Service: So hält das Cabrio-Dach länger
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Cabrios mit Blechklappdach erobern zusehends den Markt. Doch Puristen schwören weiterhin auf das klassische Stoffverdeck. Während beim modernen System die Pflege recht einfach ist, sollten beim Textildach einige Dinge beachtet werden, damit es möglichst lange hält. So sind Hochdruckreiniger beispielsweise tabu.

Wenn der Verdeckstoff nur verstaubt ist, reicht eine schonende Trockenreinigung mit weicher Bürste und Staubsauger völlig aus. Wenn eine Feuchtreinigung unumgänglich ist, sollte auf keinen Fall zum Hochruckreiniger gegriffen werden, warnt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Er kann bei falscher Nutzung das weiche Dach aus geringer Entfernung regelrecht zerfetzen und die Imprägnierung von Textildächern schlagartig zerstören. Besser ist es, das Dach von vorne nach hinten mit klarem Wasser mit Hilfe eines weichen Schwamms vorsichtig ab. Autoshampoo beziehungsweise verdünntes Spülmittel helfen bei stärkeren Verschmutzungen. Gezielt wirken speziell aufs Cabrio abgestimmte Verdeckreiniger aus dem Fachhandel. Bei Stoffdächern ist zu beachten, dass selbst sanfte Reinigungsmittel allmählich die Imprägnierung auswaschen. Verdeckimprägniersprays frischen diesen Schutz wieder auf, beugen dem Vollsaugen der Textilien vor und sorgen so für schnelleres Trocknen.

Die Verdecke moderner Cabrios sind auch für Waschanlagen geeignet. In Zweifelsfällen hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung weiter. Mit zunehmendem Alter sind jedoch nicht selten die Dichtungen dem Wasserdruck und dem Trocknungsgebläse nicht mehr gewachsen. Auch sind nicht alle Waschanlagen gleichermaßen geeignet. Größere Waschstraßen bieten häufig Cabrioprogramme mit entsprechender Steuerung der Bürsten an. Besondere Vorsicht empfiehlt sich bei Textilverdecken. Waschprogramme mit klassischem Heißwachs sind laut GTÜ „reines Gift“, denn das Heißwachs setzt die Poren des Verdeckstoffes zu. Bei Verdecken mit Kunststoffheckscheiben sollte nach Möglichkeit ganz auf Bürstenwäsche verzichtet werden, weil die Bürsten das Material leicht verkratzen. Waschanlagen mit Textillappen oder Moosgummi sind besser geeignet.

Wer sein Cabrio im Freien parkt, der sollte es möglichst nicht unter Bäumen abstellen. Baumharz, aber mehr noch säurehaltiger Vogelkot und Ausscheidungen von Insekten setzen dem Verdeck stark zu und sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Kernseife mit viel Wasser kann die Reinigungswirkung bei Bedarf verstärken. Nur für hartnäckige Flecken und besonders starke Verunreinigung sind Spezialmittel empfehlenswert. Sie sind im Zubehörhandel in unterschiedlicher Zusammensetzung für Kunststoff- und Stoffverdecke erhältlich. Auf jeden Fall ist auf die Einwirkzeit zu achten, damit nicht unerwünschte Verfärbungen das Reinigungsergebnis beeinträchtigen. Um mögliche Schäden an Polycarbonatscheiben zu vermeiden, sollten scharfe Reiniger dort schnellstmöglich wieder abgewischt werden. Von haushaltsüblichen Fleckentfernern ist bei der Pflege des Cabriodachs rät die GTÜ ab.

Nach jeder Wäsche sollte das Cabrio zunächst geschlossen bleiben, bis das Dach wieder trocken ist. Gleiches gilt für den Start am frühen Morgen, wenn noch Tau darauf liegt. Das Verdeck sollte weder feucht noch stark verschmutzt gefaltet werden. Sonst besteht die Gefahr von Stockflecken, Druck- und Scheuerstellen.

Während die Verdeckmechanik moderner Cabrios praktisch wartungsfrei ist, sollte man sich den Gummidichtungen des Dachs regelmäßig widmen. Um sie geschmeidig zu halten empfiehlt die GTÜ, sie vorsichtig mit einem feuchten Lappen zu reinigen und mit Pflegemitteln auf Silikonbasis einzureiben. Die Gummis danken es mit sauberem Sitz und dauerhafter Dichtigkeit.

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