Kommentar: Lustvoll umsteigen
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Den Repräsentanten von Fiat stand jetzt bei der Wiederbelebung der Marke Abarth das schlechte Gewissen fast ins Gesicht geschrieben. Wie kann man nur in diesen Zeiten Klein- und Kompaktwagen so hochrüsten, dass sie zum sportlichen Fahren taugen und verabscheuungswürdige 155 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen? Wo doch der Sollwert heute für die Flotte bei 140 Gramm liegt und bald auf 120 Gramm abgesenkt werden soll.

Eine Entschuldigung hatten die deutschen Fiat-Manager, die auch Abarth betreuen, gleich parat. Fiat sei immerhin das Unternehmen mit dem niedrigsten Flottenverbrauch in Europa. So weit so gut. Aber reicht das in der heutigen Zeit?

Man möchte ihnen zurufen: Macht weiter so! Denn wenn wir von den hohen Verbrauchswerten herunterkommen wollen, dann reicht es nicht allein, die Motoren zu verbessern. Dann brauchen wir Autos, die auch bei denen Gefallen finden, die bisher nur die Größeren und die Großen bevorzugt haben.

Der Trend beim Kleinen und Kompakten geht entweder in die Richtung, sie mit denselben Komfortelementen auszustatten und deswegen die Verwöhnten herüberzuziehen. Oder er marschiert in Richtung Sportlichkeit. Freude am Fahren können beide vermitteln. Und wer glaubt, mit irgendwelchen Schlichtmobilen das große Geschäft zu machen, der wird nur eine sehr kleine Zielgruppe erreichen.

In Deutschland blüht das Geschäft mit den Kleinen und Kompakten. Das ist sicher nicht nur eine Folge schwindenden Glaubens an höhere Einkommen in der Zukunft oder des hohen Kraftstoffpreises. Offenbar greift eine neue Bescheidenheit um sich, getrieben von der Einsicht, dass kleiner nicht gleichbedeutend mit Verzicht sein muss. Abarth braucht also kein schlechtes Gewissen zur Schau zu tragen, sondern kann selbstbewusst darauf abheben, dass nun mit dem 500 Abarths und dem Grande Punto Abarth sportliche Fahrzeuge angeboten werden, die zum lustvollen Umsteigen animieren.

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