Kovalainens Festplattenfehler: Besser als zuvor
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(adrivo.com) Leichte Kopfschmerzen am Morgen danach, mehr spürte Heikki Kovalainen nicht einen Tag nach dem Spanien GP. Die Kopfschmerzen rührten jedoch nicht von einer wilden Siegerfeier am Abend, sondern von einem heftigen Unfall am Nachmittag. Wie Robert Kubica vor einem knappen Jahr kam auch der Finne ohne Verletzungen und Nachwirkungen davon. Anders als Kubica bestand Kovalainen den vorgeschriebenen medizinischen Test und darf schon beim nächsten Rennen in der Türkei an den Start gehen.

"Diesen Test müssen alle Fahrer zu Beginn ihrer F1-Karriere machen", verrät Kovalainen, der ihn vor seinem F1-Debüt vor einem Jahr in Australien ablegte. "Es ist eine Kombination aus verschiedenen Tests und Berechnungen." Die Ärzte überprüfen dabei, wie das Gehirn arbeitet und ob die Reaktionen stimmen. Am Donnerstagvormittag musste Kovalainen den Test wiederholen – und bestand. "Meine Punktzahl war sogar besser, also muss der Unfall einen positiven Effekt auf mich gehabt haben."

Jenson Button erwartet nicht, dass Kovalainen sich durch den Unfall verändert hat. "Wenn man am nächsten Tag gesund ist, kommt man schnell darüber hinweg", sagt der Brite, der 2003 einen schweren Unfall in Monaco hatte. "Wenn man verletzt ist, denkt man mehr darüber nach." Kubica musste im letzten Jahr ein Rennen aussetzen, aber auch das brachte ihn nicht aus dem Tritt. "Manche sagten sogar, ich sei dadurch besser geworden, was natürlich völliger Blödsinn war."

Den Unfall hat er sich hinterher nicht noch mal auf Video angesehen. "Ich habe ihn live erlebt. Denn ich erinnere mich an den größten Teil des Unfalls", so Kubica. Das ist bei Kovalainen anders. Er hat sich den Unfall am Fernseher angesehen, weil er sich nicht mehr daran erinnert. "Ich habe aber nicht das Bewusstsein verloren", betont Kovalainen. "Ich erinnere mich nur nicht mehr daran." Die ersten Retter hätten ihm aber gesagt, dass er bei Bewusstsein war und versuchte, ihnen bei der Bergung zu helfen. Daran hat Kovalainen selbst keine Erinnerungen.

"Nach so einem Unfall schaltet der Körper als Schutzmechanismus ab, um dein Gehirn und die inneren Organe zu schützen", so Kovalainen. "Es wäre schön, wenn die Erinnerungen eines Tages zurückkommen würden." Seine ersten Erinnerungen setzen im Krankenhaus ein, wo er Teamarzt Aki Hintsa fragte, was sie dort machen würden. "Ich erinnere mich aber nicht daran, dass ich an der Strecke mit der Hand gewunken habe." Diese Erinnerung sei genauso ausgelöscht wie die Tatsache, dass er den Ärzten half, sich aus dem Auto zu befreuen, ihnen sagte, dass er okay sei. "Das liegt daran, dass mein Gehirn verwirrt war und einfach nichts auf meine Festplatte geschrieben hat."

Als bedenklich stuft Kovalainen die Reifenstapel ein, unter denen sich sein Auto verfing. "Ich war okay, so war es nicht schlimm, dass ich nicht gleich herausgeholt werden konnte, aber wenn ich verletzt gewesen wäre, wäre es vielleicht wichtig gewesen, schneller herauszukommen." Wie nah er dem Reifenstapel kam, zeigt, dass er viele Spuren an seinem Helm ausmachte. "Aber der Helm hat seine Arbeit beim Einschlag sehr gut erledigt." Denn Kovalainen blieb unverletzt.

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