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Lexus legt RX neu auf
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SUV-Fahren ohne schlechtes Umwelt-Gewissen will ab Ende Mai der neue Lexus RX 450h bieten.

Der 4,78 Meter lange Allrader mit Hybridantrieb dürfte deutlich weniger als sieben Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern benötigen. Grund sind zahlreiche kleine Verbesserungen an der bereits im Vorgänger eingesetzten Kombination von Benziner und zwei Elektromotoren. Preise stehen noch nicht fest, zu rechnen ist mit rund 53 000 Euro. Seine Premiere feiert der Fünfsitzer auf dem Genfer Salon (5. bis 15. März).

 

Doppelantrieb

Der RX ist das erfolgreichste Hybrid-Fahrzeug der Toyota-Tochter in Deutschland. Über 90 Prozent der Fahrzeuge dieser Baureihe werden mit dem sparsamen Doppelantrieb verkauft, die alternativ angebotene Version mit V6-Benzin-Motor führt ein Nischendasein. Das wird sich wohl auch bei der Neuauflage nicht ändern, auch wenn die konventionell motorisierte Version RX 350 bereits Ende März und somit mit einigem Vorsprung zum Händler kommt. Wie bei Lexus gewohnt, ist der RX als Vollhybrid ausgelegt. Das heißt, dass sowohl kombiniertes Fahren mit beiden Motoren als auch die rein elektrische Fahrt möglich ist. Auf langen Strecken und bei hohem Tempo übernimmt die Hauptarbeit der Verbrennungsmotor, ein 3,5-Liter-Triebwerk mit 183 kW/249 PS. Der Motor arbeitet nach dem Atkinson-Prinzip, das einen besonders niedrigen Verbrauch ermöglicht. Haken dabei ist die schwache Beschleunigungskraft bei niedrigen Touren, die der Lexus aber mit seinem 123 kW/167 PS starken Elektromotor ausgleichen kann. Dieser kommt beim Anfahren und Beschleunigen ins Spiel, zudem lenkt er auch während normaler Fahrt einen Teil seiner Kraft an die Vorderräder, so dass der Verbrennungsmotor immer im optimalen Drehzahlbereich arbeiten kann.

 

Planetengetriebe

Die komplizierte Verteilung der Motorkräfte zwischen Rädern, Stromgenerator und Traktionsbatterie übernimmt ein Planetengetriebe mit Leistungsverzweigung. Für den Fahrer fühlt sich das an wie ein stufenloses Getriebe, alternativ kann er vordefinierte Übersetzungen per Hand wählen. Der zweite Elektromotor, der ausschließlich die Hinterräder antreibt, leistet 50 kW/68 PS und ist im Normalfall inaktiv, erst bei starker Beschleunigung oder fehlendem Grip der Vorderräder greift er ein.

Stromversorgung

Die Stromversorgung der Elektromotoren übernimmt weiterhin eine Nickel-Metallhydrid-Batterie. Die leistungsfähigere Lithium-Ionen-Technik soll später kommen, dann in Verbindung mit der Möglichkeit, über die Steckdose aufzutanken. [foto id=“63114″ size=“small“ position=“right“]Bis auf weiteres werden die Traktionsbatterien daher über den Verbrennungsmotor und die Rückgewinnung von Bremsenergie geladen.

 

überarbeitete Technik

Alle Komponenten der Technik wurden für die Neuauflage überarbeitet. So soll etwa die Steuereinheit für den Antrieb leichter und sparsamer sein als bisher. Zusätzlich sorgt ein System zur Wärmeenergie-Rückgewinnung im Abgasstrang für Einsparungen. Die Hitze des Verbrennungsgases wird dem Kühlkreislauf des Motors zugeführt und erwärmt das Aggregat nach dem Anfahren schneller; so kann die Hybridtechnik bereits nach kurzer Strecke einsetzen. Außerdem verfügt das SUV über eine neue Abgasrückführung, die den Schadstoffausstoß verringert.

weiter auf Seite 2:Äußerlichkeiten; Innenraum; Fahrwerk; Fazit

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Äußerlichkeiten

Äußerlich bleibt die dritte Generation des Luxus-SUV dem Vorgänger treu und setzt weiterhin mehr auf Dynamik als auf bulligen Offroad-Stil. Die große Bodenfreiheit und die hohe Schulterlinie werden von einem zum Heck hin abfallenden Dach ausgeglichen, an der Front finden sich etwas stärker geschlitzte Scheinwerfer und ein vergrößerter Grill. Insgesamt soll der RX durch seine fließenden Formen den geringsten Windwiderstand in seiner Klasse besitzen.

 

Innenraum

Der Innenraum wirkt aufgeräumter als bisher, was vor allem einem neuen Bediensystem zu verdanken ist. Funktionen wie Navi, Radio und Bordcomputer werden zentral über einen Joystick in der Konsole zwischen den Vordersitzen gesteuert, der sich an die Bediensysteme von Audi, BMW und Mercedes-Benz anlehnt.

 

Fahrwerk

Beim Fahrwerk bietet Lexus nun drei Techniken zur Auswahl an: Neben der Basisvariante mit Schraubenfedern gibt es eine [foto id=“63116″ size=“small“ position=“right“]besonders komfortable Luftfederung oder eine eher dynamische Version mit aktiven Stabilisatoren.

 

Fazit

So ausgerüstet soll das neue Hybrid-SUV im Wettbewerb gegen die in Deutschland deutlich populäreren Diesel-Pendants punkten. Zumindest die Papierwerte lassen das Unterfangen hoffnungsvoll aussehen. Der Verbrauch von weniger als sieben Litern und ein CO2-Ausstoß von deutlich unter 160 Gramm pro Kilometer schlägt die Daten vergleichbarer Diesel-SUV der deutschen Premiumhersteller deutlich. Beim Kaufpreis wollen die Japaner auf gleichem Niveau sein.

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