Hyundai Accent: Faires Angebot

In zwei Karosserieversionen mit drei oder vier Türen bringt Hyundai im Sommer den neuen Accent auf den Markt. Drei Motoren und zwei Ausstattungsvarianten stehen für das an der Grenze zwischen Kleinwagen- und Kompaktklasse angesiedelte Modell des koreanischen Herstellers zur Verfügung. Die Preise für den Accent als dreitürige Schräghecklimousine beginnen bei knapp 14 000 Euro, die Stufenheck-Variante ist 1 000 Euro teurer.
Mit dem Viertürer setzen die Koreaner auf jene konservative Kundschaft, die auf der Suche nach einer kompakten Stufenheck-Limousine bei anderen Herstellern immer seltener fündig wird. In Deutschland mag diese Käufergruppe überschaubar sein, in süd- und osteuropäischen Ländern dagegen ist die Karosserieform nach wie vor beliebt.
Zudem ist die gesamte Accent-Baureihe als Weltauto konzipiert, soll also auch in den USA und Asien erfolgreich sein, und das sieht man dem koreanischen Kompakten mit seinem nun zwar etwas frischeren, aber doch weiterhin recht braven Design auch an. Mehr zu erwarten ist in dieser Hinsicht von dem neuen, oberhalb des Accent angesiedelten Modell, das ab dem nächsten Jahr in Tschechien vom Band läuft und speziell für Europa entwickelt wird.
Der Accent will sich dagegen an der Schwelle zwischen Kleinwagen- und Kompaktklasse etablieren und die Interessenten mit guter Ausstattung zu günstigen Preisen überzeugen. Um die 80 Prozent der Kundschaft werden sich, so schätzt Hyundai, für den Einstiegsbenziner mit 1,4 Litern Hubraum und 71 kW/97 PS entscheiden. Der Motor reißt keine Bäume aus und klingt schon bei mittleren Drehzahlen etwas brummig, reicht aber für den Accent völlig aus, um zügig auf ein angenehmes Reisetempo zu beschleunigen.
Einen agileren Eindruck macht der 1,5-Liter-Diesel mit 81 kW/110 PS und einem maximalen Drehmoment von 235 Nm ab 1 900 U/min, der mit 16 790 Euro bei etwas besserer Ausstattung allerdings auch fast 3 000 Euro teurer ist als der Basis-Benziner. Der Diesel und der stärkere Ottomotor mit 82 kW/112 PS stehen nur für die dreitürige Karosserieversion zur Verfügung, das Stufenheck gibt es ausschließlich in Verbindung mit dem 1,4-Liter-Motor. Allen Varianten gemein ist ein ausgewogen abgestimmtes Fahrwerk und eine ausreichend direkt ausgelegte Lenkung.
ESP kostet in allen Versionen 600 Euro Aufpreis und ist erst ab Ende des Jahres verfügbar. Ansonsten geben sich die Koreaner bei der Ausstattung kaum Blößen und liefern alle Fahrzeuge mit sechs Airbags und Klimaanlage aus. Der Innenraum wirkt schlicht, aber gut verarbeitet. Hinter dem Lenkrad finden auch großgewachsene Personen eine gute Sitzposition, hinten dagegen wird es bei 2,50 Metern Radstand ein wenig enger. Dafür gefällt bei der Stufenheck-Version der enorme Kofferraum mit 390 Litern Fassungsvermögen; das Gepäckabteil des Dreitürers schluckt 270 Liter. In beiden Fällen muss aber erst eine kleine Ladekante überwunden werden.
Ein großer Wurf ist der neue Accent sicherlich nicht, aber ein vernünftiges Angebot für preisbewusste und konservative Kunden. Wer den etwas spektakuläreren Auftritt sucht, sollte auf das neue Kompaktmodell warten, das derzeit noch unter dem Kürzel FD firmiert und im nächsten Jahr zunächst als Limousine und später als Kombi, Klappdach-Cabrio und Kompaktvan auf den Markt kommen soll. Michael Hoffmann/mid
Technische Daten Hyundai Accent:
1,4-Liter-Ottomotor, 71 kW/97 PS, max. Drehmoment 125 Nm bei 4 700 U/min, 0-100 km/h in 12,3 Sek., Höchstgeschwindigkeit 177 km/h, Verbrauch 6,2 Liter/100 km, Preis ab 13 990 Euro;
1,6-Liter-Ottomotor, 82 kW/112 PS, 146 Nm bei 4 500 U/min, 10,2 Sek., 190 km/h, 6,4 Liter/100 km, ab 15 290 Euro;
1,5-Liter-Diesel, 81 kW/110 PS, 235 Nm bei 1 900 – 2 750 U/min, 11,5 Sek., 176 km/h, 4,6 Liter/100 km, ab 16 790 Euro.
mid

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