Vom Navigationssystem in die Irre geführt
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„Es irrt der Mensch, solang er strebt“, prophezeite einst der goethsche Faust. Möglicherweise wäre aber die große zweifelnde Figur der deutschen Literatur nicht vom „rechten“ Weg abgekommen, wenn er ein Navigationssystem besessen hätte. Nie wieder Irrfahrten! Ohne Umwege an das Ziel gelangen! Dies waren die großen Hoffnungen, die man mit der Geburt des Navigationssystems verband. Endlich leuchtete ein heller Punkt am dunklen Straßenhorizont auf  und man glaubte einen Ausweg aus dem Straßenlabyrinth gefunden zu haben.

Voraussetzung für eine sichere Zielfindung ist aber auch der kompetente Umgang mit der Technik und die Behebung von vermeintlichen Rechtschreibschwächen. Mitunter kann es nämlich auch schon einmal vorkommen, dass eins, zwei Buchstaben vertauscht werden und man nach Putgarten auf der schönen Ostseeinsel Rügen gelangt anstatt das eigentliche Wunschziel Puttgarden in Dänemark zu erreichen.

Der blinde Technikglaube

Die Zeiten abenteuerlicher  Pfadfinder-Trips, bei denen man lediglich bewaffnet mit einem Kompass und einer detailarmen Karte sich das Gelände erschließen musste, sind passé. Wir leben in einer Ära der Einparkhilfen und  Fahrerassistenzsysteme, die in Gefahrensituationen einen automatischen Bremsvorgang einleiten – es scheint, als könne man das Denken dem Auto überlassen. [foto id=“66947″ size=“small“ position=“right“] Denn mit der Entwicklung neuer Technik ist das Wachsen einer blinden Technikgläubigkeit verbunden. Wenn der Fahrer sein Gehirn an der Autotür abgibt, kann es mitunter auch schon mal zu gefährlichen Momenten kommen. Aus unbescholtenen Bürgern werden plötzlich gemeingefährliche Geisterfahrer oder man manövriert sich in ausweglose Situationen, wie kürzlich geschehen in England: ein BMW-Fahrer folgte blindlings den Instruktionen seines GPS, das ihn auf äußerst unsicheres Gelände führte – einen Wanderpfand, hinter dessen Holzzaunbegrenzung sich eine einhundert Fuß tiefe Klippe befindet.

Es ist zwar verlockend der meist prophetischen Frauenstimme, die uns ein „an der nächsten Kreuzung bitte rechts abbiegen“ zuraunt, widerstandslos zu vetrauen, aber sicher ist es nicht. Eine Rückkehr in alte Spurenlesertage ist wohl auch nicht mehr möglich, daher plädiere ich für eine neue Methode: das intuitive Fahren. Zwar findet man möglicherweise erst auf Umwegen an sein Ziel, aber sammelt interessante Eindrücke am Wegesrand, die einem beim stoischen Befolgen der Navi-Stimme sonst verborgen blieben.

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