McLaren vs. Italien – Der Justizminister schaltet sich ein

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(adrivo.com) Nach den Unmutsäußerungen von McLaren über das Vorgehen der italienischen Behörden sieht sich der italienische Justizminister zu einer Klarstellung gezwungen.

Scharfer Protest…

Der ominöse Besuch der italienischen Justizbehörden im McLaren-Motorhome kurz vor dem Beginn des Qualifying, bei dem den Teamverantwortlichen Ron Dennis, Jonathan Neale und Martin Whitmarsh formal mitgeteilt wurde, dass gegen sie ermittelt wird, hat weite Kreise geschlagen. McLaren sah darin ein von der roten Konkurrenz initiiertes Störmanöver und protestierte in einer ungewöhnlichen Schärfe.

Verhör endet ohne Anklage

„McLaren wurde gestern von den italienischen Behörden kontaktiert, wurde aber nicht wegen irgendetwas angeklagt. Wir gehen stark davon aus, dass das Timing dieser völlig unnötigen Kontaktaufnahme – kurz vor dem Start des Qualifyings – nur dazu da war, um die Vorbereitung für diese wichtige Session und auch die Anhörung beim World Motor Sport Council am Donnerstag zu stören“, ließ das Team in einer offiziellen Presseerklärung wissen.

Justizminister verteidigt Vorgehen

Ein Vorwurf, den die italienischen Behörden offenbar nicht auf sich sitzen lassen wollten. So meldete sich der italienische Justizminister Clemente Mastella höchstselbst zu Wort, um das Vorgehen seiner Behörde zu verteidigen. „Einige glauben, dass Ferrari Druck auf den Magistrat ausgeübt hat, der allerdings immer vollkommen eigenständig arbeitet“, stellte Mastella in der klar. „Wenn der Sport es schafft, sich unabhängig zu schützen, dann gibt es auch keine Intervention des Magistrates. Wenn allerdings enorme Gesetzesverletzungen über den Sport hinaus vorliegen, dann interveniert ein ordentliches Gericht, ohne dass eine Überlappung besteht“, so der Justizminister weiter.

Höflich und diskret sei alles verlaufen…

Auch McLaren Teamchef Ron Dennis war nach dem Doppelsieg seiner Silberpfeile darum bemüht die Wogen zu glätten. „Sie waren sehr höflich und wollten die Sache diskret behandeln. Es war ein sehr einfaches Treffen ohne Aggressionen oder dergleichen“, sagte Dennis laut . „Sie mussten es tun, um klarzustellen, wer gebraucht wird, um McLaren in Italien zu repräsentieren, wenn es nötig ist. Es ist ein absolut gebräuchlicher legaler Prozess in Italien.“ Außerdem stellte Dennis klar, dass es sich bei den Überraschungsgästen nicht um Polizisten gehandelt hätte, wie ursprünglich gemeldet, sondern um Behördenvertreter.

© adrivo Sportpresse GmbH

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