Dialog-Displays zeigen Wirkung
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In einer Welt, die voller Drohungen, Warnungen und Verbote ist, könne Disziplin am Ende auch gar nicht mehr anders erreicht werden, denkt man – und unterliegt einem Irrtum. An den Tag bringen das ausgerechnet Beobachtungen im Straßenverkehr, dem ja wohl eher selten bescheinigt wird, Musterbeispiele für gegenseitige Rücksichtnahme zu liefern.

Die Unfallforscher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben herausgefunden, dass sich Autofahrer in der Stadt eher an eine Geschwindigkeitsbegrenzung halten, wenn sie ein so genanntes Dialog-Display mit einem dezenten „Langsam!“ ermahnt und mit einem freundlichen „Danke“ belohnt. Eine umfangreiche Untersuchung zum Geschwindigkeitsverhalten an Dialog-Displays war in Berlin vorgenommen worden.

Die bislang in der Fachwelt nicht unumstrittene Methode, an motorisierte Verkehrsteilnehmer zu appellieren, etwa im Straßenbereich vor Schulen besonders vorsichtig zu fahren, erweist sich als durchaus nützlich. An den Standorten derartiger Dialog-Displays habe eine deutliche Verhaltensänderung bei Kraftfahrern beobachtet werden können, resümiert der GDV. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sank, und der prozentuale Anteil derjenigen Kraftfahrer, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten, verringerte sich um bis zu 64 Prozent.

Befragte Fußgänger bestätigten, dass sie sich dank solcher Displays in der Nähe von Zebrastreifen, Verkehrsinseln oder Ampeln sicherer fühlten. Die Untersuchung der Unfallforscher des GDV ergab aber auch, dass sich Auto- und Motorradfahrer nach dem Abbau der Displays wieder zum früheren Verhalten zurückkehren.

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