ADAC: Wieder Vorfahrt für die Mitglieder

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Unter dem Motto „Reform für Vertrauen“ will der ADAC jetzt verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Der nach zahlreichen Skandalen in die Kritik geratene Verein will künftig wieder die Belange seiner fast 19 Millionen Mitglieder stärker über seine Wirtschaftsinteressen stellen. „Mitgliederorientierung kommt beim ADAC klar vor wirtschaftlicher Orientierung“, sagte ADAC-Chef August Markl bei der Hauptversammlung in Saarbrücken.

Experten kritisieren die Reform als „reine Schönheitskorrektur“. So verschob der ADAC auch den personellen Neuanfang. August Markl solle den Reformprozess zunächst zu Ende führen und Präsident bleiben. Frühstens Anfang Dezember solle der Führungsposten neu besetzt werden. Der frühere Vizepräsident August Markl war kommissarisch eingesetzt worden, nachdem Präsident Peter Meyer im Februar seinen Rücktritt erklärt hat.

Die konkreteste der angekündigten Reformen ist ein neues System, mit dem mögliche Verstöße schneller entdeckt werden sollen. Im Internet sollen Tippgeber anonym auf Unregelmäßigkeiten hinweisen können. Die Meldungen werden allerdings nicht vom Autofahrerclub selbst verarbeitet, sondern gehen an eine externe Anwaltskanzlei, um die Unabhängigkeit der Überwachung zu gewährleisten.

Seit Jahresbeginn war der ADAC gleich in mehrere Skandale verwickelt, die das Image des Automobilclubs stark angekratzt haben. Unter anderem wurde beim Autopreis „Gelber Engel“ manipuliert. Zudem sollen die Pannenhelfer des ADAC wohl systematisch bestimmte Automarken bevorzugen. Es sei schnell klar geworden, „dass sich im ADAC in den Jahren des stürmischen Wachstums Schwächen und Defizite eingeschlichen hatten“, gab August Markl jetzt offen zu.

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