Stimmen zum zweiten Testtag in Sepang: Viel gute Stimmung
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(adrivo.com) Wenn getestet wird, werden Verbesserungen erzielt. Deswegen waren die Fahrer nach dem zweiten Testtag in Sepang auch meist zufrieden.

Trotz erneutem Regen war die Stimmung nach dem zweiten Testtag bei den meisten Teams gut. Besonders John Hopkins zeigte sich von den Ergebnissen des Tages angetan. Das lag aber weniger an seiner schnellsten Zeit, sondern am Entwicklungsweg der Maschine. Denn Kawasaki wird kein völlig neues Modell für die nächste Saison bauen. „Wie wir es handhaben, werden wir mit der 07er-Maschine beginnen – wir bringen keine völlig neue 08er. Wir werden einfach das weiter verbessern, was wir jetzt haben und über den Winter neue Teile bringen. Dadurch haben wir immer neue Teile zum Testen, es wird aber keine völlig neue Maschine oder so etwas geben“, sagte der Amerikaner den Kollegen von .

Und in Sepang hat er schon den ersten Schwung neuer Teile erhalten, was Hopkins eben so zufrieden machte. Denn er wollte nach Valencia eine neue Kupplung und noch andere Teile, damit er besser durch die Kurven kommt und generell etwas weicher fahren kann. „Diese neuen Teile waren hier und waren genau das, was ich wollte. Das ist Unglaublich in so einer kurzen Zeit“, war er begeistert. Den Unterschied zur Suzuki bezeichnete Hopkins als Tag und Nacht, wobei es bei seinem neuen Motorrad Positives und Negatives gäbe. „Am Ende der Tests haben wir dann hoffentlich alles Negative ins Positive gewandelt“, sagte er.

Dafür sei es seiner Meinung einmal wichtig, die große Kraft der Kawasaki besser handhabbar zu machen. „Im Moment haben wir viele Wheelies, wenn wir aus Kurven kommen. Die Traktionskontrolle arbeitet nicht sehr, sehr gut, aber es gibt viele Bereiche, wo wir den Motor besser handhabbar machen können“, erklärte der Amerikaner. Sein Ziel wäre es, im kommenden Jahr die gute Saison 2007 noch zu übertreffen. „Ich genieße es. Das Team ist großartig, die Atmosphäre ist gut und sie sind entschlossen, die Maschine zu verbessern und alles nach vorne zu bringen. Wir teilen dieselbe Vision“, betonte Hopkins.

Eine Vision, die anscheinend auch Randy de Puniet hat, der am zweiten Tag in Sepang wieder sehr schnell unterwegs war. Aber er war auch müde, denn in den Stunden ab Mittag legte er immerhin 81 Runden zurück. Er war aber zufrieden, vor allem was die Reifentests mit Michelin betraf. „Ich habe vier verschiedene Hinterreifen probiert und einen gefunden, der sehr gut und sehr konstant war; ich fuhr viele Runden zwischen 2:02.5 und 2:02.8. Meine beste Zeit bin ich heute mit dem neuesten Michelin gefahren und ich war eine halbe Sekunde schneller als gestern“, freute sich der Franzose.

Auch eine neue Aufhängung bekam de Puniet zum Ausprobieren und obwohl es seine erste Ausfahrt damit war, fühlte er sich gut und glaubte, ein noch schnelleres Setup finden zu können. „Wir haben mit Honda auch am Motor-Mapping gearbeitet, damit wir das Niveau der Traktionskontrolle reduzieren und die Bremsstabilität verbessern“, erklärte er. Was ihn nach seinem Marathon ebenfalls positiv überraschte, war, dass die Honda über die Distanz anscheinend weniger Kräfte zehrend ist als die Kawasaki.

