Lauda, Piquet und Coulthard: Die Orakel in Bestform

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(adrivo.com) Der letzte große Test vor Saison-Beginn ist Geschichte. Zwar stehen noch ein paar Shakedowns, Aerodynamik-Geradeausfahrten und ein Privat-Test von Honda auf dem Programm, aber im Prinzip ist die Vorbereitung für Melbourne abgeschlossen. Zeit also für die Orakel oder Kenner, je nachdem, um Prognosen zu treffen. Ein sehr bekannter Kenner ist Niki Lauda, der gegenüber der Kronen Zeitung schon einmal eine Ferrari-Dominanz prophezeite. Eine halbe Sekunde bis acht Zehntel sollen die Roten schneller sein als die Konkurrenz.

In Melbourne werde man allerdings noch nicht die genaue Hackordnung in der Formel 1 sehen, betonte der dreifache Weltmeister. "Melbourne ist ein atypischer Kurs, wie Monaco. Die wahren Kräfteverhältnisse werden wir erst beim zweiten Rennen in Malaysia kennen", erklärte der Österreicher. Einmal sehen, ob Ferrari dann auch noch so weit vorne liegt, wie vorhergesagt. Hinter der Spitze tat sich Lauda übrigens schwer. Williams sah er manchmal auf drei, Renault war für ihn undurchsichtig und bei BMW Sauber wollte er Schwierigkeiten bei der Aerodynamik erkennen. Red Bull wollte er aufgrund der Fahrten mit wenig Sprit gleich gar nicht beurteilen.

Etwas düster sah die Prognose von Nelson Piquet Jr. aus, der sein Renault-Team nicht in der Nähe von Ferrari und auch nicht in der Nähe von McLaren vermutete. "Wir versuchen, gegen BMW, Red Bull und Williams zu kämpfen. Wir erwarten keine Renn-Siege", sagte der Brasilianer. Das bezog er auf normale Rennen, wenn es so verrückt wird wie beispielsweise im Vorjahr in Fuji, dann traut er sich und dem Team auch den Kampf ganz vorne zu.

"Wir können ein Rennen gewinnen, aber wir haben im Moment nicht den Speed dazu", betonte Piquet. Immerhin konnte er vermelden, dass er sich in seinem Auto mit jedem Mal wohler fühlt. Deswegen würde es ihm auch ganz gut gefallen, doch noch den einen oder anderen Testtag zu haben "Wenn wir mehr Zeit hätten, wären wir natürlich noch bereiter. So sind wir noch nicht bereit für Siege", gestand er aber ein.

Auch nicht ganz auf der optimistischen Seite zuhause war David Coulthard, der es schon als guten Saison-Start ansehen würde, wenn er sich unter den Top Ten qualifizieren und ein paar Punkte holen könnte. "Natürlich hätte ich gerne mehr, aber bleiben wir mit den Beinen am Boden", sagte der Schotte gegenüber der offiziellen Website der Formel 1. Den RB4 bezeichnete er jedenfalls nicht als Titel-Auto. "Als ich zu Red Bull kam, wusste ich, dass die Ressourcen da sein würden und ich wusste, dass ich einen Teil bei der Entwicklung beitragen könnte – ob als Fahrer oder mit meiner Erfahrung. Und im Endeffekt ist Racing vorne oder Racing in der Mitte immer noch Racing", betonte Coulthard aber.

Immerhin konnte er sich darüber freuen, dass die Zuverlässigkeit bei den Testfahrten viel besser ausgesehen hatte als im Vorjahr, was er darauf zurückführte, dass die Änderungen bei den Arbeitsabläufen in der Fabrik ihre Wirkung gezeigt haben. "Wir haben voriges Jahr zu viele Punkte verschenkt – das wird nicht wieder passieren", sagte er. Als große Konkurrenten im Punktekampf erachtete Orakel Coulthard Williams, Renault und vielleicht auch Toyota. "Ich weiß nicht, wo BMW Sauber im Moment ist – ob sie leicht vor uns liegen oder nicht. Wenn man es aber als gegeben annimmt, dass Ferrari und McLaren vorne liegen, dann kämpft diese Gruppe um die Plätze fünf bis zehn." In Melbourne wird es sich zeigen oder vielleicht auch erst in Malaysia – irgendwann jedenfalls.

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