheit beherzigen: Reden ist Silber, vor allem, wenn es um Fragen nach Innenleben und Zustand des vermeintlichen Schnäppchens geht.

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