Nachgefragt

Abgeschnallt: Die Sache mit der Haftung

auto.de Bilder

Copyright: Volvo

Da schnallen 90 Prozent aller befragten Autofahrer ab: Bei einer Umfrage glaubten sie, der Fahrer übernimmt die Haftung, wenn der Beifahrer nicht angeschnallt ist. Doch weit gefehlt. „Der Beifahrer ist selbst dafür verantwortlich, dass er sich anschnallt und muss demnach auch das Bußgeld von 30 Euro zahlen“, sagt Anka Jost, Kfz-Expertin bei der R+V24-Direktversicherung.

Sind Kinder Mitfahrer, übernehmen die Eltern die Haftung

Vor Fahrtantritt müssen Autofahrer aber dafür sorgen, dass alle Sicherheitsgurte einwandfrei funktionieren. „Wenn der Beifahrer seinen Sicherheitsgurt trotzdem nicht anlegen möchte, sollten Fahrer ihre Begleitung auf ihre Anschnallpflicht verstärkt hinweisen“, empfiehlt die Kfz-Expertin. „Denn das Risiko, bei einem Autounfall selbst bei niedriger Geschwindigkeit verletzt zu werden, ist ohne Sicherheitsgurt sehr hoch.“ Der Sicherheitsgurt verhindert nicht nur, dass der Betroffene bei einem Aufprall geschleudert wird, sondern auch, dass er dabei seine Begleitung – und in diesem Fall womöglich auch sich selbst – verletzt.

Doch auch wenn der Beifahrer sich weiter nicht anschnallen möchte, dürfen Autofahrer losfahren. Anders ist die Rechtslage, wenn Kinder mitfahren. Hier haben Fahrer eine besondere Fürsorgepflicht und müssen dafür sorgen, dass die schutzbedürftigen Mitfahrer angeschnallt sind und es auch bleiben. Das bedeutet, auch wenn sich ein Kind während der Fahrt selbstständig aus dem Sicherheitsgurt befreit, haftet der Autofahrer.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Elektro-Showcar von Renault verneigt sich vor dem R 5 Turbo

Elektro-Showcar von Renault verneigt sich vor dem R 5 Turbo

Designstudie Volkswagen Gen Travel

Volkswagen Gen Travel für die Mobilität im nächsten Jahrzehnt

BMW iX1

Fahrbericht BMW X1/iX1: Elektrisierender Bestseller

zoom_photo