EU will Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder deutlich senken
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Allein auf deutschen Straßen sterben jährlich etwa 100 Kinder im Alter bis 15 Jahre bei Verkehrsunfällen. EU-weit sind es über 1200. Dies geht aus dem Road Safety PIN-Bericht des Europäischen Verkehrsicherheitsrates (ETSC) über die Verkehrssicherheit von Kindern hervor. Die Ergebnisse des Berichts sowie Maßnahmen, die zur weiteren Verbesserung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr in Deutschland ergriffen werden müssen, waren Thema des „Road Safety PIN Talk“, zu dem der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der ETSC am 6.5.2009 in Berlin mit Unterstützung von Toyota eingeladen hat.

In der gesamten EU würde die Zahl der für Kinder tödlich verlaufenden Straßenverkehrsunfälle um die Hälfte zurückgehen, wenn überall so wenige Kinder im Verkehr sterben würden wie zum Beispiel in Schweden. Das skandinavische Land weist die niedrigste Getötetenrate von Kindern im Straßenverkehr in ganz Europa auf.

Der ETSC schlägt ein ganzes Maßnahmenpaket vor, das auf EU-Ebene sowie nationalen und kommunalen Regierungsebenen umgesetzt werden sollte. Die Mitgliedsstaaten sollten sich als gesondertes Ziel die Verringerung der Anzahl getöteter Kinder im Straßenverkehr setzen und ihr Bestes tun, um eine sichere Umgebung für Kinder zu schaffen, wie zum Beispiel durch die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen oder Tempo-30-Zonen.

Mit Informationskampagnen sollen die einzelnen Staaten auch die Nutzung von Kinderrückhaltesystemen (KRS) fördern und niedrigere Mehrwertsteuersätze für KRS ermöglichen. Ebenso sollten sie für ein größeres Angebot an rückwärtsgerichteten KRS werben, denn viele Experten halten diese für sicherer als vorwärtsgerichtete Sitze. Die EU-Institutionen sollten rückwärtsgerichtete Sitze für Kinder bis vier Jahre sowie den Einbau von ISOFIX-Kindersitzverankerungen als Voraussetzung für die Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis verpflichtend einführen.

Von Schweden und anderen Ländern mit besserer Leistungsbilanz wie zum Beispiel Großbritannien sollte Deutschland lernen, sagte DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner. Er sprach sich auch für eine Stärkung der schulischen und außerschulischen Verkehrserziehung aus.

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