NAIAS: Hoffen und Bangen

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Die befürchtete Totenmesse in Detroit ist ausgeblieben. Die wichtige Neuheitenshow in der Heimat der amerikanischen Autoindustrie gibt sich trotz der weltweiten Krise an der Oberfläche bunt und glitzernd, denn statt Depression regiert auf der North American International Auto Show (bis 25. Januar) Zweckoptimismus:

Man stellt sich der Herausforderung und will sie meistern. Worin die große Aufgabe für die Zukunft genau besteht und was nun zu tun ist, bleibt jedoch weiterhin unklar. Mut, Hoffnung, Veränderung – das sind die Schlagworte zum Jahresanfang. Wie weit man damit kommt, hat den Amerikanern in den vergangenen Monaten die Wahl von Barack Obama zum nächsten US-Präsidenten gezeigt. Nicht zufällig nimmt sich Marktführer General Motors daher die Politik zum Vorbild und inszeniert seine große Pressekonferenz wie einen Wahlabend – jubelnde Fans, „Change“-Slogans und Spruchbänder inklusive. Die beklatschten Stars sind die Autos – „Produkte wie diese sind die [foto id=“59754″ size=“small“ position=“right“]einzige Lösung für unsere Probleme“, erklärt GM-Vize Bob Lutz.

Bei einem genaueren Blick wirkt der laute Jubel aber doch nur wie das Pfeifen im Walde: Was da unter großem Geklatsche vorfährt, ist entweder altbekannt wie der kompakte Opel Astra-Klon Saturn Aura oder ferne Zukunftsmusik. Hoffnung wecken sollen vor allem die neuen Elektroautos von Chevrolet und Cadillac; doch wenn sie ab 2011 auf den Markt kommen, werden sie wohl so teuer sein, dass großer Absatz nicht zu erwarten ist. Weitere Zukunftsbausteine sind kleinere Wagen wie der für 2011 angekündigte Chevrolet Spark oder der Kompakt-Van Chevrolet Orlando, der es von der Studie zum Serienmodell geschafft hat. Start: ebenfalls 2011.Die Absatzprobleme hat GM nicht exklusiv, genauso wenig den Lösungsansatz Elektroauto.

Fast an jedem Stand wirbt ein Stromflitzer für die Zukunftsfähigkeit seines Herstellers. [foto id=“59755″ size=“small“ position=“left“]Mercedes-Benz zeigt das Konzeptauto Bluezero, Toyota eine Elektroversion des iQ, Ford und Chrysler schicken ebenfalls Stromer ins Rennen, und auch Mini hat eine Elektrovariante des Kleinwagens im Gepäck. Doch in den kommenden drei Jahren wird wohl keines der Autos in nennenswerter Zahl auf der Straße sein. Und auch danach bleibt die Kostenfrage. Zur Überbrückung muss der Hybridantrieb dienen. Führend auf diesem Gebiet wollen der neue Toyota Prius und Hondas Insight sein, die beide ihre Weltpremiere in Detroit begehen. Ford und selbst die China-Marke BYD stellen ebenfalls Autos mit der Doppelherz-Technik vor. Doch die vergangenen Monate haben gezeigt, dass saubere Fahrzeuge in wirtschaftlich schlechten Zeiten nicht gekauft werden. So dürften auch die vergleichsweise teuren Hybridmodelle mehr das Image als den Absatz pushen.

Mut trotz der schwierigen Situation predigt daher etwa Daimler-Chef Dieter Zetsche. Sein Unternehmen sei gesund und stark genug, die Krise zu überstehen; die Ausgaben für Forschung und Entwicklung etwa würden nicht zurückgeschraubt. Die deutschen Hersteller mögen sich diesen Winterschlaf aufgrund jahrelang guter Ergebnisse anders als viele andere sogar leisten können. [foto id=“59756″ size=“small“ position=“right“]Die auf der Messe vorgestellten Modelle zumindest sind alles andere als Langeweiler oder Verlegenheitslösungen: Bei Mercedes feiert der Supersportwagen SLR Stirling Moss Premiere, VW zeigt die Studie eines Mittelmotor-Roadsters und Audi hat das Sportback Concept in die USA gebracht, einen Ausblick auf den künftigen A7. Alles begehrenswerte Modelle mit emotionalem Potenzial, aber ohne große Chancen, Kassenschlager zu werden.Eine einhellige Antwort auf die Herausforderungen der Zeit bleibt die Branche in Detroit zunächst schuldig. Klar ist nur, dass es weitergehen wird mit dem Auto und der individuellen Massenmobilität, auch wenn der eine oder andere Hersteller möglicherweise auf der Strecke bleibt. Das rettende Fahrzeug- oder Antriebskonzept kann jedenfalls niemand spontan aus dem Hut zaubern. Es bleibt also zunächst nur die Hoffnung auf bessere Zeiten.

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