Burgess blickt voraus: Stoners echte Prüfung kommt erst
Burgess blickt voraus: Stoners echte Prüfung kommt erst Bilder

Copyright:

(adrivo.com) Bei der Verteidigung des Titels will man es Casey Stoner schwerer machen. Jeremy Burgess sieht darin die nächste Hürde für den Australier.

Der Gewinn eines WM-Titels ist nie einfach, egal wie einfach es aussehen mag. Die Wiederholung des Titelgewinns ist im Normalfall aber noch schwerer. Deswegen geht Jeremy Burgess, Valentino Rossis Crewchief, auch davon aus, dass es Casey Stoner im kommenden Jahr schwerer haben wird, den Titelgewinn zu wiederholen, da Yamaha und Rossi, aber auch Honda und Dani Pedrosa, sowie der ganze Rest nicht tatenlos zusehen werden. „Das wird sicher die nächste Hürde und die nächste Pflichtübung, die er für seinen Lebenslauf braucht“, sagte Burgess den .

Wie der Australier aber glaubt, wird die Maschine für kommendes Jahr vor allem nach Stoners Wünschen gebaut werden, da er nun der Anführer im Team ist. „Ich kann niemanden in der näheren Zukunft sehen, der ins Team kommt und etwas anderes tut, als seinen Teil beizutragen. Ich denke, er [Stoner] wird nächstes Jahr der Vorzeigefahrer bei Ducati.“ Marco Melandri wird das weniger freuen, der im kommenden Jahr neben Stoner im Ducati Werksteam fahren wird. Burgess meinte auch, dass Stoner die volle Anerkennung für seinen Titelgewinn verdient und nicht nur wegen besserer Reifen oder einer besseren Maschine gewonnen hat.

„Ohne Frage. Er sollte die ganze Anerkennung bekommen, denn es gibt drei Typen auf genau dem gleichen Paket. Das einzige, was anders ist, ist Casey“, meinte Burgess. Er hatte das schon bei Wayne Gardner und Mick Doohan gesehen, die er betreute, als sie Weltmeister wurden. „Sobald sie beginnen, zu gewinnen, verstehen sie, was sie tun. Ich habe das bei Valentino nicht so gesehen, denn er hat das schon getan, bevor er zu uns kam. Aber auch als Valentino in der 500er zu gewinnen begann, siegte er danach weiter und ich denke nicht, dass Casey da anders ist. Wenn man alle da draußen ein paar Mal geschlagen hat, dann hat man keine Zweifel mehr“, erklärte Burgess. Bei Stoner glaubt er sogar, dass der junge Australier niemals an sich selbst gezweifelt hat. Denn in seinem ersten Jahr in der MotoGP war er schon sehr schnell und konnte gute Rundenzeiten fahren und in diesem Jahr hat er das einfach fortgesetzt. „Jetzt ist er eben in einem Top Team und macht einen guten Job.“

Während Burgess aber behauptet, dass Stoner ein wenig wie Doohan sei, indem er weiß, was er braucht, nicht viel sagt, wenn es nicht läuft und mit seinem Wunschmaterial das Bestmögliche anstellt, gibt er auch zu, dass er Stoner zunächst nicht auf der Rechnung hatte. „Voriges Jahr, als er den Vertrag unterschrieb, glaube ich nicht, dass ich es getan habe [ihn als Bedrohung anzusehen]. Als ich mit ihm in den Saisonen davor gesprochen habe, war sein Ziel immer die MotoGP und das war immer wichtiger, als wo er gerade war. Er zeigte aber genug Potential, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Am Ende ging er zu Ducati und ich bin mir sicher, er ist sehr glücklich damit, wo er ist und ich bin mir auch sicher, sie sind glücklich, dass sie ihn haben.“

Die logische Entwicklung hat Stoner für Burgess allerdings ein wenig aus den Angeln gehoben. So wäre es normal gewesen, wenn er in seinem zweiten Jahr in der MotoGP etwas näher an der Spitze gewesen wäre, aber nun sei er schon etwas zu nahe, nach dem Geschmack von Yamaha. „Ich freue mich aber für ihn, dass es so funktioniert hat. Er konnte das Ziel erreichen, dass er erreichen wollte“, sagte Burgess. Ob Stoner so ein Rivale werden wird, wie in der Vergangenheit Max Biaggi und Sete Gibernau, beantwortete er ausweichend – wohl auch deswegen, weil Rossi und Stoner keine offene Fehde austragen. „Aus unserer Sicht werden wir auf ihn aufpassen und auf jeden Anderen, der schnell fährt“, erklärte Burgess einfach.

Darunter wird auch Dani Pedrosa sein, von dem laut Burgess noch nicht viel zu sehen war. Stoners Erfolg würde vor allem den Spanier nicht ganz unberührt lassen, glaubt er. „Vor allem weil Dani Casey in anderen Klassen unter Kontrolle hatte und jeder hier hat erwartet, dass Dani der nächste große Champion sein würde.“ Im Moment ist das nun aber Stoner, doch Burgess erklärte, man müsse nun warten, ob er daran auch anschließen kann. Bei Yamaha werde man es ihm so schwer wie möglich zu machen versuchen. „Wenn er dagegen halten kann, dann respektieren wir die Leistung und das Talent. Es ist unser Job, sicherzustellen, dass er es nicht schafft, da er auf der anderen Seite des Zaunes steht.“, erzählte der Australier.

© adrivo Sportpresse GmbH

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Porsche 911 GT3.

Porsche 911 GT3 Erlkönig schießt durch die Kurve

McLaren plant einen „Open Cockpit“-Roadster.

McLaren baut 399 puristische Roadster

Opel GT (1968–1973).

Sportliche Opel mit Prominenz auf Taunus-Tour

zoom_photo