Jaguar

Vorstellung Jaguar XJ Diesel: Jetzt dieselt es auch in Jaguars Spitzenmodell

Mit 38 722 neu zugelassenen Fahrzeugen gab es im vergangenen Jahr zwar wieder einen dreiprozentigen Zuwachs, doch insgesamt seit 2000 einen Rückgang um fast 30 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg der Dieselanteil von 31 auf 49 Prozent und dürfte in diesem Jahr weiter auf rund 55 Prozent ansteigen. Nicht überraschend also, dass Anbieter ohne Selbstzünder im Programm Absatzeinbußen hinnehmen mussten. Jaguar schließt jetzt diese Lücke und bietet den 2,7-Liter Twin-Turbodiesel mit 152 kW/207 PS jetzt auch in seinem Spitzen-Baureihe XJ an.
Jaguar XJ Diesel. Foto: Auto-Reporter/Jaguar
Dass Jaguar und Dieseltriebwerke gut harmonieren, haben die Briten bereits beim X-Type 2.0 D und dem im letzten Jahr eingeführten S-Type 2.7 Twin-Turbodiesel bewiesen, die inzwischen auch über die Hälfte der Verkäufe in den beiden Modellreihen auf sich vereinigen. Und auch im XJ kann das moderne, sehr laufruhige Triebwerk restlos überzeugen. In Kombination mit dem ultrasteifen Leichtbau-Chassis kommen nämlich Leistung, Dynamik, Kultiviertheit, Laufruhe – aber auch Wirtschaftlichkeit des V6 noch besser zum Tragen. Beeindruckend auch das Durchzugsvermögen des mit zwei elektronisch gesteuerten Turboladern mit variabler Geometrie und Common-Rail-Technologie mit schneller Piezo-Einspritzung ausgestatteten Triebwerks, das ein maximales Drehmoment von 435 Newtonmeter aufweist. Entscheidend dabei ist, dass 80 Prozent des Drehmoments bereits ab 1500 Umdrehungen zur Verfügung stehen und dem XJ-Diesel somit eine beeindruckende Elastizität verschaffen.
In Kombination mit dem auch in allen anderen XJ-Modellen vorhandenen Sechsgang-Automaten (ZF), der serienmäßigen Luftfederung und der guten Straßenkontakt vermittelnden Lenkung ergibt sich so ein mehr souveränes Fahrvergnügen. Da sind "Technischen Daten" wie eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,2 Sekunden zweitrangig. Wichtiger schon, dass der XJD natürlich die Euro 4-Norm erfüllt und auch mit einem Russpartikelfilter ausgestattet ist. Und last but not least der recht genügsame Umgang mit dem Treibstoff. Die offizielle Angabe ist 8,1 Liter und trotz recht zügigen Vortriebs ist der XJD bei ersten Probefahrten stets unter neun Liter geblieben.
Die beeindruckende Laufruhe erreichten die Jaguar-Ingenieure durch den Einbau eines neuen doppelwandigen Motorraumschotts, zweifach isolierte Motorhalterungen und zahlreiche weitere Schalldämmmaßnahmen. Vor allem aber durch aktive Motorlager. Diese neuen Lager, die erstmals in einem Fahrzeug dieser Klasse eingesetzt werden, absorbieren mit Hilfe einer Steuerelektronik 90 Prozent der Motorvibrationen im Leerlauf. Auch das gehört eben zur Exklusivität, auf die Jaguar in Zukunft wieder verstärkt setzen will und deshalb in Deutschland vor allem die technisch mit u.a. automatischem Geschwindigkeitsbegrenzer und Reifendruck-Überwachsungssystem sowie optisch aufgewerteten Executive-Modelle in den Mittelpunkt rückt.
Bemerkenswert auch, dass Jaguar für seinen "Flüster-Diesel" keinen Aufpreis verlangt, so dass man sowohl für den XJD als auch den XJ6 mit Benzinmotor in der Executive-Ausführung 62 450 Euro hinblättern muss. Die beibehaltene Classic-Einstiegsvariante fängt bei 61 100 Euro an, sollte in dem finanziellen Rahmen aber keine Alternative sein. Denn zum einen war es schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben, zum anderen bietet die neue Diesel-Version eben neben viel und souveränem Fahrspaß auch viel Auto fürs Geld. (ar/hhg)
Von Hans H. Grassmann
22. Juni 2005. Quelle: Auto-Reporter

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