Airlines sollen Öldampf-Vorfälle verschweigen

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Austretende Öldämpfe in Flugzeugen beeinträchtigen die Passagiere und die Crew einschließlich den Piloten. 663 meldepflichtige Vorfälle dieser Art hat es laut der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) seit 2006 gegeben. Dazu zählen die Meldungen der Vorkommnisse in Deutschland sowie der deutschen Airlines im In- und Ausland. Diese Zahlen seien aber nur die Spitze des Eisbergs, warnen Experten im Westdeutschen Rundfunk. Die Dunkelziffer liege höher, da die Airlines angeblich bei weitem nicht alle Fälle melden. So habe es etwa allein auf Lufthansa-Flügen mit dem Airbus A 380 in den Jahren 2012 und 2013 mindestens 125 Vorfälle mit Öldämpfen gegeben. Allerdings sind nur 29 Meldungen des Unternehmens beim Luftfahrtbundesamt und Bundesstelle für Flugsicherheit eingegangen. Das offenbaren laut der Sendung „Monitor“ interne Datenbanken der Lufthansa.

Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) kritisiert hier sowohl die Airlines als auch die zuständigen Behörden, die angeblich Versäumnisse tolerieren. In 65 der gemeldeten Fälle sei es tatsächlich auch zu Symptomen bei betroffenen Kollegen gekommen. Zum Teil sind diese noch heute erkrankt. Mögliche körperliche Schädigungen stellt auch eine Studie der für Flugunfalluntersuchung (BfU) fest.

Die Lufthansa dementiert aber Versäumnisse bezüglich der sogenannten „Fume Events“. So seien die Besatzungen angehalten, jegliches Auftreten von außergewöhnlichen Gerüchen der Zentrale zu melden. Eine hohe Anzahl von internen Meldungen sei daher logisch und gewünscht. „Diese Geruchsvorfälle erfüllen jedoch nicht die Meldekriterien, sodass sie mit den meldepflichtigen Ereignissen nicht vergleichbar sind“, schreibt Lufthansa in einer Stellungnahme.

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