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Fahrbericht VW Crafter: Kantiger Transporter mit geschmeidigem Charakter
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Eine kantige Erscheinung unter den Transportern bietet der VW Crafter. Die dritte Generation des LT gibt es in drei Radständen von 3,25 Metern bis 4,33 Metern, verschiedenen Dachvarianten und Gesamtgewichten.

Gefahren wurde der Lastesel als geschlossener Kastenwagen mit einem Radstand von 3,67 Metern und Hochdach, angetrieben vom 2,5-Liter-TDI-Motor mit 80 kW/109 PS Leistung.

Leicht im Handling

So eckig der Kastenwagen mit seiner markanten Front optisch wirkt, so geschmeidig und rund lässt er sich fahren. Dank Servolenkung und einem relativ niedrigen Schwerpunkt zirkelt der Crafter sowohl beladen als auch unbeladen mit Leichtigkeit um jede Kurve. Die für Front und Heck optional erhältlichen Parksensoren helfen, in kleinen Lücken Platz zu finden. Doch selbst ohne diese Unterstützung ist das Gefährt dank der großen Außenspiegel mit separatem Weitwinkelbereich optimal zu überblicken und präzise zu platzieren. Auch der Wendekreis von 13,60 Metern spricht für seine Agilität, so dass er sich schon dadurch als Umzugswagen genau so anbietet wie für einen Paketdienst.

Beladung mit Europalette durch Gabelstapler möglich

Der Fronttriebler kann von zwei Seiten beladen werden: Große und sperrige Güter lassen sich am besten durch das Heck einladen, da die beiden Türen ein
1,57 Meter breite Öffnung frei geben und sich zudem im 180-Grad-Winkel öffnen lassen. Kleinere Lasten sind schnell und einfach durch die seitliche Schiebetür unter zu bringen, die wahlweise auf der Fahrer- oder der Beifahrerseite platziert ist. Dank der Breite von 1,30 Meter kann hier mit dem Gabelstapler sogar eine Europalette aufgeladen werden. Die an Seite und Heck 67 Zentimeter hohe Ladekante zum elf Kubikmeter fassenden Frachtraum lässt sich recht einfach überwinden. Positiv fällt der Boden der Ladefläche auf, denn der rutschfeste Belag trägt dazu bei, dass die Fracht an Ort und Stelle bleibt und nicht bei Kurvenfahrten hin und her rutscht. Dennoch sind schwere Objekte stets mit Zurrgurten an den serienmäßigen Ösen zu befestigen.

Voll beladen – dennoch flott unterwegs

Selbst wenn mit der Fracht das zulässige Gesamtgewicht von 3,2 Tonnen erreicht ist, lässt sich der Crafter noch relativ flott fahren. Bei der mit Shiftmatic ausgestatteten Version übernimmt das automatisierte Schaltgetriebe mit sechs Stufen den Schaltvorgang immer zur rechten Zeit, der Dieselmotor mit seinen 80 kW/109 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 280 Nm bei 2 000 U/min bietet den nötigen Schub. Mit diesem Antrieb ist der Kastenwagen zwar eher ein Arbeitstier als das von vielen Autofahrern auf Autobahnen gefürchtete „Lastenrennerle“, was ihm aber nichts von seiner Dynamik nimmt. Die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich laut der Papiere auf 144 km/h, im Fahrbetrieb zeigte mit etwas Geduld der Tacho 160 km/h. Nicht nur für die Ohren, sondern auch für die Umwelt angenehm ist die Umstellung von Pumpe-Düse- auf Common-Rail-Technik beim Triebwerk. Es ist serienmäßig mit Partikelfilter, Abgasrückführung und Oxidationskatalysator ausgestattet, so dass die Grenzwerte der Abgasnorm Euro 4 eingehalten werden. Der Verbrauch auf 100 Kilometern liegt durchschnittlich bei neun Litern Diesel. Zu den laufenden Kosten kommt die jährliche Haftpflicht beispielsweise bei der AXA mit 1 162 Euro hinzu.

Ausstattung & Fahrverhalten

Neben den soliden Transporterattributen kann sich der Fahrer auch über zahlreiche Details freuen: Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber, geräumige Ablagen samt Getränke- und Papierhalter bieten Komfort. Für die Sicherheit sorgt das gut abgestimmte Fahrwerk mit seinem leicht untersteuernden Fahrverhalten. ESP mit einer automatischen Beladungserkennung und Fahrerairbag stehen für die passive Sicherheit.

Komfort…

Große Fahrer können sich ohne Sorgen um ihre Kopffreiheit ans Steuer setzen, jedoch sind die Sitzflächen etwas zu kurz geraten und lassen bei langen Fahrten die Beine ermüden. Kleine Fahrer werden sich darüber ärgern, dass der Sitz ergonomisch gesehen kaum optimal einzustellen ist – daran ändert auch nichts das verstellbare Lenkrad. Auch den zwei Beifahrern wird es auf Dauer unbequem auf ihrem Doppelsitz. Außerdem musste Volkswagen beim LT-Nachfolger ein Stück Eigenständigkeit zugunsten der Kosteneinsparung aufgeben: Aufgrund der Baugleichheit mit dem Sprinter von Daimler, der parallel zum Crafter in Düsseldorf und Ludwigsfelde vom Band läuft, befindet sich im Cockpit der Mercedes-typische Funktionshebel links am Lenkrad, der die Blink- und Scheibenwischerbedienung in sich vereint. Dadurch bleibt, wie für Fahrzeuge mit dem Stern üblich, die rechte Steuerseite hebelfrei, so dass im Crafter fast nur das große VW-Logo mittig auf dem Lenkrad eine Verwechselung mit dem Mercedes Sprinter vermeidet.

Fazit

Der Qualität des Transporters stimmt. Er ist zum Preis von 30 065 Euro (ohne MwSt.) ein zuverlässiger und leicht handhabbarer Lastesel mit guter Sicherheitsausstattung, der die Agilität eines Stadtlieferwagens mit der Ladekapazität eines Klein-Lkw vereint.

Teststeno VW Crafter:

Nutzfahrzeug mit Hochdach;
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 5,91 Meter/2,43 Meter/2,71 Meter/3,67 Meter;

Gesamtgewicht: 3,2 Tonnen, Leergewicht: 2,1 Tonnen, Laderaum: 11 Kubikmeter;
Antrieb:
Fünfzylinder-TDI-Common-Rail-Dieselmotoren mit jeweils 2,5 Litern Hubraum, 80 kW/109 PS Leistung, 280 Nm bei 2 000 U/min, Höchstgeschwindigkeit 144 km/h, Verbrauch auf 100 km: neun Liter Diesel, Partikelfilter, Euro 4, CO2: 238 g/km;

ESP mit automatischer Beladungserkennung, ABS, Fahrerairbag;

Beiträge bei der AXA-Versicherung: KH 1 162 Euro (Regionalklasse R5, SF 1), VK 833 Euro (Regionalklasse R1, SF 1), TK 151 Euro (Regionalklasse R2, SB 150 Euro);

Preis: 30 065 Euro (ohne MwSt.).

mid/kosi

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Gast auto.de

Juli 25, 2008 um 8:03 pm Uhr

ist k e i n fronttriebler und 9l/100km sind auch sehr optimistisch

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