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Vorstellung Nissan Micra C+C: Mammis neuer Liebling

Ein weiteres kleines Kabriolett mit festem Dach musste her, besonders seit eine entsprechende Styling-Studie auf dem Pariser Salon 2002 positives Echo gefunden hatte. Am 19. November dieses Jahres wird der Neue auf der Basis des Nissan Micra als Nissan Micra C+C bei den deutschen Händlern stehen.

Nissan Micra C+C. Foto: Auto-Reporter/Nissan
Mutig, einen Wagen für die schönen Tage des Sommers mitten in der dunklen, nassen und kalten Jahreszeit zu präsentieren, möchte man meinen. Doch Nissan besteht darauf, diesen Termin mit Bedacht gewählt zu haben. Durch sein ganz besonderes Faltdach, dessen beiden Elemente aus Glas bestehen, sei der C+C eben ein Ganzjahres-Automobil, das sich auch vor Dunkelheit, Matsch und Schnee nicht zu fürchten habe.

Dass der Micra C+C dicht hält, war Aufgabe des deutschen Kabrio-Spezialisten Karmann aus Osnabrück. Dort wurde das Dach entwickelt, und im englischen Nissanwerk bauen auch Fachleute von Karmann das Glasdach mit seiner komplizierten Mechanik und Hydraulik ein.

Das Dach öffnet und schließt in jeweils 22 Sekunden bei maximal 5 km/h. Es gibt die Sicht über eine große Fläche frei, wenn es geschlossen ist und soll gegen Wärme- sowie gegen UV-Strahlung geschützt sein. Auf jeden Fall ist es sehenswert.

Ansehnlich ist aber nicht nur das Dach. Der gesamte Kleine kann sich sehen lassen; denn den Designern ist es mit geschickter Linienführung gelungen, den C+C nicht gedrungen und überhöht wirken zu lassen, wie man es bei so kurzen – knapp 3,81 Meter – Wagen so oft sieht, die ja alle ein voluminöses Heck brauchen, um über dem Kofferraum noch Platz für das Klappdach zu haben. Beim Micra C+C lösten die Experten aus Nissans Europäischem Designcenter in Großbritannien die Aufgabe mit einer kräftigen Sicke, die über die gesamte Seite kurz unter der tatsächlichen Oberkante von Motorraum und Kofferraumdeckel verläuft. Sie zieht die Silhouette deutlich nach unten.

Das kaschiert den dicken Hintern gut. Und der Platz fürs Gepäck bleibt. Ist das Dach offen, stehen beim C+C mehr als 450 Liter bereit, bei geschlossenem Dach immer noch rund 250 Liter. Das sind Bestwerte für Fahrzeuge dieser Klasse.

Nissan nennt den C+C einen Zwei-plus-zwei-Sitzer. Wenn vorn ein ausgewachsener Mitteleuropäer sitz, bleibt auf dem Sitz dahinter gerade noch der Platz für seine Aktentasche. Aber der männliche und große Mitteleuropäer ist auch nicht die Kernzielgruppe. Nissan hat die Damen vor Augen. Denen soll der C+C beim Cruisen durch die City und über Land das rechte Vergnügen verschaffen. Nicht die Sportlichkeit stand bei der Entwicklung im Vordergrund, sondern der Fahrgenuss.

Genau dafür reicht die Steifigkeit der Karosserie, die Seitenführung der Sitze, die Windführung im Innenraum auch ohne im Zubehörhandel erhältliches Windschott. Manchmal hat man allerdings den Eindruck, der 1,6 Liter Benziner mit 81 kW /110 PS wolle den Fahrer zum Tanz auffordern; denn er ist ein Drehzahl-Motor, der kräftiges Gasgeben verlangt. Leistung und Drehmoment stehen erst in höheren Drehzahlbereichen zur Verfügung. Das hindert allerdings niemanden am attraktiven Bummel per Auto.

Als Einstiegsmotor wird ein 1,4 Liter Benziner mit 65 kW/ 88 PS angeboten, von dem Nissan annimmt, dass er bei 60 Prozent der Käufer der Motor der Wahl sein wird. Beide Motoren sollen im Durchschnittsverbrauch pro 100 Kilometer bei gut 6,5 Litern liegen. Der kleine reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 12,8 Sekunden, der große braucht nur 10,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten werden mit 176 km/h und 191 km/h angegeben. Serie ist bei beiden Motoren ein Fünf-Gang-Getriebe. Im kommenden Sommer soll eine Automatik folgen.

Auch wenn das Kürzel C+C sicher nicht vom amerikanischen "Cash & Carry" kommt, so kann man doch festhalten, dass der C+C seinen Einstieg in den Markt auch über einen attraktiven Preis sucht. Das Einstiegsmodell liegt bei 16 590 Euro, das Spitzenmodell – der Micra C+C Premium mit dem großen Motor, größeren 16 Zoll Alu-Rädern, Klimaautomatik, CD-Wechsler, ESP, Teil-Lederausstattung und Aluminium-Pedalen kostet 20 590 Euro.

Unter diesen Umständen ist man geneigt, die Marktprognose von Nissan für Deutschland zu akzeptieren. Zehn Prozent Marktanteil will man erreichen. Das sind 5000 Micra C+C. Viel Spaß, meine Damen. (ar/Sm)

12. Oktober 2005. Quelle: Auto-Reporter

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