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Mégane CC 2.0 dCi: Mit Diesel eine starke Nummer
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Ganzjahres-Cabrio

Schmuddelwetter. Nur selten findet die Sonne einen Weg durch die dicken Wolkenberge. Immer wieder Schauer, die das Cabriofahren zu einer echten Herausforderung machen. Da hilft derzeit auch ein Ausflug in südliche Gefilde nur wenig. Doch auch ein geschlossenes Verdeck ist im Mégane CC kein Grund zum Trübsal blasen. Der Franzose hat im Dach nämlich ein Gute-Laune-Fenster, das den Innenraum auch beim übelsten Wolkenbruch noch etwas erhellt. Und wenn es die Sonne dann doch schafft, ist der Klappmechanismus per Knopfdruck in wenigen Augenblicken im Heck verstaut.

Stark gemacht

Am anderen Fahrzeugende, unter der Motorhaube, steckt ein echtes Sahnestück: ein 2,0-Liter-Turbodiesel mit 150 PS (110 kW). Das Common-Rail-Aggregat konnte bislang in jedem Modell überzeugen. Egal ob im großen Van Espace oder in der Limousine Laguna oder – wie jetzt – im Cabrio Mégane CC. Der Vierventiler glänzt mit ausgeprägter Laufruhe und einer angenehm gleichmäßigen Leistungsentfaltung. Zwar gönnt auch er sich, wie fast alle Turbodiesel, nach dem Tritt aufs Gaspedal die obligatorische kurze Atempause. Doch dann schnurrt der Vierzylinder zügig davon. Von null auf Tempo 100 geht es in 9,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 213 km/h erreicht. Bei hohem Tempo bleibt der Franzose stur auf Kurs und auf kurvigen Landstraßen bewegt er sich mit sicherem Tritt. Selbst unter Last bleibt der Umgangston zurückhaltend. Das gilt auch für den Verbrauch. Er schwankte im Testbetrieb zwischen fünfeinhalb und acht Liter. Dickes Manko ist jedoch der fehlende Dieselpartikelfilter. Beim 1,9-Liter-Turbodiesel ist Renault da schon einen Schritt weiter.

Für das große Gepäck

Mit offenem Verdeck fasst der Kofferraum 190 Liter, geschlossen sind es satte 490 Liter. Das können auch die Wettbewerber, die neuerdings mit einem dreigeteilten Dach aufwarten, kaum besser. Dass der Mégane nicht mehr ganz taufrisch ist, merkt man dennoch an seiner Karosserie. Die wirkt zwar – trotz üppigem Hinterteil – wie aus einem Guss. Und die Seitenlinie scheint durch den Verzicht auf die mittlere B-Säule luftig und leicht. Doch Kopfsteinpflaster oder Bahnübergänge bringen spürbar Leben in den Aufbau. Schlimm ist das nicht wie die 5-Sterne-Bestwertung beim Crashtest beweist – eher ein Schönheitsfehler. ABS, ESP, Bremsassistent, Front-, Seiten und Anti-Submarining-Airbags in den Sitzflächen sorgen für die entsprechende Sicherheit. Letztere sind aufblasbare Metallschienen. Sie verhindern, dass der Körper bei einem Crash zu tief in den Sitz einsinkt und unter dem Beckengurt durchrutscht.

Individualität

Gestartet wird per Chipkarte und Knopfdruck, die Handbremse erinnert an den Gasschubhebel eines Flugzeugs und der Tankverschluss ist in den Deckel integriert – praktische Details für den Alltag. Die Sitzposition ist einige Millimeter tiefer als in der Limousine, was den sportlichen Charakter unterstreichen soll. Cabrio-typisch geht es im Fond eng zu. Zudem ist der Weg zu den knapp bemessenen Polstern etwas mühselig. Trotz Easy-Entry-Funktion. Wird der Vordersitz nicht allzu weit nach hinten geschoben, lässt es sich in der zweiten Reihe dennoch auch mal während einer längeren Strecke aushalten. Zumindest mit geschlossenem Dach. Offen zerrt der Wind auf der Autobahn mit Orkanstärke an den Haaren. Werden die hinteren Plätze mit einem Windschott abgedeckt, kehrt auch für Fahrer und Beifahrer Ruhe ein.

Üppig gestückt

Der Mégane CC 2.0 dCi präsentiert die Ausstattungslinie Dynamique als günstigste Variante. Für 28.650 Euro gibt es 16-Zoll-Alufelgen, Bordcomputer, etwas Chrom- und Lederschmuck und das Confort-Paket. Es beinhaltet neben der Klimaanlage allerlei praktische Helferlein, wie Licht- und Regensensor und beheizbare Außenspiegel. Die lassen sich im Testwagen dank Luxe-Paket (1.500 Euro) elektrisch anklappen. Der Außenspiegel blendet automatisch ab, das Klima wird automatisch geregelt und ein CD-Radio ist an Bord. Lederpolster gibt es im Style-Paket zusammen mit beheizbaren Vordersitzen und 17-Zoll-Bereifung für weitere 1.300 Euro. Im Vergleich zu vielen Wettbewerbern ein Schnäppchen. Der Blick in die Preisliste zeigt, dass der Kunde allein mit diesem Paket 800 Euro spart.

Fazit

Der 2.0 dCi ist ein richtiger Jungbrunnen für das Mégane Cabrio. Nur in Sachen Russpartikelfilter muss Renault schnellstens nachbessern.

www.mototype.de, Holger Schilp

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