Fahrbericht Triumph Thruxton: Klassischer Café Racer mit der modernen Seele

Fahrbericht Triumph Thruxton: Klassischer Café Racer mit der modernen Seele Bilder

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Fans der Marke Triumph denken beim Namen „Thruxton“ sofort an die spartanischen Café Racer der wilden Sechzigerjahre und an die legendären Rennmaschinen dieser Ära. Heute geht es auf der 8 740 Euro teuren Triumph gleichen Namens gesitteter zu.

So hat sich zum Beispiel die Sitzposition deutlich durch den höher ausgerichteten Lenker verbessert. Lange Etappen verlieren dadurch ihren Schrecken. An den Enden des Lenkers ragen nun schicke Spiegel hervor und zwei neuen Farbvarianten – „Jet Black“ mit Goldstreifen sowie „Aluminium Silver“ mit rotem Streifen – sorgen für eine frische Optik. Der Retro-Stil des technisch modernen Motorrads wird dadurch sehr gefällig in Szene gesetzt.

Triebwerk

Diesem Stil ist auch der Zweizylindermotor verpflichtet. Dieser wird nun zeitgemäß von einer [foto id=“57753″ size=“small“ position=“right“]Einspritzanlage befeuert, aber die Drosselklappenkörper täuschen geschickt zwei Vergaser vor. Während im Inneren die Einspritzdüsen arbeiten, komplettiert ein außen befindlicher Choke das Verwirrspiel. Dass der Choke sogar noch funktioniert, ist ein kleines und feines Detail.

Allerdings auch eins, das kaum je gebraucht wird, springt der luftgekühlte Paralleltwin doch selbst nach einer feucht-nebligen Nacht spontan an, um schon nach wenigen Sekunden in seinen sonor-verhaltenen Lauf zu verfallen. Die Startwilligkeit des 865 ccm großen Triebwerks wurde durch die Einspritzung klar verbessert, die Leistung hingegen sinkt leicht auf 50 kW/68 PS, die bei 7 400 Touren anstehen. Damit liegt der Motor der Thruxton nur minimal über dem Antrieb der eng [foto id=“57754″ size=“small“ position=“left“]verwandten Bonneville. Gleiches gilt beim maximalen Drehmoment von 70 Nm, das bei 5 800 U/min ansteht.

Verbrauch & Kosten

Beim Verbrauch rangiert die Thruxton mit 5,6 Litern Super auf 100 Kilometer einen halben Liter über der Bonneville. In Kombination mit dem 16 Liter großen Tank sind Distanzen von etwa 280 Kilometern möglich. Die Haftpflichtversicherung hält sich beispielsweise bei der AXA mit 119 Euro in einen akzeptablen Rahmen.

Fazit

Die auch für zwei Personen sehr angenehme Sitzbank komplettiert das gelungene Gesamtpaket, [foto id=“57755″ size=“small“ position=“right“]das mit seinen 230 Kilogramm durchaus kurvensüchtig machen kann. Dabei vermittelt die Thruxton eine solide Leichtigkeit, ohne dass sie kippelig wirkt. Natürlich ist die Triumph kein Sportbike, auch wenn sie die sportlichen Gene eines Café Racers in sich trägt und flotte 200 km/h Höchstgeschwindigkeit schafft. Der Charakter der Thruxton ist sicherlich weniger rebellisch als früher, langweilig ist sie deshalb aber noch lange nicht. Denn ungeachtet der modernen Zutaten wie dem Motor oder dem gelungenen Fahrwerk verströmt sie das reizvolle Flair der Sechziger.

Teststeno Triumph Thruxton

Café Racer mit luftgekühlten Zweizylinder-Viertaktmotor,
vier Ventile pro Zylinder, 865 ccm Hubraum,
Leistung 50 kW/68 PS bei 7 400 U/min,
max. Drehmoment 70 Nm bei 5 800 U/min,

Höchstgeschwindigkeit 200 km/h,
elektronische Einspritzanlage, fünf Gänge,
Sitzhöhe 79 Zentimeter,
Tankinhalt 16 Liter,
Leergewicht 230 Kilogramm,
Zuladung 200 Kilogramm,

Verbrauch 5,6 Liter Super auf 100 Kilometer,
Jahresbeiträge bei der AXA-Versicherung KH: 119 Euro (SF 1, Zulassung Düsseldorf, 50 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), TK: 50 Euro (150 Euro Selbstbeteiligung),

Preis 8 740 Euro zzgl. 250 Euro Überführungs- und Nebenkosten.

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