ADAC TCR

ADAC TCR Germany: Spektakuläre Rennen mit schlanker Kostenstruktur
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Asien, Südamerika und Europa sind die Schauplätze der 2015 neu ins Leben gerufenen, internationalen Tourenwagen-Rennserie (TCR). Bei ihrer Gründung verfolgte der ehemalige Volkswagen-Manager Marcello Lotti ein überzeugendes Konzept: Globaler Kundensport vereint mit einem kostengünstigen Reglement. Angelehnt an bereits existierende Markenpokale können die Tourenwagen sowohl in Regionalmeisterschaften in Asien, Zentralamerika und Osteuropa als auch in vielen nationalen Serien an den Start gehen. So auch bei der ADAC TCR Germany, deren Startschuss diese Saison in Oschersleben fiel.

Sieben Rennen auf sechs verschiedenen Strecken

In insgesamt sieben Rennen wird die TCR-Meisterschaft auf sechs verschiedenen Strecken ausgefahren. Die Auftaktrennstrecke in Oschersleben steht dabei gleich zweimal im Mittelpunkt des Geschehens. Neben dem ersten Lauf sieht der TCR-Kalender Oschersleben auch für das dritte Event, am Wochenende vom 7. bis zum 9. Juli 2017, als Austragungsort vor. Die TCR ist zwar nicht die größte Rennserie, bot mit 41 Fahrzeugen zum Auftakt allerdings eines der größten Starterfelder.

Die Boliden der TCR International Series sind kaum langsamer als die der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTTC). Inklusive Motor liegen die Anschaffungskosten zwischen 70 000 und 90 000 Euro. Die WTTC-Tourenwagen bei 450 000 Euro – ohne Ersatzteile und Motor. Daher spielen einige Hersteller mit dem Gedanken, ihre Markenpokalkonzepte an das TCR-Reglement anzupassen. In der aktuellen ADAC-TCR-Germany-Saison treten Volkswagen, Seat, Opel, Honda und Audi gegeneinander an.

Laut Reglement können die Tourenwagen auch in den Benelux-Ländern sowie Spanien, Italien, Russland, Thailand, China, Südafrika, Venezuela und den USA zu Renneinsätzen kommen. Als konkretes Vorbild diente die Seat-Leon-Supercopa-Serie. Um für Chancengleichheit zu sorgen, wird in regelmäßigen Abständen zwischen den Rennen ein sogenannter „Balance of Performance“-Test durchgeführt. Hier werden alle Autos vor Beginn der Rennsaison von zwei Referenz-Rennfahrern getestet und die Rundenzeiten der verschiedenen Modelle miteinander verglichen.

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Spannende Rennen mit kostengünstigen Reglement

Die Reglementierung besteht, um unterschiedliche Antriebe und Fahrzeuge auf ein annähernd ähnliches Niveau zu heben, die Leistungsdichte zu erhöhen und somit die Rennen spannend zu gestalten. Je nach Rundenzeiten und Performance können danach Änderungen an den Fahrzeugen vorgenommen werden. Aufgrund von Ausfällen war der Saisonauftakt von drei Safety-Car-Phasen geprägt. Sieger des Rennens in Oschersleben wurde der britische Titelverteidiger Josh Files im Honda Civic TCR. Durch einen starken Start setzte er sich direkt an die Spitze des Fahrerfelds und verteidigte seine Führung über das gesamte Rennen hinweg bis ins Ziel.

Als bester Opel passierte der Astra TCR vom Team Lubner Motorsport mit dem deutschen Dino Calcum die Ziellinie. Bestplatzierter Seat war der Leon TCR des Schweizers Pascal Eberle auf Rang sechs. Sein Team-Kollege Sebastian Steibel ist Sohn des Rennstallchefs Claus Steibel. Er landete mit seinem Volkswagen Golf GTI TCR auf Rang 21. Volkswagen Motorsport entwickelte den 350 PS starken Tourenwagen gemeinsam mit Seat Sport. Somit können die Wolfsburger von den umfangreichen Erfahrungen mit dem Leon Cup Racer profitieren. Ähnlich zu den Serienfahrzeugen der Plattform des modularen Querbaukastens (MQB) des Volkswagen Konzerns ergeben sich bei den TCR-Boliden zahlreiche Synergien. Damit werden Kosten für den Aufbau und den Einsatz dieser Tourenwagen reduziert.

Der Fünftürer von Volkswagen wiegt inklusive Fahrer weniger als 1300 Kilogramm und steht ab 90 000 Euro zum Verkauf. Während Volkswagen vergangenes Jahr 20 Einheiten davon auslieferte, sind für dieses Jahr rund 30 weitere avisiert. Bis auf kleine Modifizierungen ist der Motor des Volkswagen Golf GTI TCR nahezu baugleich zur Serienversion.

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