Keine Tests mehr, Billigmotoren kommen: Neue Regeln
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(motorsport-magazin.com) Auf einem Meeting des FIA World Motor Sport Council wurden am Freitag jene Regeländerungen bestätigt, die von den F1-Teams und Max Mosley bei einem Treffen am Mittwoch in Monaco beschlossen wurden. Allein durch die Änderungen für das Jahr 2009 sollen die Teams 30% der Vorjahreskosten sparen.

Die beiden wichtigsten Beschlüsse sind die Streichung aller Testfahrten während der Saison, abgesehen von den GP-Freitagen, und die Bereitstellung von Kundenmotoren für die unabhängigen F1-Teams für nicht mehr als 5 Millionen Euro ab der Saison 2010.

Die Änderungen für 2009

Motoren Der Lebenszyklus der Motoren wird verdoppelt, sie müssen drei Rennwochenenden halten. Jeder Fahrer darf in einer Saison maximal acht Motoren verwenden sowie vier weitere für Testfahrten (insgesamt 20 pro Team). Die Motoren werden auf 18.000 Umdrehungen pro Minute begrenzt. Es dürfen keine internen Veränderungen an den Motoren vorgenommen werden. Nur Renault darf eine genau festgelegte Liste an Änderungen an seinem Motor vornehmen, um mit den anderen Teams gleichzuziehen. Alle anderen Motoren bleiben unverändert. Unabhängige Teams erhalten die Motoren zu 50% der 2008er Preise.

Testfahrten Keine Testfahrten mehr während der Saison, außer an Rennwochenenden und in Freien Trainings.

Aerodynamik Ab dem 1. Januar 2009 dürfen keine Windkanäle mit größeren Modellen als 60% und Geschwindigkeiten von 50 Metern/Sekunde eingesetzt werden. Zudem wird den Teams von der FIA eine Formel für Windkanalarbeiten im Vergleich zu CFD-Forschung vorgeschlagen.

Fabrik Die Fabriken werden für sechs Wochen im Jahr geschlossen, um mit lokalen Gesetzen einherzugehen.

Rennwochenende Es soll weniger Personal eingesetzt werden, unter anderem durch eine Zusammenarbeit der Teams bei Informationen zu Reifen und Benzin.

Sportlicher Wettkampf Eine Marktanalyse soll die Reaktion der Fans auf neue Ideen untersuchen, z.B. ein neues Qualifyingformat, Medaillen statt Punkten, etc.

Die Änderungen für 2010

Antriebsstrang Unabhängige Teams erhalten Motoren für weniger als 5 Millionen Euro pro Saison. Die Motoren werden von einem unabhängigen Hersteller oder den Automobilherstellern zur Verfügung gestellt. Ein Vertrag mit einem unabhängigen Hersteller würde spätestens am 20. Dezember 2008 unterzeichnet. Der Motor von 2010 wird auch in den Jahren 2011 und 2012 eingesetzt. Wenn es praktisch umsetzbar ist, werden alle Teams das gleiche Getriebe einsetzen.

Chassis Es wird eine Liste aller Elemente erstellt, die als Leistungsunterschied anzusehen sind. Einige davon sollen für die Saison homologiert werden, andere bleiben frei, so lange es sich um kostengünstige Materialien handelt. Alle Elemente, die keinen Leistungsunterschied herbeiführen, müssen auf die wirtschaftlich effizienteste Weise produziert errden.

Rennwochenende Der Funk und die Telemetrie werden vereinheitlicht. Es kommt ein Verbot des Nachtankens und von Heizdecken sowie dem mechanischem Reinigen der Reifen. In Folge der Ergebnisse der Marktstudie ist eine Verkürzung der Renndistanz möglich.

Fabrik Die Aerodynamikforschung wird weiter eingeschränkt, gleiches gilt für alle anderen Aktivitäten in den Fabriken.

Langfristige Pläne

Für das Jahr 2013 werden die FIA und die FOTA gemeinsam untersuchen, ob ein neuer, energieeffizienter Antriebsstrang eingeführt wird. Die Regeln sollen dabei so gestaltet werden, dass die Forschung einen Nutzen für die Serienentwicklung hat.

Auch ein verbessertes KERS soll zum Antriebsstrang der Zukunft gehören. In der Saison 2009 gehöre KERS zwar schon zum Reglement, sei aber freiwillig. Für das Jahr 2010 arbeitet die FOTA an einem Einheits-KERS. Die FIA erwartet diesbezüglich erste Vorschläge.

adrivo Sportpresse GmbH

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