Bei Andrea Dovizioso scheint es fast schon zur Gewohnheit zu werden, dass er über gute Tage berichten kann. Er versuchte wieder, sich besser mit der Maschine zurecht zu finden und das scheint Früchte zu tragen. „Wir lernen uns besser kennen, es ist aber immer noch schwer, sich von der 250er-Zweitakter umzustellen. Die Motorbremse ist die große Sache – man hat sie bei einer Viertakt-800er, aber nur sehr wenig bei einer Zweitakt-250er“, sagte er. Dadurch sei die Kurveneinfahrt völlig anders, obwohl Dovizioso betonte, sich in den Kurven trotzdem schnell zu fühlen. „Es wird mit der Zeit alles kommen. Das Team und ich werden uns heute Abend die Daten ansehen und sehen, wo ich noch Zeit gutmachen und meine Leistung verbessern kann“, sagte er und wiederholte, dass die Kurvenmitte und der Ausgang dank der Elektronik auf der MotoGP-Maschine leichter seien als mit der 250er.

Ganz zufrieden zeigte sich auch Nicky Hayden, der den Tag als positiv bewertete. Er hatte zunächst Motorvergleiche auf der alten RC212V durchgeführt, bevor er sich mit der Motorabstimmung und den Vorderreifen an der neuen Maschine beschäftigte. Hayden war erleichtert, dass die Strecke nach dem Regen schnell trocken geworden war und kurz nach Testbeginn war er auf dem 2007er-Modell bereits eine Sekunde schneller als am Vortag. „Danach habe ich die meiste Zeit des Nachmittags der 2008er-Maschine gewidmet (…) Wir suchen immer noch etwas mehr Power, aber es ist nicht leicht. Die Maschine ist brandneu, also lernt das ganze Team dazu“, meinte der Amerikaner.

Dennoch, nach den Tests in Valencia hätte er nicht erwartet, in Sepang bereits so gut unterwegs zu sein. „Wir dachten, wir würden weiter weg sein. Am Nachmittag dann diese Zeit zu fahren und damit gleich schnell zu sein wie mit der 2007er, ist positiv“, berichtete er. Blieb noch der kleine Schreckensmoment mit der Schlange, die ihm in den Weg kam. Spurlos war der nicht an ihm vorüber gegangen. „Ich habe meine erste Schlange verraucht, das arme Ding. Ich kam gerade durch Kurve elf, als sich die Schlange aufsetzte und ich sah sie auch, hatte aber schon zum Scheitelpunkt der Kurve gelenkt. Ich hob die Maschine auf und versuchte, ihr auszuweichen, habe sie aber mit dem Knie erwischt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine Kobra war und es tut mir leid.“

Derlei Abenteuer hatte Jorge Lorenzo nicht zu bestehen. Doch der Spanier beteuerte, nach sechs Stunden fahrt in der Hitze von Sepang erledigt zu sein. „Wir haben an vielen neuen Dingen bei der Abstimmung gearbeitet und es fühlt sich so an, als ob wir in einigen Bereichen Fortschritte machen. Ich habe aber noch Probleme beim Bremsen und fühle mich mit der Front nicht ganz wohl; wir haben dort heute ein paar Verbesserungen erreicht, aber ich weiß, wir müssen noch mehr tun. Ich muss auch noch viel lernen und Änderungen an meinem Fahrstil vornehmen“, erzählte Lorenzo.

Recht gut fühlte sich der Spanier, als er auf der neuen Maschine ein paar Runden drehte. „Das Wichtigste im Moment ist aber, das Gefühl an der Front zu verbessern und das werden wir morgen wieder probieren“, sagte er und hoffte, auf einen gänzlich trockenen Samstag. Team Manager Daniele Romagnoli versprach, dass man am Abend gemeinsam einige Daten durchgehen werde, damit man Lorenzos Probleme beim Bremsen und an der Front verbessern kann. Team Direktor Masahiko Nakajima meinte, dass man zumindest eine Richtung für das Basis-Setup bei Lorenzo gefunden habe und auch die Stabilität beim Bremsen und Beschleunigen besser geworden sei. „Der Bremspunkt ist etwas recht Progressives, also hoffen wir, dass er in diesem Bereich morgen den nächsten Schritt macht.“

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