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Renault Twingo: Mehr Wert zum gleichen Preis
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Zu den Klassikern unter den Kleinwagen in Deutschland zählt nach 15 Jahren Marktpräsenz der Renault Twingo.

Doch nach einer Produktion von insgesamt 2,4 Millionen Exemplaren und diversen Modellpflegemaßnahmen ist nun Schluss für die erste Generation des knuffeligen Franzosen, der vor allem bei den Frauen gut ankam. Der Twingo der zweiten Generation, der jetzt in Frankreich, Slowenien und Spanien startet und Anfang September zu Preisen ab 9 250 Euro auch auf den deutschen Markt rollt, ist in jeder Beziehung erwachsener geworden.

Die Kulleraugen sind weg!

An der komplett neu gestalteten Frontpartie könnten sich allerdings die Geister scheiden, da nun die Kulleraugen verschwunden sind. Was für die Fans einen herben Verlust bedeutet, werden andere Autofahrer als Erholung ansehen, werden sie die Triefaugen a la Derrick im Straßenbild doch nicht vermissen. Aber auch Kritiker der alten Front müssen zugeben, dass der Neue optisch nicht mehr den unverwechselbaren Charakter seines originellen Vorgängers aufweist. Eher kommt der Kleine jetzt seinen Konkurrenten aus Fernost und aus Europa nahe. Es bleibt auch künftig bei den zwei Türen und der großen Heckklappe, doch die Formen sind runder und fließender. Markante Scheinwerfer und ausgestellte Radhäuser geben ihm gleichzeitig ein solides Aussehen.

Trendig-modernes Stadtauto

Renault spricht von einem „trendigen“ Auftritt. Das „moderne Stadtauto“ soll künftig nicht nur den Frauen gefallen, die mit etwa 75 Prozent bisher den größten Anteil der Kunden ausmachten, sondern auch mehr Männer ansprechen. Mit einer Länge von 3,60 Meter, was einem Plus von 17 Zentimeter gegenüber der ersten Generation entspricht, passt der Twingo II zudem gut in die Kleinwagen-Palette von Renault; der Modus misst 3,80 und der Clio III vier Meter.

Motorisierung

Die Motorenpalette ist nun von Anfang an breiter gefächert als beim Start des Vorgängers: Drei Benziner mit 1,2 Liter Hubraum und der 1,5 dCi-Diesel stehen zur Wahl. Wer den Twingo überwiegend für Stadtfahrten anschafft, ist bereits mit dem besonders ökonomischen 1,2-Liter-Motor, der 43 kW/60 PS leistet, gut bedient . Er verbraucht im EU-Gesamtzyklus nur 5,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer und stößt 132 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Trotzdem wird der Twingo 1.2 16V (56 kW/75 PS) mit seinen 15 PS mehr für einen Preis ab 10 700 Euro am stärksten gefragt sein, zumal es ihn neben dem manuellen Fünfganggetriebe mit automatisiertem Schaltgetriebe gibt. Er verbraucht mit der „Quickshift“-Automatik genauso viel wie der Basismotor, beim Handschalter sind es mit 6,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer etwas mehr.

Auch ein Turbo ist zu haben

Für sportliche Fahrer bietet Renault das 1,2-Liter-Triebwerk mit Turboaufladung und Downsizing an, der als TCE 100 PS leistet und in 9,8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, und ausschließlich in der GT-Version ab
12 400 Euro ausgeliefert wird. Sparsamster Motor und der Tipp für Twingo-Vielfahrer ist dagegen der 1.5 dCi-Motor mit 47 kW/65 PS und 160 Nm Drehmoment bei 1 900 U/min. Akustisch tritt er im Leerlauf von außen zwar noch etwas dieseltypisch auf, aber vielfältige Dämm-Maßnahmen führen beim Fahren zu einem akzeptablen Geräuschniveau. Bereits aus niedrigen Touren beschleunigt er zügig und ist mit 164 km/h Spitze durchaus autobahntauglich.
Im Mix verbraucht er nur 4,3 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer und stößt relativ geringe 113 g/km CO2 aus. Immerhin erwartet man in der Renault-Importzentrale in Brühl, dass der Selbstzünder einen Verkaufsanteil von zehn Prozent erreicht, obwohl der 1.5 dCi ohne Partikelfilter stattliche
11 900 Euro kostet.

Eine feststehende Rückbank?

Da auch nach Ansicht des Herstellers ein Stadtwagen praktisch sein soll, ist schwer nachvollziehbar, warum der Twingo in der Basisversion nur über eine feststehende Rückbank verfügt. Erst ab der Stufe „Expression“ erhält der Kunde die vielseitige Lösung für den Fond: Zwei Einzelsitze sind hier unabhängig voneinander um bis zu 22 Zentimeter in Längsrichtung verschiebbar und umklappbar. Zudem kann die Sitzlehne des Beifahrersitzes zu einer Art Tisch umgelegt werden. Wenn beide Sitze nach vorn gerückt werden, steigt das Ladevolumen von 165 auf 285 Liter, maximal passen bis zu 959 Liter hinein.

Wenig praktisch…

Das Gepäckabteil der Basisvarianten mit einteiliger, nicht verschiebbarer Rückbank fasst 230 bis 951 Liter – laut Renault das größte Kofferraum-Volumen im Segment. Recht schwierig gestaltet sich bei den teureren Versionen das Umklappen des kompletten Sitzes, weil mit zwei Händen gleichzeitig zwei kleine Entriegelungen gelöst werden müssen, während man weit vornübergebeugt am Kofferraum steht. Praktisch ist das jedenfalls nicht, genauso wie die äußeren Türgriffe, die fummelig wirken. Schade auch, dass in der Basisversion nur zwei Front-Airbags serienmäßig sind. Erst ab Mitte 2008 wird ein optionales ESP angeboten.

Guter Sitz und reichlich Ablagemöglichkeiten

Bei vielen anderen Dingen haben die Renault-Techniker nachgedacht, zum Beispiel bei den vielen Ablagefächern oder der guten Sitzposition und den angenehm gepolsterten Sitzen. Der längere Radstand kommt den Insassen zugute, die hinten jetzt mehr Beinfreiheit haben, allerdings wird es für größere Fondpassagiere am Kopf eng. Wie es sich gehört, wurden dem Fronttriebler gutmütige, sichere Fahreigenschaften mitgegeben. Beim Fahrwerk hat sich einiges in Richtung Dynamik getan, doch mancher bevorzugt vielleicht eine weniger straffe Abstimmung. Die elektrische Lenkung der gefahrenen GT-Version könnte zudem harmonischer reagieren.

Technische Daten Renault Twingo

Dreitüriger Kleinwagen

Motoren: 1,2-Liter-Benzinmotor, 43 kW/60 PS, maximales Drehmoment 93 Nm, Verbrauch 5,6 Liter/100 km, CO2-Emission 132 g/km;

1,2-Liter-Benzinmotor, 56 kW/75 PS, 107 Nm, Verbrauch 6,7 Liter/100km;

1,2-Liter-Benzinmotor, 74 kW/100 PS, 145 Nm bei 3 000 U/min, Verbrauch
5,9 Liter/100 km;

1,5-Liter-Dieselmotor, 47 kW/65 PS, 160 Nm bei 1 900 U/min, 0-100 km/h
4,3 s, Verbrauch 4,3 l/100 km, CO2-Emission 113 g/km;
Preis ab 9 250 Euro.

mid/ir

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