Gebrauchtwagenmarkt: Fahrzeuge stehen länger auf den Höfen der Händler
Gebrauchtwagenmarkt: Fahrzeuge stehen länger auf den Höfen der Händler Bilder

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Auch der Gebrauchtwagenhandel bleibt von der Finanzkrise der Automobilbranche nicht verschont: Nach Beobachtungen des Maintaler Unternehmens Eurotax Schwacke ist die Zahl der Tage, in denen Gebrauchtwagen bei den Händlern auf den Höfen stehen, um zehn Tage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Januar bis April gestiegen.

Standzeit kostet…

Bei der Erhöhung der Standzeit allein bleibt es jedoch nicht. Jeder Tag, den ein Wagen auf dem Hof des Händlers verbringt, kostet das Unternehmen durchschnittlich 22 Euro. Nach Berechnung von Schwacke musste der Gebrauchtwagenhandel die zusätzlichen Standtage von Januar bis April mit zwei Milliarden Euro aus den ohnehin leeren Geschäftskassen finanzieren.

Nachfrage nach Jahreswagen gestiegen

Eine deutlich geringere Standzeit haben Händler hingegen bei Jahreswagen zu verzeichnen: Dank der Umweltprämie stehen sie laut Schwacke-Untersuchung nur durchschnittlich 98 Tage vor ihrem Weiterverkauf auf dem Hof. Beinahe die doppelte Zeit verbringen jedoch junge Gebrauchte wie beispielsweise zweijährige Second-Hand-Fahrzeuge auf dem Firmengelände. Diese Pkw finden zum Teil erst nach über einem halben Jahr einen Käufer.

Trend…

Auf dem geschwächten Gebrauchtwagenmarkt sind dennoch parallele Trends zum Neuwagensektor auszumachen: So bevorzugen die Käufer gebrauchte PKW mit Benzinmotoren. Diese stünden im Durchschnitt nur 112 Tage auf den Höfen der Händler, wohingegen Dieselfahrzeuge erst nach 140 Tagen gekauft würden. Laut Schwacke würden bei den Gebrauchtwagen gegenwärtig besonders Fahrzeuge der Mittelklasse zwischen 11.000 bis 16.000 Euro mit einer Laufleistung von unter 100.000 Kilometern nachgefragt. Das Interesse an Pkw mit Hochleistungsmotoren sei hingegen stark rückläufig.

Hyundai bei Käufern beliebt

Nach Schwacke-Beobachtung sind bei nahezu allen Automarken die Standzeiten stark gestiegen. So standen gebrauchte Skoda und Toyota im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durchschnittlich 25 Tage länger vor ihrem Verkauf bei den Händlern. Auch bei Audi und VW habe sich die Standzeit um jeweils 15 Tage verlängert. Lediglich die koreanische Marke Hyundai wurde verstärkt nachgefragt und konnte ihre Standzeit von 106 auf 95 Tage reduzieren.

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