Pedrosa beim Montagstest voran: Reifen, Setups und Elektronik
Pedrosa beim Montagstest voran: Reifen, Setups und Elektronik Bilder

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(adrivo.com) Die alte Fußballweisheit "nach dem Spiel ist vor dem Spiel" trifft auch auf den Motorsport zu, immerhin ist nach dem Rennen immer auch gleich vor dem Rennen. Deswegen waren die meisten Fahrer und Teams am Montag auch in Le Mans zugange, um weiter an ihren Maschinen, beziehungsweise deren Abstimmungen zu arbeiten. Schnellster Fahrer war dabei Dani Pedrosa, der eine 1:33.106 auf Qualifyiern in den Asphalt brannte. Damit lag er knapp fünf Zehntel über seiner Pole Position Zeit aus dem Qualifying am Samstag.

Im Vordergrund stand für den Spanier aber ohnehin die Arbeit und dabei wollte er wieder einmal positive Schritte erkannt haben – bei Tests keine unübliche Erkenntnis. "Wir haben uns heute auf die Front konzentriert und wollten dort das Gefühl verbessern. Deswegen habe ich verschiedene Vorderreifen probiert und unterschiedliche Setup-Lösungen angesehen. Ich habe auch verschiedene Elektronik-Abstimmungen getestet", erklärte er im Anschluss. Damit sah er sich für die kommenden Rennen gerüstet, obwohl die Arbeit wegen des recht kalten Wetters teilweise schwierig war. "Es hat heute aber endlich richtig funktioniert. Am Ende habe ich noch einen Qualifyier probiert, da wir etwas für das Qualifying zu testen hatten", sagte Pedrosa und freute sich schon auf Mugello.

Rund fünfeinhalb Zehntel langsamer als der Spanier war Le Mans Sieger Valentino Rossi, der auch einen Qualifyier aufgezogen hatte. Der Italiener beschäftigte sich die meiste Zeit des Tages mit den Reifen, um weiter Informationen zu sammeln. "Die Reifen, die wir heute probiert haben, waren hauptsächlich für die zukünftige Entwicklung, nicht so sehr für die kommenden Rennen. Es ist aber sehr wichtig, nach vorne zu schauen und wir haben gutes Material gefunden", erklärte Rossis Team Manager Davide Brivio. Es wurde aber auch ein wenig am Setup der M1 gefeilt und die elektronische Abstimmung nahm das Team ebenfalls unter die Lupe. Jorge Lorenzo war aufgrund seiner Verletzungen nicht im Einsatz, dafür wird Rossi am Dienstag noch einmal ausrücken, um weiter Reifen durchzuprobieren und sich auf Mugello vorzubereiten.

Am Dienstag auch mit dabei sein wird Casey Stoner, der am Montag die drittschnellste Zeit verbuchen konnte. Diese Zeit erreichte er auf einem Run von fünf Runden, bei dem er einen besonders viel versprechenden Renn-Hinterreifen entdeckt haben wollte. Neben den Reifen, die ihm am Sonntag doch ein paar Probleme bereitet hatten, sah sich der Weltmeister auch die Elektronik seiner Ducati genauer an, um die Motorleistung möglicherweise zu verbessern. Auch Marco Melandri wird am Dienstag noch bleiben. Er war am ersten Testtag Elfter und beschäftigte sich mit dem Setup seines Motorrades, fand dabei allerdings keine großen Verbesserungen, wie es vom Team hieß.

Hinter Stoner reihten sich Suzuki-Pilot Chris Vermeulen, Kawasaki-Fahrer John Hopkins und Vermeulen-Teamkollege Loris Capirossi auf den Rängen vier bis sechs ein. Zwischen einer Sekunde und 1,6 Sekunden verloren sie auf die Bestzeit. Auf Rang sieben folgte Nicky Hayden, der ein paar kleine "Wundpflaster" für die Probleme des Wochenendes gefunden haben wollte, wie er es ausdrückte. "Wir haben nur mit Rennreifen getestet und unsere Pace verbessert. Ich konnte schneller fahren als gestern, das war aber noch nicht genug. Wir haben viele Lösungen probiert und ich kann nicht wirklich sagen, dass wir eine Kur dafür gefunden hätten, die Bremsstabilität besser zu machen oder die Maschine besser in die Kurve zu bekommen", sagte Hayden.

