Service: Vor dem Leasing Preise vergleichen
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Leasing boomt. Während die Autobranche über das lahmende Privatgeschäft jammert, rollen immer mehr „gemietete“ Fahrzeuge auf unseren Straßen. Doch nicht jede Art des Leasings ist geeignet für jeden Kunden, der Kampf unter den Anbietern ist hart.

Davon können die Kunden profitieren und viel Geld sparen. Doch vorm Auto auf Zeit sollten die Konditionen gründlich überprüft werden, damit am Ende nicht der große Schrecken in Form von Nachzahlungen kommt. Und ein Preisvergleich zwischen verschiedenen Anbietern für das jeweilige Modell ist Pflicht.

Der Boom hält an

Rund eine Million Leasing-Verträge werden in Deutschland jährlich abgeschlossen, also etwa ein Drittel des gesamten Neuwagenaufkommens. Ein Kunde, der zum Händler seines Vertrauens geht und sich sein Wunschmodell über einen Leasingvertrag finanzieren lässt, hat den Vorteil der Ortsnähe, muss aber manchmal mehr bezahlen. Dabei können in Einzelfällen schon einmal mehrere Tausend Euro zusammen kommen. Denn große Leasing-Finanzierer nehmen den Herstellern oder Händlern große Stückzahlen ab und können aus den dadurch erwirtschafteten Rabatten gute Angebote machen. Firmen wie ALD-Leasing, Sixt oder VR-Leasing müssen knallhart kalkulieren, um Kunden zu locken. Hier profitiert der Leasingnehmer vom Wettbewerb. „Unsere günstigen Angebote entstehen durch eine Kombination aus günstigem Einkauf bei den Händlern, dem möglichen Zins durch unsere Mutter Société Général und der guten Restbewertung“, erklärt Frank Hägele, Leiter Privat- und Geschäftskunden bei der ALD Lease Finanz GmbH, einem der größten Anbieter in Deutschland.

Hausbanken des Händlers bieten Leasingmodell

Aber auch die Hersteller haben sich auf die Kundenwünsche eingestellt und bieten über ihre Hausbanken für fast jedes Modell verschiedene Leasingmodelle an. Dabei sollte der Interessent aber gründlich die für ihn beste Lösung suchen. Das Auto wird nur auf befristete Zeit angeschafft, der Autofahrer zahlt nur für die Nutzung. Neben der Mietsonderzahlung in Höhe von rund 20 Prozent des Neupreises ergibt dies relativ niedrige Raten, es muss ja nicht das ganze Auto abbezahlt werden. Auch Modelle ohne Anzahlung sind längst üblich, die Leasingrate steigt dann entsprechend.

Frühzeitiger Ausstieg oder Herauskaufen schwierig

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Leasing-Modelle, dabei gilt immer: Ein vorzeitiger Ausstieg oder Herauskaufen wie beispielsweise bei einer Finanzierung ist nicht möglich oder teuer.

Üblich sind Kilometer- und Restwert-Leasing. Beim Kilometer-Leasing wird über die gefahrenen Kilometer abgerechnet. Sie werden bei Vertragsabschluss vereinbart, zum Beispiel für ein 36-Monats-Leasing 60 000 Kilometer. Fährt der Leasingnehmer mehr, muss er pro Kilometer einen zuvor fest vereinbarten Satz nachzahlen, fährt er weniger, bekommt er für jeden Kilometer Geld zurück. Aber Vorsicht: Die günstige Monatsrate für ein Mittelklasseauto mit 10 000 Kilometern jährlicher Fahrleistung bleibt nur dann wirklich günstig, wenn man auch wenig fährt. Sonst muss man am Vertragsende reichlich nachzahlen. Das Kilometer-Leasing ist für den Kunden das sicherste Modell, weil die Leasinggesellschaft nach Vertragsablauf das Risiko mit dem Verkauf des Gebrauchtwagens hat.

Die Rückgabe

Im Normalfall gibt der Kunde das Auto der Leasinggesellschaft zurück und fertig. Streit ist allerdings programmiert bei der Frage, ob das Auto Mängel hat, die über normalen Verschleiß hinausgehen oder gar die Betriebssicherheit gefährden. Einige Leasing-Unternehmen wie der ALD bieten ein TÜV-zertifiziertes Rückgabeverfahren. Hier sind Überraschungen ausgeschlossen. Ein Katalog von Überprüfungen wird dabei Punkt für Punkt abgearbeitet.Restwert-Leasing ist sehr viel unkalkulierbarer. Bei Abschluss des Vertrags wird ein Wert festgelegt, den der Kunde am Ende der Vertragslaufzeit als Abschlusszahlung leisten muss. Im Idealfall ist dies genau der Betrag, den das Auto noch auf dem Gebrauchtmarkt erlöst.

Nachzahlungen sind möglich

Allerdings lässt sich nicht mit Sicherheit über zwei, drei Jahre voraussagen, wie sich der Gebrauchtwagenmarkt für ein bestimmtes Auto entwickeln wird. Liegt der von einem Gutachter ermittelte Fahrzeugwert bei Rücknahme unter dem kalkulierten Restwert, muss der Kunde nachzahlen. Ist das Auto mehr wert als vorher angenommen, erhält der Kunde vom Mehrerlös 75 Prozent, die Leasinggesellschaft 25 Prozent. Nur wenn der Kunde auch sein nächstes Auto bei der Gesellschaft least, verzichtet die Leasinggesellschaft auf ihre 25 Prozent und schreibt dem Kunden den vollen Mehrerlös gut. Der kann dieses Geld dann als Sonderzahlung fürs neue Auto verwenden. Im Wertgutachten wird der so genannte Händlereinkaufspreis angesetzt. Der liegt um rund 20 Prozent unter dem Marktpreis des Gebrauchtwagens.

Käufersuche kann sich lohnen

Man kann aber auch selbst eine Anzeige aufgeben und einen Käufer suchen, der das Auto bei der Leasinggesellschaft zum kalkulierten Restwert auslöst. Diese Mühe kann bares Geld sparen. Einige Anbieter haben auch eine so genannte „GAP-Versicherung“ in Programm. Wenn das Fahrzeug zerstört oder gestohlen wird ersetzen die Leasinggesellschaften oder deren Versicherung den Wiederbeschaffungswert des Autos. Teilweise ist dieser „Lückenfüller“ (Gap = Englisch für Lücke) in der Leasingrate enthalten, teilweise muss er extra bezahlt werden.

Wenn die Rate zur Last wird…

Wer seine Leasingraten nicht pünktlich zahlt, muss mit der Auflösung des Vertrages rechnen. Eine Restschuldversicherung schafft Abhilfe, wenn der Kunde die Raten nicht mehr zahlen kann, er muss diese Leistung aber natürlich auch finanzieren. Generell gilt: Es rentiert sich, bei freien Leasinggesellschaften anzufragen.

Drum prüfe, wer sich bindet…

Speziell Sixt (www.e-sixt.de) und ALD (www.ald-leasefinanz.de) bieten dazu im Internet schnelle und übersichtliche Datenbanken an. Nach Angaben von Frank Hägele hat sich die Qualität der Leasing-Unternehmen in den letzten Jahren verbessert, schwarze Schafe gibt es aber immer noch. Also sorgfältig prüfen, mit welchem Leasinganbieter man zusammenarbeitet. Dann steht dem Traumwagen auf Leasing-Raten nichts mehr im Weg.

(ar/sb)

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