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Lexus IS: Exoten-Kosmetik

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Leicht überarbeitet rollt der Lexus IS jetzt in das Modelljahr 2009. Während sich die Designer auf Eingriffe beschränkten, die auf den flüchtigen Blick kaum zu erkennen sind, wurde der Fahrkomfort erhöht und die Ausstattungsliste erweitert.

Das Mittelklasse-Modell der japanischen Toyota-Tochter ist weiterhin wahlweise mit einem 2,2-Liter-Dieselmotor und einem 2,5-Liter-V6-Benziner zu Preisen ab 29 810 Euro erhältlich. Als vorläufiges Einstiegsmodell von Lexus – ein Kompaktwagen als Wettbewerber zu BMW 1er und Audi A3 ist beschlossene Sache – gehört der IS nach wie vor zu den Exoten auf dem deutschen Markt:

Mit bislang rund 1 100 Neuzulassungen im Jahr 2008 und einem Marktanteil in der Mitteklasse von 0,2 Prozent hat der Viertürer keinen bleibenden Eindruck im deutschen Straßenbild hinterlassen. Nur Kennern werden daher die optischen Neuerungen des Facelift-Modells auffallen: die neugestaltete Chromumrandung des Kühlergrills, der Leuchtenschwung in den Heckscheinwerfern und die in die Außenspiegel gewanderten seitlichen Blinker.

Im sauber verarbeiteten, aber reichlich eng geschnittenen Innenraum gibt es neue Chromapplikationen an der Mittelkonsole. Bisher mangelte es dem IS spürbar am sonst von der Marke bekannten hohen Komfort. Die Japaner hatten beim Versuch, den BMW 3er auf dem Gebiet der Fahrdynamik herauszufordern, den Federungskomfort vernachlässigt. Im Zuge der Modellpflege ist das Fahrwerk noch einmal überarbeitet worden und gibt sich nun etwas ausgewogener.

Neu ist zudem das in allen Versionen serienmäßige Fahrdynamik-Management VDIM, das den Hecktriebler durch frühzeitige Regeleingriffe der Stabilitätskontrolle und die Vernetzung mit der Servolenkung in der Spur halten soll.

Vor allem in Kombination mit dem 153 kW/208 PS starken V6-Benziner im IS 250 spielt die Limousine nun eine neue Stärke aus: die des souveränen und handlichen Gleiters mit Sport- und Kurvenpotenzial. Der Benziner ist nur noch in Verbindung mit der präzisen Sechsstufen-Automatik erhältlich, die ohne merkliche Schaltrucke arbeitet und zumeist ideale Schaltpunkte wählt. Zusätzlich können die Gänge manuell über Schaltwippen am Lenkrad gewechselt werden.

Das manuelle Sechsganggetriebe wird mangels Nachfrage aus dem Programm genommen und nur noch in Kombination mit dem 2,2-Liter-Diesel im IS 220d angeboten. Dem auch aus Toyota-Modellen wie Auris und Avensis bekannten Vierzylinder-Motor mit 130 kW/177 PS fehlt allerdings jenes Maß an Laufruhe und gleichmäßiger Kraftentfaltung, das moderne Selbstzünder der deutschen Premium-Konkurrenz auszeichnet.

Auch die etwas sperrige Schaltung trübt die Freude am Fahren, die Lexus sich mit dem IS eigentlich auf die Fahnen schreiben wollte. Dass es der Diesel nicht in die nächste Modellgeneration schaffen wird, ist daher kein Verlust, den man bedauern müsste. Fahren und sparen sollen die IS-Kunden der Zukunft nicht mit einem Selbstzünder, sondern mit einem Vollhybridantrieb.

Kurzbewertung

+ handliches Fahrverhalten
+ harmonische Automatik beim V6-Benziner- Diesel mit schwacher Laufkultur

– knappes Platzangebot im Innenraum

Technische Daten Lexus IS:IS 250

Motor:
2,5-Liter-V6-Benzinmotor mit 153 kW/208 PS,
max. Drehmoment 252 Nm bei 4 800 U/min,
0-100 km/h in 8,4 Sek.,
Höchstgeschwindigkeit 225 km/h,

Verbrauch 9,1 l/100 km,
CO2-Ausstoß 214 g/km,
Preis ab 34 740 Euro.

IS 220d:
2,2-Liter-Dieselmotor mit 130 kW/177 PS,
400 Nm bei 2 000-2 600 U/min,
8,9 Sek.,
220 km/h,
6,1 l/100 km,
163 g/km,
ab 29 810 Euro.

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