Immerhin konnte er bei seinen Runs einige Lösungsansätze ausschließen. Neben dem Setup arbeitete der Weltmeister von 2006 auch an den Reifen und dort wollte er ein paar Varianten gefunden haben, die auf den kommenden Strecken funktionieren könnten. "Es sah so aus, als ob sich der Himmel jeden Moment öffnen könnte, es blieb trocken, aber es war kein Tag für den Strand. Ich fühle mich jetzt besser, also wird Mugello hoffentlich angenehmer für uns", beteuerte Hayden.

Artig wie sie sind, stellten sich die Honda-Kunden vom Gresini Team hinter Werksfahrer Hayden an und erreichten die acht- und neuntschnellste Zeit des Tages. Nakano war größtenteils mit den Reifen beschäftigt und wollte dabei einen Hinterreifen gefunden haben, der ihm ein gutes Gefühl und eine bessere Pace gab. "Wir haben uns auch auf das generelle Setup der Maschine konzentriert, wobei wir vor allem auf den Italien Grand Prix geschaut haben, der für das Team sehr wichtig ist", meinte der Japaner.

Gute Verbesserungen konnte anscheinend Alex de Angelis erreichen, da er sich im Vergleich zu seiner Pace aus dem Rennen am Sonntag um sechs Zehntelsekunden steigerte. Dabei begann der Tag nicht gut für ihn, da er gleich in seiner ersten Runde stürzte. Davon – und von dem Umstand, dass er den einzigen Sturz des Tages fabriziert hatte – ließ er sich aber nicht beirren, sondern werkte eifrig mit Bridgestone, um neue Reifen zu testen. "Ich bin zufrieden, denn ich war sofort schneller auf den neuen Reifen und konnte einige Zehntel von meiner besten Runde gestern abkratzen. Wir haben keine Qualifyier probiert, denn im Moment liegt die Konzentration auf der Rennpace und wir sind nicht weit davon weg, um wieder um die Top Ten mitzukämpfen", betonte de Angelis, der darauf hoffte, dass sich die gewonnenen Erkenntnisse auch für Mugello umlegen lassen.

Zwischden dem Fahrer aus San Marino und Melandri ordnete sich noch Anthony West auf Position zehn ein. Knapp zwei Sekunden verlor er auf die Bestzeit, zu seinem Teamkollegen Hopkins fehlten ihm rund sechs Zehntelsekunden. Hinter Melandri platzierten sich die zwei Testfahrer, die im Einsatz waren. Erwan Nigon war für die Honda Racing Corporation (HRC) unterwegs und Olivier Jacque testete für Kawasaki.

Die Testzeiten vom Montag in Le Mans

1. Dani Pedrosa (SPA) Repsol Honda 1:33.106 77 Runden
2. Valentino Rossi (ITA) Yamaha 1:33.661 68 Runden

3. Casey Stoner (AUS) Ducati 1:33.994 50 Runden
4. Chris Vermeulen (AUS) Suzuki 1:34.108
5. John Hopkins (USA) Kawasaki 1:34.484
6. Loris Capirossi (ITA) Suzuki 1:34.730
7. Nicky Hayden (USA) Repsol Honda 1:34.752 113 Runden
8. Shinya Nakano (JPN) Gresini Honda 1:34.911 67 Runden
9. Alex De Angelis (RSM) Gresini Honda 1:34.926 85 Runden
10. Anthony West (AUS) Kawasaki 1:35.082
11. Marco Melandri (ITA) Ducati 1:36.064 63 Runden
12. Erwan Nigon (FRA) HRC Test Team 1:37.389
13. Olivier Jacque (FRA) Kawasaki 1:37.424

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