Service: Schneeketten sind manchmal unverzichtbar und müssen nicht teuer sein
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Winterreifen gehören seit Oktober eigentlich an jedes Auto. Sie bieten bei Temperaturen unter sieben Grad deutlich bessere Haftung. Manchmal geht es aber auch nicht ohne Schneeketten.

Vor allem bei Fahrten in die Berge sollten die zusätzlichen Traktionshilfen mitgeführt werden. In einigen Ländern ist dies auch ausdrücklich vorgeschrieben. Bei der Anschaffung und beim Montieren der Schneeketten sollten einige Regeln befolgt werden.

Beim Kauf von Schneeketten ist vor allem auf die richtige Größe zu achten. Wer zur falschen Reifendimension greift, der riskiert Schäden am Fahrzeug. In Ausnahmefällen gibt es auch Fahrzeugtypen, an denen sich trotz erlaubter Bereifung keine Schneeketten aufziehen lassen, weil die Radkästen dafür zu eng sind. Die winterliche Fahrhilfe wird immer auf die Reifen der Antriebsachse montiert, wo sie auf rutschigem Schnee das Durchdrehen der Räder verhindern. Bei Allradlern sollte in der Betriebsanleitung nachgeschaut werden, welche Achse in Frage kommt. Wer mit einem Anhänger in den Ski-Urlaub fährt, sollte einen zweiten und passenden Satz Schneeketten mitnehmen. Er erhöht bei extremer Witterung die Spurstabilität und die Bremsbarkeit des Gespanns. Nach Gebrauch sollten Schneeketten mit leicht warmem Wasser gereinigt und trocken gelagert werden.

Da Schneeketten das Fahrverhalten des Autos sehr stark beeinflussen, darf mit ihnen nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Außerdem sollte das elektronische Stabilitätsprogramm nach Möglichkeit ausgeschaltet werden, um die Grip-Wirkung zu erhöhen. [foto id=“58487″ size=“small“ position=“right“]Nach dem Start sollte nach einigen Metern Fahrt noch einmal angehalten werden und der Sitz der Schneeketten erneut überprüft werden. Einige Länder schreiben bei der Schneekettenmontage am Straßenrand eine Warnweste vor. Ratsam sind außerdem Handschuhe und eine kleine Unterlage für die Beine, damit sich das Anbringen möglichst bequem erledigen lässt. Zwar lassen sich viele Produkte nahezu kinderleicht montieren, aber es ist trotzdem besser, vor der Fahrt in die Berge das Aufziehen der Schneekette in aller Ruhe und im Trockenen zu Hause zu üben. Das belegt auch ein Test der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) gemeinsam mit dem Automobil Club Europa (ACE). Geprüft wurden acht Edelstahlketten auf Qualität und Montageeigenschaften.

Grundsätzlich wird zwischen Seil- und Ringketten unterschieden. Bei den deutlich teureren Ringketten wird der elastische Bügel, der die Kette als Ganzes trägt, mit einem Griff um das Rad gestülpt. Der Ring muss nach dem Überstülpen nur noch auf der Vorderseite des Reifens verzurrt werden. Ringketten eignen sich besonders für Fahrzeuge mit engen Radkästen. Die klassische Seilkette hingegen hängt zwar ebenfalls an einem Ring, hat aber keine Vorspannung. Sie muss netzartig hinter dem durchgezogen, im Radhaus angehoben und anschließend verschlossen werden. Erst dann kann sie auf dem Reifen ausgerichtet werden.

Im Test waren die Seilketten den Ringketten bei der Montage aber nicht grundsätzlich unterlegen. Der Grund: Ringketten müssen sorgsam angelegt werden, sonst kann über die Arretierkette, die sich gerne hinter dem Rad verhakt, keine oder nicht genügend Spannung zum Schließen der Kette aufgebaut werden. [foto id=“58488″ size=“small“ position=“left“]Darüber hinaus muss beim Montieren das Rad rund eine viertel Umdrehung bewegt werden. Bei der Oberland Kettenstar sowie der Rudmatic Classic von Rud benötigten die Tester jeweils zwei Anläufe, bis die Ketten richtig ausgerichtet waren. Mit etwas Übung reichen aber zehn Minuten für das Befestigen. Die Oberland-Kette verfügt über ein so genanntes Variosystem und kann an verschiedene Reifengrößen angepasst werden. Den Praxistest absolvierten beide Produkte mit besten Noten. Bei den Seilketten hatte die O-Tec von Ottinger in der Handhabung die Nase vorn. Neben der Qualität überzeugte sie durch Schutzkappen für Leichtmetallfelgen sowie einfache und schnelle Montage. Die Tester benötigten fünf Minuten. Bei Kurvenfahrten war allerdings eine leichte Tendenz zum Untersteuern spürbar.

Schnell zu montieren waren auch die Rud Compact sowie die Thule CB 12. Das preislich günstige Thule-Produkt überzeugte durch den einfachen Verschluss, die Seitenführung bei Kurvenfahrten könnte nach Ansicht der GTÜ aber etwas besser sein. Bei der Rud gefiel neben den guten Fahreigenschaften die leicht zu justierende Spannvorrichtung, durch die ein mitunter umständliches Nachspannen entfällt. [foto id=“58489″ size=“small“ position=“right“] Auch die Filmer Super Grip konnte als Schnäppchen für 30 Euro punkten. Sie überzeugte im Fahreinsatz ebenso wie bei der Montage. Das Produkt wirkte allerdings qualitativ nicht so robust wie die Konkurrenz. Die teurere, aber auch hochwertigere Pewag Sportmatic überzeugte durch recht ausgewogene Fahreigenschaften mit leichten Abstrichen bei der Lenkpräzision. Allerdings ist das Anbringen etwas mühsamer. Damit kann wiederum die Thule CS 10 dienen. Beim Fahren überzeugte auch die Thule CS 10, schwächelte aber wegen des fummeligen Verschlusses ein wenig in der Handhabung. Dafür ließ sie sich so einfach wie keine andere Kette wieder vom Rad lösen. Ein einfacher Zug am Haken genügte und sie fiel einfach auseinander und ließ sich mühelos wegziehen. Das Abnehmen der Ketten gibt auch bei den Konkurrenten keine großen Rätsel.

Fazit des GTÜ-Tests: Wer nur selten auf Schneeketten angewiesen ist, ist mit dem Testsieger von Filmer für konkurrenzlose 30 Euro gut bedient. Wer öfter auf Schnee und Eis unterwegs ist, ist mit den teureren Produkten besser beraten.

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