Kahle führt Rallye-Express zum Sieg in Hessen

Poulsen: Mit der nächsten Evo-Stufe wollen wir näher an Matthias herankommen“

Das Trio aus den beiden WRCs und dem Lancer im Recaro-Design hatte bereits nach der zweiten Prüfung am Freitag diese Positionen bezogen und hielt sie mit beeindruckender Konstanz bis zur Zieldurchfahrt. „Das war eine schöne Rallye mit tollen Prüfungen und beeindruckend vielen Zuschauern an der Strecke“, so der DRM-Titelverteidiger Matthias Kahle, „Wir konnten die Tabllenführung übernehmen und das ist hoffentlich der erste Schritt zur Verwirklichung unseres Saisonziels – der Titelverteidigung.“ Die bisher Führenden Hermann Gaßner / Siggi Schrankl (Surheim / Obing, Mitsubishi Lancer Evo 7) liegen vor dem vierten DRM-Lauf bei der AvD Sachsen-Rallye (2. – 4. Juni rund um Zwickau) auf Platz zwei der Tabelle. Dritte sind Maik Steudten / Thomas Fuchs (Bernbeuren / Laurenburg) im Evo-6-Lancer, die auf den letzten WP-Kilometern noch auf die vierte Gesamtposition vorfuhren. Sie verdrängten damit die niederländisch-belgische Paarung Piet van Hoof / Kris Botson im Evo-4-Lancer, die als Spitzenteam einer starken Gaststarter-Fraktion nach Hessen gekommen waren. Die ersten DRM-Punkte des Jahres sammelte die zweitplatzierte Mannschaft im Toyota Corolla. Nach zwei Ausfällen zu Saisonbeginn mussten Kristian Poulsen / Ole Frederiksen im angemieteten WRC starten. Sie ließen es deshalb vorsichtig angehen. Für die kommenden Läufe versprach Poulsen jedoch: „Derzeit bauen wir einen neuen eigenen Corolla WRC auf, der dann auf dem letzten technischen Stand sein wird. Ich hoffe, dass wir mit dieser Evo-Stufe dann auch näher an die Speed von Matthias herankommen.“

Horst Rotter gewinnt beim Heimspiel die Super-1600-Klasse

Eine sehr unterschiedliche Bilanz brachte die Rallye den Teams mit Heimrecht ein. Der Thüringer Olaf Dobberkau musste mit seiner hessischen Co-Pilotin Katrin Becker (Schleusingen / Schlitz, Mitsubishi Lancer Evo 6) den dritten Ausfall der Saison hinnehmen. „Hier wäre echt etwas für uns drin gewesen“, zog die enttäuschte Katrin Becker Bilanz. „Bis zum Aufall waren wir super unterwegs.“ Auch Olaf Dobberkau war tief enttäuscht: „Es lief alles so gut für uns. Ich kam immer besser mit dem Auto zurecht und habe immer mehr zu meiner alten Speed zurückgefunden. Und dann wieder dieses Pech; es ist wie verhext“. Die Fahne der hessischen Rallye-Fraktion hielt vor über 25.000 Zuschauern dafür Horst Rotter hoch, der mit seinem zweiten Super-1600-Sieg in Folge die Führung in der hart umkämpften Klasse übernehmen konnte. „Wir hatten heute viele technische Probleme“, schilderte Rotter, „auf der letzten Runde haben wir noch einige Sekunden verloren. Aber mit 30 Sekunden Vorsprung fährt man auch nicht mehr mit letztem Risiko.“ Die DMSB-Junioren Markus Fahrner und Aaron Burkart liegen nach dem dritten DRM-Lauf punktgleich an zweiter Position. „Unseren Rückstand haben wir gestern eingefahren“, analysierte der zweitplatzierte Fahrner. „Auf den WPs heute haben wir bewiesen, dass wir auf den normalen Prüfungen auch konkurrenzfähige Zeiten erzielen können.“

Zehetmaier / Breuer teilen sich Privatfahrer-Spitzenposition mit Corazza

In der kleinsten Division 5 (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) waren erneut Peter Zehetmaier / Jürgen Breuer (Stephanskrichen / Gaildorf, Honda Civic Type R) das tonangebende Team. Sie holten den Sieg vor Bernd Knüpfer / Alexander Hirsch (Rückersdorf / Tannenberg, Opel Astra OPC), die vom Ausfall der bis dahin Zweitplatzierten Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher (Nalbach / Fluterchen, Honda Civic Type R) profitierten. Das Civic-Team aus dem Saarland rollte nach der neunten WP mit defekter Differenzialsperre aus. Zehetmaier / Breuer konnten durch den dritten Divisionssieg in Folge in der Privatfahrerwertung mit Peter Corazza (Oelsnitz) Schritt halten. Dieser holte als Neunter im Gesamtklassement den zweiten Platz in der großen Gruppe-N-Division 4 (bis 2,5 Liter Hubraum).

Sieg in der Diesel-Division geht an Steinacker / Röhm

Vor heimischer Kulisse konnten Siegfried Steinacker / Björn Röhm (beide Bernshausen) die Division 6 für Dieselfahrzeuge gewinnen. Der Pilot des VW Golf IV TDI freute sich: „Vor eigenem Publikum zu fahren ist einfach nur gigantisch. So oft ist mir auch noch nie Glück gewünscht worden.“ Bei ihrem Sieg konnten Steinacker / Röhm auch vom Pech der Konkurrenten profitieren. Mit Mathias Kuhnert / Jens Söbke (Lahstedt / Warstein) sowie Daniel Schmidt / Karsten Stimpel (Thierfeld / Chemnitz, beide Skoda Fabia RS TDI) waren zuvor seine schärfsten Konkurrenten ausgefallen.

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