ADAC will „Gelben Engel“ einstellen
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Rote Karte für den „Gelben Engel“: Nach dem Skandal um manipulierte Zahlen bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ will der ADAC den Autopreis jetzt offenbar einstellen. „Er hat keine Zukunft. Das war ein Totalschaden“, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer der Branchenzeitschrift „Automobilwoche“.

Der ADAC denke im Moment auch „überhaupt nicht darüber nach, ob wir so etwas Ähnliches wieder machen wollen“, fügte Meyer hinzu. Der ADAC werde sich künftig auf seine Kernkompetenzen zurückbesinnen, um wieder Vertrauen für die Organisation aufzubauen. Der ADAC bestätigte zwar die Aussagen des Präsidenten, ergänzte aber, die Entscheidung über die Zukunft des Preises werde „zu einem späteren Zeitpunkt getroffen“.Der ADAC hatte die Zahlen bei der Wahl zum „Gelben Engel“ deutlich nach oben geschönt, offenbar um die Bedeutung der Trophäe aufzuwerten. Dafür übernahm Kommunikationschef Michael Ramstetter die alleinige Verantwortung und trat von sämtlichen Posten zurück. Meyer kündigte inzwischen Reformen an. Der ADAC müsse vor allem transparenter werden, sagte der Präsident von Europas größtem Automobilclub.

Auch die Steuerpolitik des ADAC wird unter die Lupe genommen. Nach eigenen Angaben muss der Verein nur zehn Prozent Umsatzsteuer auf die Beiträge zur Basismitgliedschaft bezahlen. Allerdings falle für die sogenannte Plus-Mitgliedschaft die volle Versicherungssteuer von 19 Prozent an, berichtet die „Bild-Zeitung“. Insgesamt bezifferte der ADAC seine Steuerlast für die Mitgliederbeiträge auf rund 67 Millionen Euro. Die Unternehmen des ADAC würden unabhängig davon allerdings wie normale Firmen besteuert, teilte der Automobilclub mit.

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