Die Hondas am Freitag: Gemischte Gefühle
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(adrivo.com) Wenn man bei Testfahrten überhaupt davon sprechen kann, dann musste Honda am letzten Tag auf Phillip Island ein wenig Federn lassen. Unter den ersten Sechs waren lediglich zwei Maschinen des japanischen Herstellers – an den Vortagen hatte das noch anders ausgesehen. Tests sind aber eben nur Tests und deren Zeiten meist nicht besonders aussagekräftig. Das bestätigte auch das Fazit von Nicky Hayden, der als Zweitschnellster eigentlich zufrieden hätte sein müssen, es aber nicht war.

"Am Ende standen wir nicht so schlecht da, aber es wäre netter gewesen, auf Rennreifen schneller zu sein. Ehrlich gesagt waren es hier ein paar frustrierende Tage", sagte Hayden. Was ihn besonders wurmte, war der Umstand, dass er bereits nach den ersten Ausfahrten am ersten Tag Runden von 1:31 Minuten fuhr, sich danach – außer auf Qualifyiern – aber nicht mehr steigern konnte. "Wir haben ein wenig unseren eigenen Schwanz gejagt und ich habe nicht wirklich Reifen gefunden, die ich mochte. Ich hatte beim Rennen voriges Jahr viele Probleme, fand damals aber etwas, das ich gut fand. Diese Option hatte ich diese Woche nicht, also kann ich nicht behaupten, dass ich völlig zufrieden mit der Kombination aus Maschine, Fahrer und Reifen bin."

Gearbeitet hat Hayden dennoch viel. So testete er den alten, konventionellen Motor und auch den neuen mit pneumatischen Ventilen im neuen Chassis. Mit dem alten Aggregat unternahm er auch seine Reifentests. "Das Chassis hat einige gute Dinge gebracht, aber bei dem schnellen Zeug hier nicht genug", meinte er. Wie schnell bei Tests die Stimmung wieder umschlagen kann, weiß aber auch Hayden. Denn nach Sepang war er recht positiv gewesen. "Es ist immer noch früh und noch viel zu erledigen. Wir fahren jetzt noch zwei Tage nach Sepang, haben ein paar Tage frei und werden danach versuchen, einfach fortzufahren."

Etwas anders als bei Hayden war die Stimmung bei Andrea Dovizioso. Er war mit dem Erledigten zufrieden, vor allem mit seiner Arbeit an den Reifen und der Beziehung, die er mittlerweile zu Michelin aufgebaut hat. "Sie haben so schnell auf mein Feedback reagiert, also glaube ich, dass wir noch näher zusammenwachsen werden. Mit Rennreifen ist meine Pace ziemlich gut, aber beim Qualifying-Setup mit weicheren Reifen habe ich immer noch ein paar Vibrationen, die auftreten, wenn ich mit der Motorbremse in die Kurve fahre. Dadurch wird es schwer, auf Qualifikations-Reifen schnelle Zeiten zu erreichen", erklärte der Viertschnellste des letzten Tages. Generell musste Dovizioso aber feststellen, dass er sich sehr wohl auf seiner Maschine fühlt. "Wir müssen beim nächsten Test in Jerez aber am Hüpfen beim Hinterrad während des Bremsens arbeiten", betonte er.

Bei der Gresini-Mannschaft war die Stimmung gemischt. Alex de Angelis fuhr eine Rennsimulation und nannte den Tag danach die längste Session seiner Laufbahn. "Am Ende konnte ich meine Zeit gegenüber gestern aber leicht verbessern, was gut ist. Das zeigt, dass wir konkurrenzfähig sind und ich glaube, dass wir mit der Hilfe von Bridgestone bald besser sein werden", meinte er. Um das zu erreichen, weiß er aber auch, dass noch viel zu tun sein wird. Ein Tiefstapler wollte de Angelis aber nicht sein. "Ich habe schon gezeigt, dass ich ein Top-Fahrer bin und das ist eine große Befriedigung für mich."

Etwas leiser waren die Töne bei Shinya Nakano. Er hatte viel am Setup seiner Honda gearbeitet, von der er glaubt, dass sie ihm in diesem Jahr gute Ergebnisse ermöglichen wird. "Wir haben uns auf die Rennsimulation konzentriert, aber auch Qualifyier probiert. Wir erwarten jetzt, dass wir neues Material von Bridgestone bekommen und haben Vertrauen in ihre Arbeit", meinte er. Teamchef Fausto Gresini war vor allem mit der Rennpace seiner Fahrer zufrieden. Auf Qualifikationsreifen sah er noch etwas Nachholbedarf. "Diese Tests haben uns die Chance gegeben, verschiedenes Material zu probieren und wir verstehen, wo wir noch Fortschritte machen müssen", erklärte er. Insgesamt äußerte er sich aber zufrieden und war schon gespannt, was das Team in Sepang kommende Woche erarbeiten kann.

Beinahe für zwei Tests hatte Randy de Puniet am Freitag gearbeitet. Der Franzose spulte 115 Runden ab und meinte danach wenig überraschend, dass der Tag hart für ihn gewesen war. "Wir haben weiter mit Michelin an der Entwicklung des Aufhängungs-Setup mit Rennreifen gearbeitet. Meine Pace auf diesen Reifen war im Vergleich zu gestern wirklich schnell, meine Rundenzeiten waren heute viel konstanter", meinte er. Nur auf Qualifikations-Reifen tat sich de Puniet schwer, da er am Heck Grip vermisste. "Ich kann auf Qualifyiern schneller sein, also werden wir uns in Jerez de la Frontera in ein paar Wochen darauf konzentrieren. In Spanien werden wir auch den 2008er-Motor bekommen, also freue ich mich schon darauf, dort zu fahren."

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