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Facelift Mercedes E-Klasse: Mehr Technik zum alten Preis
Facelift Mercedes E-Klasse: Mehr Technik zum alten Preis Bilder

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Über den Tellerrand geschaut hat Mercedes-Benz bei der Entwicklung der neuen E-Klasse. Die Rezepte, die dem wichtigsten Modell des Hauses zu neuem Schwung verhelfen sollen, folgen dem gegenwärtigen Trend und den direkten Wettbewerbern: Eine prägnanteres Design und mehr Dynamik zeichnen auch schon den Audi A6 und den BMW 5er aus, jetzt soll die geliftete E-Klasse in der oberen Mittelklasse mit den gleichen Waffen wieder die Führung übernehmen. Im Juni steht das Fahrzeug zu Preisen ab 36.420 Euro beim Händler.
Rund 2.000 Teile will Mercedes für das überarbeitete Modell neu- oder weiterentwickelt haben. Grund genug für die Stuttgarter, von einer neuen Modellgeneration zu sprechen, wohl auch um den Ärger mit der technischen Anfälligkeit des Vorgängers vergessen zu machen. „Wir haben unsere Schlüsse aus dem Feedback der Kunden gezogen“, sagt Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Unter den ausgetauschten Teilen befindet sich daher auch die technisch ambitionierte, aber unzuverlässige und für einen großen Rückruf verantwortliche SBC-Bremse, die durch das hydraulische System aus der S-Klasse ersetzt wird.
Optisch ist von der Überarbeitung eher wenig zu bemerken: Der stärker pfeilförmige Grill oder die Lamellen in den Leuchten des Vier-Augen-Gesichts mögen in erster Linie dem Kenner-Blick auffallen. Die neuen Schweller und Heckstoßfänger kennt man indes bereits von den früheren „Avantgarde“-Modellen; nun kommen sie serienmäßig zum Einsatz und verleihen dem Fahrzeug einen insgesamt kraftvolleren, dabei aber weiterhin zeitlos eleganten Auftritt.
Weitaus mehr hat sich unter der Motorhaube getan. Sechs von zehn Triebwerken sind Neu- oder Weiterentwicklungen mit teils deutlich mehr Leistung, wobei der Verbrauch jeweils auf dem Niveau des Vorgängers liegen soll. Und während die Stuttgarter in der Vergangenheit meist wenig zimperlich waren, sich solchen Fortschritt auch fürstlich entlohnen zu lassen, bleiben die Preise zumindest bei den Vier- und Sechszylindern diesmal unverändert.
Einstiegsmotor ist der auf 100 kW/136 PS erstarkte Vierzylinder-Diesel im E 200 CDI; die Leistungsspirale dreht sich hinauf bis zum E 500, der von dem aus der S-Klasse bekannten 5,5-Liter-V8-Benziner mit 285 kW/388 PS angetrieben wird. Darüber thront dann noch die stärkste E-Klasse aller Zeiten, die aus dem Hause AMG stammt und 378 kW/514 PS mobilisiert. Die goldene Mitte und den besten Mix aus Leistung, Fahrspaß und Wirtschaftlichkeit markiert aber ein Diesel: der formidable V6-Selbstzünder im E 320 CDI mit 165 kW/224 PS Leistung, einem bärenstarken Drehmoment von 540 Nm und einer vorbildlichen Laufruhe.
In allen Motorvarianten ist der neuen E-Klasse ein agileres Fahrverhalten zu eigen. Die Lenkung ist direkter ausgelegt und spricht präzise und spontan auf Lenkbefehle an, dürfte aber noch ein wenig mehr Rückmeldung vermitteln. Durch Modifikationen am Fahrwerk verhält sich der Hecktriebler in Kurven jetzt neutraler. Die klassische, komfortbewusste Kundschaft wird aber nicht verschreckt: Immer noch federt die E-Klasse überaus gelassen über Unebenheiten hinweg und fühlt sich auf langen Autobahnfahrten am wohlsten. Dort kann sie Querfugen glatt bügeln und die Insassen mit einem niedrigen Geräuschniveau verwöhnen.
Fortschritte gibt es auch in der Mercedes-Domäne, der Sicherheitstechnik. Highlight ist das erstmals eingesetzte, optional für 1 620 Euro erhältliche „Intelligent Light System“. Dabei handelt es sich um ein variables Abblendlicht mit Bi-Xenon-Technik, das sich unterschiedlichen Gegebenheiten wie Fahrten auf Landstraßen oder der Autobahn anpasst und jeweils eine deutlich bessere Lichtausbeute als herkömmliches Abblendlicht bietet. Nach dem Debüt in der E-Klasse soll die Technik auch in anderen Fahrzeugen angeboten werden. Hinzu kommen blinkende Bremsleuchten, die den Hintermann bei einer Vollbremsung warnen, und das aus der S-Klasse bekannte Pre-Safe-System, das mögliche Unfälle im Vorfeld erkennt und die Unfallfolgen durch diverse Maßnahmen abmildern soll; so werden etwa die Sitze in die optimale Position geschoben. Auch hierfür verlangt der Hersteller keinen Aufpreis gegenüber dem Vorgänger. Die Zeiten sind eben rauer geworden – auch für Mercedes. Michael Hoffmann/mid
Technische Daten Mercedes-Benz E-Klasse:
Limousine/Kombi der oberen Mittelklasse, fünf Otto- und fünf Dieselmotoren von 100 kW/136 PS bis 378 kW/514 PS, Preise von 36.420 Euro bis 95 470 Euro.
E 320 CDI: V6-Diesel, 165 kW/224 PS, max. Drehmoment 540 Nm bei 1 600 – 2 400 U/min, 0-100 km/h in 6,8 Sek., Höchstgeschwindigkeit 250 km/h, Verbrauch 7,3 Liter/100 km, Euro 4, Preis ab 47 210 Euro.
mid

04/06

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