Toselands gute Wahl: Auch bald mit neuem Motor
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(adrivo.com) Ein wenig schüttelte sich so mancher Kopf von links nach rechts, als James Toseland vergangenen Herbst bekannt gab, dass er als zweimaliger Superbike-Weltmeister zu Tech 3 Yamaha in die MotoGP wechseln würde. Denn das damals Dunlop bereifte Team von Herve Poncharal war zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt als schnellste Adresse im Feld der Königsklasse verschrien. Doch einen Wechsel auf Michelin, mehr Unterstützung von Yamaha und ein paar Wintertests später sieht die Situation anders aus. Toseland hat gezeigt, dass er, seine Maschine und die Reifen durchaus in der Lage sind, gute Zeiten zu fahren und auch die Beobachter haben gemerkt, dass der Brite doch ein ernsteres Wörtchen um die Spitzenplätze mitreden könnte als gedacht.

"Ich bin einfach nur sehr zufrieden mit dem Team, mit dem ich arbeite, denn es war eine schwere Entscheidung, für wen ich fahren sollte. Einige Teams wollten mich in der MotoGP und ich und mein Manager Roger Burnett hatten Monate und Monate, in denen wir zwischen Gresini, Tech 3 und dem Pramac Team pendelten", erzählte Toseland den Motorcycle News. Was für die anderen Bewerber sprach, war einerseits die Ducati bei Pramac, die einfach als starke Maschine galt. Bei Gresini lockte Honda, womit Toseland nach seiner Superbike-Zeit eng verbunden war.

Doch Yamaha hatte das beste Angebot, da Toseland eine Maschine in 2008er-Spezifikation versprochen wurde. Und diese Wahl hat er nicht bereut, vor allem auch deswegen, weil ihm das Team dabei geholfen hat, sich schneller in der MotoGP zurecht zu finden, als er das erwartet hatte. Ein kleines bisschen muss er aber hinter den Werks-Fahrern zurückstehen. Denn Valentino Rossi und Jorge Lorenzo sind bereits seit einigen Tests mit dem Motor mit pneumatischen Ventilen unterwegs. Toseland muss darauf noch etwas warten, bekam von Yamaha aber versichert, dass er und sein Teamkollege Colin Edwards spätestens beim dritten Rennen der Saison in Estoril damit ausgestattet werden.

Die leichte Verspätung dürfte der Brite aber verschmerzen können, denn er weiß, dass gerade ein Rossi darauf achten wird, dass der Motor auch taugt. "Valentino hat so viel Erfahrung und so einen Lebenslauf, dass er weiter Druck auf das Werk machen wird, damit es weiter Verbesserungen gibt. Wenn er einen schlechten Tag hat, dann zeigt keiner mit dem Finger auf Valentino. Das erhält auch den Druck für Verbesserungen an der Maschine aufrecht, was gut für alle bei Yamaha ist", sagte Toseland. Beim Saison-Start wird er aber noch auf einem Motorrad mit konventionellem Motor sitzen. Dennoch fühlt er sich bereit für sein Debüt. "Ich weiß, ich muss mit all den anderen Maschinen auf der Strecke konkurrieren, damit ich meine Leistung wirklich einschätzen kann."

Die Testfahrten vergangene Woche hat Toseland jedenfalls genutzt, um für den Saison-Auftakt schon einmal alles akribisch vorzubereiten, was Abstimmung der Maschine und Reifenwahl betrifft. "Ich habe einige Renn-Simulationen gemacht, um unsere Benzin-Effizienz zu berechnen, die sehr viel versprechend aussieht. Ich war sehr zufrieden mit dem zweitätigen Nachttest, auch wenn ich enttäuscht war, dass ich, nachdem ich drei Stunden erster war, am Ende knapp vom Spitzenplatz verdrängt wurde", erzählte Toseland. Vergangene Woche war allerdings auch nur die Generalprobe und außerdem verdrängte ihn ja Markenkollege Lorenzo – mit neuem Motor.

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